{"id":6502,"date":"2024-07-08T21:13:37","date_gmt":"2024-07-08T19:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6502"},"modified":"2024-07-08T21:13:37","modified_gmt":"2024-07-08T19:13:37","slug":"deicide-banished-by-sin-reigning-phoenix-music-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/deicide-banished-by-sin-reigning-phoenix-music-2024\/","title":{"rendered":"Deicide \u2013 Banished By Sin \u2013 Reigning Phoenix Music 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Deicide-Banished-By-Sin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Deicide-Banished-By-Sin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6503\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (07.07.2024)<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Death-Metal-Musik mit no clean singing ist immer ein Quell f\u00fcr Lebensfreude und Daseinsbejahung. Naja, nicht immer, es gibt ja auch noch Sachen f\u00fcr Unterwegs, SFU, Six Feet Under meine ich, die den geneigten Fan eines besseren belehren, was Qualit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit im Death Metal betrifft. Immerhin sind Chris Barnes und seine Jungs aus Tampa in Sachen Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung immer in den oberen 5% des vorderen Drittels unterwegs. \u201eKilling For Revenge\u201c ist auf jeden Fall Schei\u00dfe, und das nicht nur, weil es mir nicht gef\u00e4llt, sondern weil es qualitativ definitiv gegen alles abkackt, was es sonst noch gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deicide zum Beispiel, ebenfalls aus Tampa, Florida, eine Band, die einem wunderbar auf die Nerven zu gehen vermag, vor allem deren S\u00e4nger Glen Benton ist bisweilen eine echte Landplage, mit umgedrehtem Kreuz auf der Stirn und immer f\u00fcr eine satanistisch\/antichristliche Provokation zu haben, G\u00e4hn!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Deicide sind schon seit 1989 unter diesem Namen unterwegs. \u201eBanished By Sin\u201c ist ihr 13. Studioalbum seit 1990 und was soll ich sagen, ich mag Deicide. Und das h\u00f6rt bei \u201eBanished By Sin\u201c, f\u00fcr das die Band sich sechs Jahre Zeit gelassen hat, auch nicht auf. Benton hat mal wieder einen der Gitarristen ausgetauscht, Kevin Quirion ist schon seit \u201eIn The Minds Of Evil\u201c (2013) mit dabei, w\u00e4hrend Taylor Nordberg erst seit 2022 mit von der Partie ist und somit hier sein erstes Studioalbum spielt. Quirion und Nordberg machen ihre Sache wirklich super: Das Riffing auf \u201eBanished By Sin\u201c ist hart, schnell, irgendwie leichtf\u00fc\u00dfig und trotzdem immer leicht d\u00fcster. Die Soli lassen nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig und dienen immer den Songs, nicht den Psychen der Spielenden. Schon auf dem ersten St\u00fcck, \u201eFrom Unknown Heights You Shall Fall\u201c, geht es gut los: Die eine Gitarre rattert, w\u00e4hrend die andere jault, und dann schrammeln alle beide punkig um die Wette. Alsdann setzt Bentons Cookie-Monster-Style-Growling ein und wir sind es zufrieden. Nach anderthalb Minuten setzt das erste Solo ein und es ist derma\u00dfen unaufdringlich und dennoch super passend f\u00fcr den Song. Hier stiehlt niemand irgendwem die Schau, auch das zweite Solo f\u00fcgt sich toll ein und gleich danach \u00fcbernimmt Benton wieder das Zepter, und das macht er gut. Er hat jetzt nicht das Growling irgendwie erfunden oder zu neuen H\u00f6hen katapultiert oder so, aber man kann ihm immer gut zuh\u00f6ren und sein Gesang harmoniert wunderbar mit den Instrumenten. \u00dcberhaupt Instrumente: Im Death Metal einen Bass herauszuh\u00f6ren, ist eh immer schwierig, aber neben seinen Gesangsbeitr\u00e4gen macht Glenn Benton auch an diesem Instrument einen guten Job, und nach vorne zur dr\u00e4ngen braucht er sich dabei ja auch nicht, da er das ja schon beim Gesang tut. Gut gef\u00e4llt mit Steve Asheim am Schlagzeug, eins der Gr\u00fcndungsmitglieder der Band, der schnell, pr\u00e4zise und irgendwie auch groovy f\u00fcr Ordnung innerhalb der Songs sorgt. Deicide sind zwar hart und schnell, aber sie zu h\u00f6ren tut nicht weh, sondern gef\u00e4llt und macht gl\u00fccklich, und daf\u00fcr sorgt dieser warme Sound aus Gitarren und Schlagzeug, der von Kr\u00fcmelmonster Benton sehr sch\u00f6n erg\u00e4nzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir nun zu den Texten: D\u00fcster sind sie und handeln von Meistern, G\u00f6ttern, Dunkelheit, Abgr\u00fcnden und mehr. Und von Erl\u00f6sung nat\u00fcrlich. Was Benton da herausgrummelt, ist gut gemacht und h\u00f6rt sich stimmungsvoll an. Er ruft dazu auf, Gott mit seinem Kruzifix zu strangulieren, stellt fest, dass er, sobald erwacht von Gott, sein Herz der Blasphemie anheimgegeben hat und dazu immer wieder Satan, Satan, Satan und das Versagen eines, nein nicht irgendeines, sondern Deines sterbenden Gottes. Um IHM zu huldigen, musst Du die Misserfolge Deines sterbenden Gottes ignorieren. Jede:r, die\/der das Alte Testament, die R\u00f6merbriefe und die Offenbarung gelesen hat, findet sich hier wieder. Besonders h\u00e4ngengeblieben bin ich an \u201eSever The Tongue\u201c, dem dritten Song auf dem Album. In kurzen, parolenhaft rausgehauenen Satzfragmenten kotzt sich Glenn Benton \u00fcber das aus, was ihn am Glauben an Gott st\u00f6rt, und hier wie auch in allen anderen Texten auf \u201eBanished By Sin\u201c stelle ich fest, dass es sich lohnt, zuzuh\u00f6ren, weil Benton nicht nur Antigottesgegeifer aneinanderreiht, sondern sich in jedem Song in lyrischer Art und Weise mit dem Glauben und dem, was daran aus seiner Sicht nicht stimmen kann, auseinandersetzt. D\u00fcsteres Riffing, Geratter und tolle, unaufgeregte Soli untermalen das Ganze und machen deutlich, dass Deicide auch im vierten Jahrzehnt ihres Bestehens Relevanz und Existenzberechtigung besitzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (07.07.2024) Neue Death-Metal-Musik mit no clean singing ist immer ein Quell f\u00fcr Lebensfreude und Daseinsbejahung. 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