{"id":6552,"date":"2024-07-18T23:11:42","date_gmt":"2024-07-18T21:11:42","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6552"},"modified":"2024-07-18T23:11:42","modified_gmt":"2024-07-18T21:11:42","slug":"the-void-of-expansion-escaper-dunk-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-void-of-expansion-escaper-dunk-records-2024\/","title":{"rendered":"The Void Of Expansion \u2013 Escaper \u2013 Dunk! Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/The-Void-Of-Expansion-Escaper.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/The-Void-Of-Expansion-Escaper.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6553\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (18.07.2024)<br><br>Was f\u00fcr Musik macht man mit lediglich Schlagzeug und Gitarre? Fun-Punk oder Indierock? Oder \u2013 Ambient? F\u00fcr letzteres entscheidet sich das Belgisch-Schwedische Duo The Void Of Expansion, indem die Gitarre fl\u00e4chige Drones absondert und das Schlagzeug dazu ungez\u00fcgelt herumgaloppiert. Da steckt nat\u00fcrlich eine Menge Jazz drin, und wer die improvisierten Kunstwerke von J\u00f6rg A. Schneider verehrt, ist bei \u201eEscaper\u201c ebenso sehr gut aufgehoben, dem vierten gemeinsamen Album des Duos, bestehend aus Gitarrist Dirk Serries aus Antwerpen und Schlagzeuger Tomas J\u00e4rmyr aus Sandviken, der in Trondheim lebt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Vier Tracks zwischen zw\u00f6lf und gut 14 Minuten erstellt das Duo auf \u201eEscaper\u201c, schon mal ordentlich Zeit, jeden Track atmen zu lassen. Und das tun diese Tracks, bauen sich langsam, leise und behutsam auf, beide Instrumentalisten umschleichen einander und geraten alsbald in einen Rausch. So rauscht dann auch die Musik, die bei diesem energetischen Tanz entsteht: Serries ringt seiner Gitarre Sounds ab, die man nicht zwingend mit diesem Instrument assoziiert. Anf\u00e4nglich schon, ja, das k\u00f6nnte E-Gitarre sein, die da Fl\u00e4chen generiert, \u201eDead Man\u201c oder \u201eLe Noise\u201c von Neil Young k\u00f6nnten da Pate stehen, doch bald schon entwickelt sich daraus Flirren, Drones, gar Orgelsounds, atmosph\u00e4risches Atmen, schmerzgepeinigtes Br\u00fcllen, der Hauch der Unendlichkeit.<br><br>Zun\u00e4chst h\u00e4lt sich J\u00e4rmyr stets zur\u00fcck, nach einiger Zeit erst schl\u00e4gt er mal ein Becken an, um sich bemerkbar zu machen, dann l\u00e4sst er auch mal die Sticks \u00fcber die Snares und Toms rollen, ganz dezent, und sobald man sich daran gew\u00f6hnt hat, dass der Ambientteppich nicht allein um Raum herumliegt, drischt der Drummer auf seinem Arsenal herum, sch\u00f6pft s\u00e4mtliche M\u00f6glichkeiten zur Sounderzeugung aus, steigert die Energie, die Lautst\u00e4rke, das Tempo, und vermeidet es stets, auch nur ansatzweise einen Rhythmus entstehen zu lassen. So finden sich zwei Noise-Generatoren nebeneinander ein, um gemeinsam ein Rauschen, ein Br\u00fcllen auszusto\u00dfen, dem man sich bereitwillig hingibt.<br><br>So abstrakt diese Musik auch ist, so leicht f\u00e4llt der Zugang. M\u00f6glicherweise liegt es an der Pr\u00e4gung, sofern man Vergleichbares bereits in seinem Plattenregal stehen hat, und ja, es gibt in der Tat Vergleichbares, zwischen den Schneider Collaborations und Neil Young ist ordentlich Platz und Freestyler finden sich zahlreich rund um den Globus. Und es liegt an der Musik auf \u201eEscaper\u201c selbst, die mit ihrem Aufbau die Bereitschaft der H\u00f6renden behutsam steigert, sich in dieses sich seinerseits steigernde Inferno fallen zu lassen. Damit entwickeln The Void Of Expansion ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Sparte.<br><br>Vor zehn Jahren begannen Serries und J\u00e4rmyr mit dem Album \u201eAshes And Blues\u201c ihre Zusammenarbeit als The Void Of Expansion, \u201eEscaper\u201c ist ihr viertes Album. Beide haben abseits davon eine Biografie, die ganze W\u00e4nde f\u00fcllen kann, nicht nur solche aus L\u00e4rm. Aber mit L\u00e4rm, Serries begann Anfang der Achtziger mit Industrial, entwickelte sich in Richtung Ambient und ist heute eher im Free Jazz anzutreffen, Vidna Obmana und Fear Falls Burning sind zwei seiner Aliasse, als Scatterwound arbeitete er mit Hellmut Neidhardt alias N, und den kennen wir ja als Verb\u00fcndeten von J\u00f6rg A. Schneider. Kreis geschlossen. An nur unwesentlich weniger Projekten ist J\u00e4rmyr beteiligt; j\u00fcngst verlie\u00df er Motorpsycho, auf dem Album \u201eJhator\u201c von Zu spielte er Schlagzeug, als WERL agiert er mit Aidan Baker, und den kennen wir ja als Verb\u00fcndeten von J\u00f6rg A. Schneider. Kreis geschlossen, einmal mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (18.07.2024) Was f\u00fcr Musik macht man mit lediglich Schlagzeug und Gitarre? Fun-Punk oder Indierock? Oder \u2013 Ambient? 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