{"id":6581,"date":"2024-07-31T22:47:55","date_gmt":"2024-07-31T20:47:55","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6581"},"modified":"2024-08-01T21:32:36","modified_gmt":"2024-08-01T19:32:36","slug":"powerwolf-wake-up-the-wicked-napalm-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/powerwolf-wake-up-the-wicked-napalm-records-2024\/","title":{"rendered":"Powerwolf \u2013 Wake Up The Wicked \u2013 Napalm Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Powerwolf-Wake-Up-The-Wicked.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Powerwolf-Wake-Up-The-Wicked.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6582\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (30.07.2024)<\/p>\n\n\n\n<p>Nachricht von Christof. Der Freund, der Kollege, die Legende, der Checker schreibt: \u201eHi Guido, heute ist die neue Powerwolf-CD rausgekommen.\u201c Und was soll ich sagen, bei mir in der K\u00fcche lief sie da schon. Es ist nun zwei Jahre her, dass Christof und ich uns Iron Maiden, Airbourne und eben die besagten Powerwolf im Frankfurter Waldstadion angesehen haben (nochmal danke, Christof, f\u00fcr das tolle Weihnachtsgeschenk mitten im Juli) und seitdem Fans der f\u00fcnf liebenswerten Rum\u00e4nen aus dem Saarland sind. Nun fr\u00e4gte ich mich aber, ob eine Band, die ich aus einem Konzert in liebenswerter Erinnerung habe und deren Werk ich mir erst im Nachhinein erschlossen habe, mich auch mit neuem, mir bis dahin unbekannten Studiomaterial zu begeistern vermag.<\/p>\n\n\n\n<p>[Hinweis: Dies ist Beitrag Nummer 1500 auf KrautNick seit der Umstellung auf WordPress!]<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hier kann ich dann gleich mal ein wenig spoilern, Attila Dorn (voc), die \u201eGebr\u00fcder\u201c Charles und Matthew Greywolf (git, b), Roel van Helden (dr) und nicht zuletzt Falk Maria Schlegel an den Tasteninstrumenten wissen auch jenseits von \u201eArmata Strigoi\u201c, \u201eDemons Are A Girl\u2019s Best Friend\u201c, \u201eWe Drink Your Blood\u201c, \u201eAmen &amp; Attack\u201c, \u201eStossgebet\u201c usw. usw. zu begeistern, sind weiterhin sowohl blessed als auch possessed und sich mit \u201eKyrie Klitorem\u201c auch f\u00fcrderhin f\u00fcr keinen Penn\u00e4lerwitz zu schade. Und das ist gut so: Mottobands gibt es zuhauf, Santiano sind beispielsweise auf dem Gebiet der Seemannsrockmusik \u00e4hnlich unangreifbar wie die \u00e4hnlich unangreifbaren Running Wild, der ganzen Mittelalter-Feuerschwanzschandmaultanzwut entziehe ich mich mangels Begeisterung und Interesse, dann gibt es noch keltischen Rock wie die wunderbaren <a href=\"https:\/\/keltics.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Keltics<\/a> (Matze, die darfst Du gerne hier mal verlinken), und das rum\u00e4nische Werwolfmetall wird eben sehr powervoll aus dem Saarland von den W\u00f6lfen Gottes heraus bedient. Und das wirklich sehr gut, wie jede:r, die\/der mal ein Powerwolf-Konzert erleben durfte, zu best\u00e4tigen wissen wird. Die Gefahr besteht nur darin, dass sich ein solches Konzept irgendwann mal totl\u00e4uft und zu langweilen beginnt. Zumal wir uns hier, sind wir ehrlich, auf dem nicht sonderlich innovativen Territorium des Power Metal bewegen. Eins zwei drei, Power!<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere wackeren Recken aus dem Saargebiet indes schei\u00dfen sich nix und liefern auf ihrem zw\u00f6lften oder so Studioalbum einfach das ab, was sie k\u00f6nnen wie keiner sonst. Mit \u201eBless \u2018em With The Blade\u201c (jahaa, klingt nach \u201eSanctified With Dynamite\u201c, macht aber nichts, weil der Song wirklich toll ist) legen Powerwolf gleich zu Anfang mit viel Doublebass, \u00fcberhaupt viel Bass, unaufgeregten Gitarren und sehr melodi\u00f6sem Gesang los, und das in sch\u00f6n schnellem Tempo. Und Attila Dorn ist ein wirklich guter S\u00e4nger, er kann Tenor, Bariton, R\u00f6hren und R\u00f6cheln und immer passt es auf das Vortrefflichste. Das n\u00e4chste St\u00fcck, \u201eSinners Of The Seven Seas\u201c, ger\u00e4t nochmal um einiges melodischer und vor dem letzten Refrain demonstrieren Dorn, Schlegel und Kollegen, dass sie ein mindestens mittleres Latinum besitzen, genau sooo muss Powerwolf.<\/p>\n\n\n\n<p>Powerwolf-H\u00f6rende sind durch beispielsweise \u201eResurrection By Erection\u201c schon Schl\u00fcpfriges gewohnt, so dass auch \u201eKyrie Klitorem\u201c nicht weiter schockiert, daf\u00fcr aber mit Schlegels Keyboards, Ch\u00f6ren und sch\u00f6nen Melodien umso mehr Laune macht. Der Text handelt davon, dass Ficken irgendwie doch besser ist als Glauben, wenn ich das richtig verstanden habe, und da soll dann ein jeder beigehen und sich selber ein Bild davon machen, denke ich. Auf \u201eHeretic Hunters\u201c arbeiten sich Powerwolf dann weiter eifrig an der Bibel ab, und das machen sie gut, denke ich. Powervolle Chor\u00e4le, Schlegelsche Orgeln en masse, tut alles nicht weh und bedient die Verehrenden. Gegen Ende allerdings s\u00e4gen die Gitarren nochmal sch\u00f6n los, lassen sich dann von Orgelspiel und Gitarrensoli abl\u00f6sen und setzen so der Domplatzromantik einigerma\u00dfen was entgegen, bevor der hymnische Refrain alles wieder einlullt. Alsdann klimpert ein Klavier und leitet \u201e1589\u201c ein, das sich mit dem Werwolf-Prozess gegen Peter Stump im Jahr 1589 besch\u00e4ftigt. Hier auch wieder Powerwolf vom Feinsten, Krach, der nicht wehtut mit Attila Dorns stadiontauglichem Gesang, aber sehr sch\u00f6n alles und Geschichte zum Anfassen. Das folgende \u201eViva Vulgata\u201c besch\u00e4ftigt sich mit der volkst\u00fcmlichen lateinischen Bibel\u00fcbersetzung (vulgo \u201aVulgata\u2018) und fasst deren Aussage bildhaft, wenn auch nicht wirklich sch\u00f6n (Bibel, wie bereits erw\u00e4hnt) zusammen. Mit viel \u201eAve Maria\u201c, was wirklich immer toll klingt, wenn Attila Dorn es anstimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach wird es wieder Zeit f\u00fcr Doublebass, das Titelst\u00fcck steht ins Haus. Und damit wecken Powerwolf die B\u00f6sen wahrhaft auf, schnell, sch\u00f6n gesungen, und die Band singt mit. Genau wie danach bei \u201eJoan Of Arc\u201c. Ohne Schei\u00df, so ein Trallala \u00e0 la \u201eLa la la la la, la la la la la, la la la la Joan of Arc\u201c k\u00f6nnen WIRKLICH NUR Powerwolf bringen, ohne dass es peinlich wird. Hammer.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf \u201eThunderpriest\u201c klingt es dann weder nach AC\/DC noch nach Frankie Lee, sondern wieder zu 100% nach Powerwolf im Uptempo. Und genauso wollen wir unsere Powerwolf. Melodie, Chorgesang, Soli, Orgel, yessss! \u201eWe Don\u2019t Wanna Be No Saints\u201c (sehr sch\u00f6ne Dreifachverneinung, was bitte wollt Ihr nie niemals nicht sein?) mit Kinderchor und Powergeballer haut in dieselbe Kerbe und wieder einmal mehr wollen wir das aufs Neue h\u00f6ren. Das das Album beschlie\u00dfende \u201eVargamor\u201c beginnt stimmig mit Windesrauschen und mittelalterlichen Blasinstrumenten, und auch Attila Dorn passt seinen Gesang dieser Stimmung an. Um dann in ein Dschingis-Khan-m\u00e4\u00dfiges \u201eVargaaaamooooor!\u201c zu verfallen, und was soll ich sagen? Es funktioniert, es klingt echt, und Powerwolf haben mich mal wieder um den Finger gewickelt und ich kann ihnen nicht b\u00f6se sein. Daf\u00fcr sind sie zu sympathisch und musikalisch einfach zu gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos gut: Mit gut 37 Minuten hat \u201eWake Up The Wicked\u201c eine angemessene L\u00e4nge, und wieder einmal mehr zeigen Powerwolf, wo der Wolf seine Power herholt (und ich bin stolz, dass ich hier bis jetzt nichts vom Werwolf aus der Po-Ebene geschrieben habe) und dass Stadionkompatibilit\u00e4t und gute Alben durchaus Hand in Hand gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (30.07.2024) Nachricht von Christof. Der Freund, der Kollege, die Legende, der Checker schreibt: \u201eHi Guido, heute ist die neue Powerwolf-CD rausgekommen.\u201c Und was soll ich sagen, bei mir in der K\u00fcche lief sie da schon. 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