{"id":6305,"date":"2024-04-29T12:01:11","date_gmt":"2024-04-29T10:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6305"},"modified":"2024-04-29T12:01:11","modified_gmt":"2024-04-29T10:01:11","slug":"neil-the-horse-fuin-up-reprise-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/neil-the-horse-fuin-up-reprise-records-2024\/","title":{"rendered":"Neil &amp; The Horse \u2013 Fu##in\u2019 Up \u2013 Reprise Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Neil-The-Horse-Fuckin-Up.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Neil-The-Horse-Fuckin-Up.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6306\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (29.04.2024)<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4h? Nicht irgendein Horse, sondern \u201eThe\u201c Horse? Und nicht mal mehr verr\u00fcckt, das Pferd? Ein Blick in die Besetzungsliste schafft Klarheit: Neil &amp; The Horse sind Neil Young, die verbliebenen Crazy-Horse-Mitglieder Billy Talbot und Ralph Molina, Nils Lofgren (der seit 2018 den ausgeschiedenen Frank \u201ePoncho\u201c Sampedro bei Crazy Horse ersetzt) und Micah Nelson von Promise Of The Real, die ebenfalls schon gemeinsam mit Young musiziert haben. Anstatt die Band also einfach \u201eMolina, Talbot, Lofgren, Nelson &amp; Young\u201c oder \u201eNils, Young, the Rest of Crazy Horse &amp; the Son of Willie Nelson\u201c zu nennen, w\u00e4hlte man \u201eNeil &amp; The Horse\u201c.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bereits aufgrund des Albumtitels \u201eFu##in\u2019 Up\u201c ist mir beim Betrachten des Cover-Artwork nicht aufgefallen, dass hinter dem \u201eNeil\u201c kein \u201eYoung\u201c steht, handelt es sich doch beim titelgebenden Song um einen der Hits aus Neil Young &amp; Crazy Horses 1990er Album \u201eRagged Glory\u201c. Mir, der sich Youngs Alben zu Beginn der 1990er Jahre, nachdem mich mein Schulfreund Andreas P. mit \u201eHarvest\u201c konfrontierte und ich darob zum Neil-Young-Fan wurde, so nach und nach bis \u201eHarvest Moon\u201c zusammengesammelt hatte und dann immer jeweils beim Erscheinen das neueste Album erstand, war \u201eRagged Glory\u201c nach den 1970er-\u00dcberalben wie \u201eRust Never Sleeps\u201c oder \u201eAfter The Gold Rush\u201c immer das liebste Young-Album. Bis auf das in meinen Augen gut gemeinte, aber \u00fcberfl\u00fcssige, weil weinerliche \u201eMother Earth (Natural Anthem)\u201c enthielt das Album nur mit Gitarren-Feedback angef\u00fcllte Rocksongs, die schwer und melodiegeladen \u00fcber die wie immer betrunkenen H\u00f6renden hinwegrollten wie ein 30-Tonnen-LKW im Regen, dessen Fahrer auf dem Weg zum Bahnhof noch eben seine Mutter aus dem Gef\u00e4ngnis abholt. Also kein Folk, nirgends, nur jaulende Gitarren, stampfenden und groovenden Beats und einen w\u00fctend klingenden Young, der wahlweise \u00fcber sein Country Home lobhudelt, weil es ihm Seelenfrieden gibt, eine Villa auf dem H\u00fcgel mit vortrefflicher psychedelischer Musik besingt oder John, den Bauern, anschreit, dass er unsterblich verliebt in dessen Tochter sei, weil diese so sch\u00f6n wackele beim Gehen. Alles Themen, die l\u00e4ngst mal ausgiebig besungen werden mussten. Danach hat Young auf dem zweifelsohne gro\u00dfartigen und wichtigen \u201eHarvest Moon\u201c wieder zur\u00fcck zum Folk gefunden, zusammen mit Pearl Jam auf \u201eMirror Ball\u201c seinen Status als Pate des Grunge gefestigt und zahllose gute, aber sich bei mir nicht mehr so ins Langzeitged\u00e4chtnis einbrennende Alben wie \u201eSleeps With Angels\u201c, \u201eGreendale\u201c oder \u201eLiving With War\u201c ver\u00f6ffentlicht, und dazu gef\u00fchlt 100.000 qualitativ hochwertige alte Liveaufnahmen aus seinem nicht enden wollenden Archiv, was neben dem Umstand, dass ich erstmal \u00fcber 30 Jahre alt werden musste, um \u201eHarvest Moon\u201c und \u201eMirror Ball\u201c sch\u00e4tzen zu lernen, dazu beitrug, dass das besagte \u201eRagged Glory\u201c das letzte Young-Album war, das mich so richtig umgehauen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Und genau dieses Teil \u2013 hihi, schlauerweise ohne \u201eMother Earth\u201c \u2013 hat der Meister nun live eingespielt, und zwar nicht irgendwo vor 30 Jahren und jetzt aus dem Ohrschief, wie mein Chef immer sagt, gezogen, sondern letztes Jahr (2023!) im November in Toronto, Kanada.<\/p>\n\n\n\n<p>Youngs Stimme und Youngs Gitarre klingen immer noch so gro\u00dfartig wie 1990, Lofgren und Nelson f\u00fcgen sich nahtlos ins damalige Line-up ein, die Songs sind lang (waren sie damals schon, aber als Live-Version eben noch l\u00e4nger) und ausufernd, ohne auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu langweilen, und sie tragen teilweise putzige, neue Titel, die aus den jeweiligen Texten entnommen wurden. So wird beispielsweise \u201eCountry Home\u201c zu \u201eCity Life\u201c oder \u201eLove To Burn\u201c zu \u201eValley Of Hearts\u201c. Ein \u00fcberfl\u00fcssiger, aber charmanter Einfall, wie ich finde.<\/p>\n\n\n\n<p>Songs von \u201eRagged Glory\u201c waren bereits auf den Live-Alben \u201eWeld\u201c (1991) und \u201eWay Down In The Rust Bucket\u201c (2021) enthalten, die beide w\u00e4hrend der 1990er Ragged-Glory-Tour aufgenommen wurden, sowie auf \u201eEarth\u201c, zusammen mit Promise Of The Real, diesmal 2015 eingespielt. Die aktuellen Versionen aus dem vergangenen Jahr sind deutlich n\u00e4her an den 1990er Aufnahmen dran und das ist alles andere als ein geschichtsduseliger Abklatsch von sich selbst, sondern der mehr als gelungene Versuch, die Energie und das brillante Songwriting von vor \u00fcber 30 Jahren absolut perfekt in die Neuzeit zu \u00fcbertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (29.04.2024) W\u00e4h? 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