{"id":6398,"date":"2024-06-03T21:32:13","date_gmt":"2024-06-03T19:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6398"},"modified":"2024-06-03T21:32:13","modified_gmt":"2024-06-03T19:32:13","slug":"yrlng-rbia-harsha-cinta-antibody-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yrlng-rbia-harsha-cinta-antibody-2024\/","title":{"rendered":"Yrlng \u2013 Rbia Harsha Cinta \u2013 Antibody 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Yrlng-Rbia-Harsha-Cinta.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"113\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Yrlng-Rbia-Harsha-Cinta.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6399\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (03.06.2024)<br><br>Schade, dass es Monno nicht mehr gibt, aber gut zu wissen, dass die Einzelteile noch aktiv sind: Der von Berlin aus arbeitende Schweizer Gilles Aubry beispielsweise legt sich mit Yrlng (oder auch YRLNG) ein neues Alias zu, unter dem er den Soundtrack zu seiner d\u00fcsteren experimentellen Dokumentation \u00fcber Algen und Meeresverschmutzung vor Marokko erstellte. Anders als Monno ist Yrlng im elektronischen Fach anzusiedeln, der L\u00e4rmfaktor wiederum bleibt erhalten: Rhythm And Noise, Industrial, Ambient-Soundscapes, Experimente und Improvisationen bestimmen \u201eRbia Harsha Cinta\u201c. Das Album f\u00e4llt dabei streckenweise milder aus, als es die Beschreibung vermuten l\u00e4sst; sperrig ist es dennoch, und so ist es auch gut.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Der Opener \u201eAssaab\u201c ist noch rhythmisch, mit einer sich wiederholenden Melodieschleife und gesampelter Stimme kann man beinahe von einer Art Song sprechen. Schon von \u201eRtaiba\u201c l\u00e4sst sich das gar nicht sagen: Ein in seiner Tonh\u00f6he marginal schwankender Sound dr\u00f6hnt freundlich vor sich hin, von Rhythmus oder Melodie keine Spur, lediglich die Stimme bleibt erhalten. Mit seinen hypernerv\u00f6sen Feuermelder-Sounds zerrt \u201eCinta\u201c dann schon etwas an den Nerven, aber wir sind ja nicht zum Spa\u00df hier. Dabei reduziert \u201ePain Is My Body\u201c den Schmerz schon wieder, das St\u00fcck ist eher ein zittriges Lebenszeichen mit Brummen, eingesch\u00fcchterten Sprachsamples und leichter Migr\u00e4ne als wirklich peinvoll.<br><br>Das \u00e4ndert sich sofort mit \u201eRbia\u201c wieder: Das St\u00fcck klingt wie ein durchgedrehter Pinball in einem Faradayschen K\u00e4fig, der zu morsen versucht, w\u00e4hrend ihm Geister die Gebrauchsanleitung dazu aus dem Schwedenborg-Raum zufl\u00fcstern, in dem ein Organist apathisch auf sein Instrument einwirkt. \u201eI\u2019ll Be The Rest\u201c ist eine Heimsuchung vor durchgedrehter Sirene. \u201eFuilia\u201c dreht das Mittelwelle-Radio kreischend \u00fcber den empfangbaren Bereich hinaus und simuliert dazu Einw\u00e4hlger\u00e4usche eines 56k-Modems und Vitalit\u00e4tsmesst\u00f6ne aus der Intensivstation. Mit einiger Freude kann man hier wieder einen Rhythmus heraush\u00f6ren. Das finale \u201eHarsha\u201c ist ein Industrial-Track mit chillig-trippigem Tempo und abermals schrillen Soundcsapes.<br><br>Man kann sehr gut h\u00f6ren, wie auf \u201eRbia Harsha Cinta\u201c die Umwelt zerst\u00f6rt wird \u2013 und wie sie sich zur Wehr setzt. Mit dieser Musik erg\u00e4nzt Dr. Aubry seinen eigenen Film zum Thema, \u201eAtlantic Ragagar\u201c aus dem Jahr 2022, dem er auch die Sprachsamples entnahm, eingesprochen von Imane Zoubai. Das Album f\u00fchrte der Multik\u00fcnstler zuvor bereits als Live-Improvisations-Show auf, dann auch mal als \u201eR\u2019bia Sinta Harsha\u201c oder anderen Abwandlungen; Staalplaat in Amsterdam war ein wie die Faust aufs Auge passender Spielort. Seine Aktivit\u00e4ten unter seinem Klarnamen sowie als Anti Taupe oder in Bands wie The Same Girl oder eben Monno sind kaum sammelbar. Ganz zu schweigen von seinen weiteren Projekten in Wissenschaft und Kunst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.06.2024) Schade, dass es Monno nicht mehr gibt, aber gut zu wissen, dass die Einzelteile noch aktiv sind: Der von Berlin aus arbeitende Schweizer Gilles Aubry beispielsweise legt sich mit Yrlng (oder auch YRLNG) ein neues Alias &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yrlng-rbia-harsha-cinta-antibody-2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-6398","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6398"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6398\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6400,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6398\/revisions\/6400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}