{"id":6469,"date":"2024-06-26T21:22:27","date_gmt":"2024-06-26T19:22:27","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6469"},"modified":"2024-06-26T21:22:27","modified_gmt":"2024-06-26T19:22:27","slug":"echotide-as-our-floodlights-gave-way-to-dawn-10th-anniversary-remix-remaster-birds-robe-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/echotide-as-our-floodlights-gave-way-to-dawn-10th-anniversary-remix-remaster-birds-robe-records-2024\/","title":{"rendered":"Echotide \u2013 As Our Floodlights Gave Way To Dawn (10th Anniversary Remix &amp; Remaster) \u2013 Bird\u2019s Robe Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Echotide-As-Our-Floodlights-Gave-Way-To-Dawn-10th.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Echotide-As-Our-Floodlights-Gave-Way-To-Dawn-10th.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6470\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (26.06.2024)<br><br>Noch so ein Rerelease eines Deb\u00fcts auf Bird\u2019s Robe Records, dieses Mal von Echotide aus Brisbane und nach zw\u00f6lf (sic!) Jahren, und wiederum aus dem episch-opulenten instrumentalen Post-Rock \u2013 da geht was in Australien. Der Titel \u201eAs Our Floodlights Gave Way To Dawn\u201c ist ungef\u00e4hr so lang wie das Album (70 Minuten), die Band Echotide \u2013 zun\u00e4chst ein Seitenarm der Prog-Metaler Arcane \u2013 hat danach nicht wesentlich mehr ver\u00f6ffentlicht und die typischen Parameter des Genres finden sich hier in einem eigenst\u00e4ndig erweiterten Umfeld wieder. Bemerkenswert an diesem Sound ist das Piano, das hier die gewohnten Post-Rock-Strukturen begleitet.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich bekommt die Musik mit dem Klavier einen Filmscore-Anstrich, was offenbar auch die Intention von Echotide ist. Nat\u00fcrlich nicht durchgehend, denn wie es sich geh\u00f6rt, nehmen sich Echotide Zeit, ihre endlos langen Tracks aufzubauen, sie lassen also teilweise sehr stille In- und Outros um die St\u00fccke herumflie\u00dfen und auch zur\u00fcckhaltende Mittelteile zu, die die energetischeren Passagen umsp\u00fclen, in denen das Soundtrackartige zur\u00fccktritt. Trotzdem, auch in denen erklingt gelegentlich das Piano, greift Rhythmen und Tempi auf, spaziert neben Gitarre, Bass und Schlagzeug und erweckt den Eindruck, die Musik habe ein zus\u00e4tzliches Standbein bekommen und damit mehr Stabilit\u00e4t. Insbesondere in den lauteren Sequenzen, wenn sich die Gitarren auft\u00fcrmen, das Schlagzeug brettert und das Klavier dem vertrauten Raum eine neue Dimension \u00f6ffnet.<br><br>Vor zehn Jahren war das Feld des Post-Rock noch nicht ganz so beackert wie heute, obschon es kein neues Feld mehr war, und das h\u00f6rt man dem Album auch an. Im Grunde ist es zeitlos, weil es in dem Genre seitdem kaum nennenswerte Entwicklungen gab und sich Unterschiede lediglich in Erweiterungen zu den Seiten hin generieren lassen, es also genau so gut auch heute h\u00e4tte aufgenommen worden sein k\u00f6nnen. Man h\u00f6rt, wie gro\u00df der Einfluss von Minimalisten wie Sigur R\u00f3s war, die Tracks mit nur drei Akkordwechseln per unabl\u00e4ssiger Wiederholung auf eine Viertelstunde dehnen konnten und die Abwechslung aus der schwankenden Intensit\u00e4t herausarbeiteten. F\u00fcr Neues geht also nur, au\u00dferhalb der Box zu denken: Hier sind es etwa die Streicher in \u201eEmbers Glow\u201c, die den Post-Rock-Pathos mit Opulenz in Richtung Folk oder gar Klassik erweitern, sowie die Prog-Rock-Strukturen in \u201eStillwaters\u201c, die das Soundspektrum verschieben.<br><br>Von dem Progressive Metal der Band Arcane, aus der Echotide seinerzeit erwuchsen, ist auf \u201eAs Our Floodlights Gave Way To Dawn\u201c \u00fcbrigens gar nichts zu h\u00f6ren, jedenfalls schl\u00e4gt sich da nichts im Tempo nieder, denn das vertr\u00e4umt-melancholische Album bleibt balladesk entschleunigt, lediglich manche Drumblasts erinnern an irgendeine Art von Metal. Gitarrist Michael Gagen (auch bei Hazards Of Swimming Naked und Agrammeofsoma) und Keyboarder Matthew Martin gr\u00fcndeten seinerzeit Echotide, auf dem Deb\u00fct aus dem Jahr 2012 trommelte noch Geoff Irish von Caligula\u2019s Horse. F\u00fcr diese Zehn-Jahre-Ausgabe nach zw\u00f6lf Jahren \u00fcberarbeitete die Band ihr Album einmal komplett, nahm es in Teilen mit alten und neuen Mitmusikern neu auf und remixte den Rest, man hat es also faktisch tats\u00e4chlich mit einem eigenst\u00e4ndigen Werk zu tun. Zwei Songs weichen in ihren L\u00e4ngen vom Original-Album ab, au\u00dferdem \u00e4nderte man die Farbe des Covers von Gr\u00fcn auf Rot. Nach diesem Auftakt erschien 2017 \u201eInto The Half Light\u201c, f\u00fcr den August ist das erst dritte Album \u201eDustwun\u201c angek\u00fcndigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (26.06.2024) Noch so ein Rerelease eines Deb\u00fcts auf Bird\u2019s Robe Records, dieses Mal von Echotide aus Brisbane und nach zw\u00f6lf (sic!) Jahren, und wiederum aus dem episch-opulenten instrumentalen Post-Rock \u2013 da geht was in Australien. 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