{"id":6207,"date":"2024-03-17T22:40:20","date_gmt":"2024-03-17T21:40:20","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6207"},"modified":"2024-03-17T22:40:20","modified_gmt":"2024-03-17T21:40:20","slug":"klez-e-erregung-windig-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/klez-e-erregung-windig-2024\/","title":{"rendered":"Klez.e \u2013 Erregung &#8211; Windig 2024"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6208\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e.jpg 800w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e-300x300.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e-150x150.jpg 150w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Klez.e-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (17.03.2024)<\/p>\n\n\n\n<p>Von Klez.e las ich zuf\u00e4llig und besch\u00e4ftigte mich dann zuerst, bevor ich mir die ersten drei Alben vorhahm, mit deren 2017er Werk \u201eDesintegration\u201c. Ja genau, so wie \u201eDisintegration\u201c, nur in deutscher Schreibweise. Und irgendwie wie \u201eDisintegration\u201c von The Cure h\u00f6rt sich die Musik von Klez.e seit 2017 auch an, sogar der Gesang. Und das ganze mit guten Texten in deutscher Sprache und diesem halb mit heller Stimme gemurmelten und halb wie getrieben vor sich hin geklagten Gesang eines mittelalten Robert Smith (der war damals um die 30 und aus Sicht meines damals 14j\u00e4hrigen Ichs schon eine Ewigkeit im Gesch\u00e4ft). Diesen Cure-Sound vom Ende der spannendsten Zeit dieser Band, 1989, habe Klez.e auch auf \u201eErregung&#8220; beibehalten, und auch hier klingen die Texte wieder r\u00e4tselhaft, d\u00fcster und ziemlich sch\u00f6n. Nicht wie Lyrik, sondern eher wie im Vorbeilaufen beobachtet und dann mal hingesungen. So sehr curistisch haben sich Klez.e nicht immer angeh\u00f6rt, die ersten drei Alben waren melancholischer Indiepoprock, etwas elektronischer als heute und auch irgendwie eigenst\u00e4ndiger, dennoch kann ich mich erst durch die beiden letzten Alben so richtig f\u00fcr Klez.e begeistern.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>W\u00e4h? Ich finde die Band erst als Coverband richtig gut, bin ich jetzt bescheuert? Mal abgesehen davon, dass Ihnen, liebe Lesende, die Antwort auf die letzte Frage komplett egal sein d\u00fcrfte: Nein, bin ich nicht. Glaube ich. \u201eDesintegration\u201c und \u201eErregung\u201c entpuppen sich n\u00e4mlich beim genaueren Hinh\u00f6ren nicht als Kopie von The Cure Anno 1989, sondern als Reminiszenz an The Cure aus der aus meiner Sicht allerbesten Epoche der Band (1980 \u2013 &#8222;Seventeen Seconds&#8220;, 1981 \u2013 &#8222;Faith&#8220;, 1982 \u2013 &#8222;Pornography&#8220;) im Sound von \u201eDisintegration\u201c. Das ist jetzt immer noch nichts Eigenes, aber sowas hat noch niemand gemacht, au\u00dfer vielleicht The Cure selbst auf ihren Livealben, die den alten Songs auch immer den jeweils aktuellen Bandsound \u00fcberst\u00fclpen, was immer gro\u00dfartig ist. Und gro\u00dfartig finde ich das hier auch, was S\u00e4nger und Gitarrist (hihi, auch hier wieder die Cure-Parallele) Tobias Siebert, Bassist und Keyboarder Daniel Moheit und Schlagzeuger Filip Pampuch machen. Aus den gr\u00f6\u00dften Momenten der gr\u00f6\u00dften Gothic-Band aller Zeiten etwas wundersch\u00f6nes Neues mit r\u00e4tselhaften deutschen Texten zu basteln, die immer toll klingen und bei denen man sich auf viele Zeilen, die man gerade mal zuf\u00e4llig heraush\u00f6rt, einen eigenen Reim machen kann. \u201eIch will nur Dich an zerissenen Litfasss\u00e4ulen\u201c (\u201eMr. Dead and Mrs. Free\u201c) beispielsweise klingt leicht schmuddelig, aber auch irgendwie wieder sch\u00f6n. H\u00f6ren Sie selber mal rein: Die Welt bekommt man \u2013 zum Gl\u00fcck \u2013 nie erkl\u00e4rt, es klingt nie weltbewegend und vor allem nie peinlich. Ist ja bei deutschen Texten immer so die Gratwanderung. Ein konkretes Lieblingslied auf dem Album habe ich nicht, und so schlie\u00dft sich auch hier wieder der Kreis zu The Cure: W\u00e4hrend f\u00fcr mich auf \u201eSeventeen Seconds\u201c und \u201eFaith\u201c noch einzelne Songs herausstachen, habe ich \u201ePornography\u201c und \u201eDisintegration\u201c sozusagen als einen einzigen, langen Song wahrgenommen, und so geht es mir auch hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin gespannt, ob der Ausflug in die Cure-Gefilde mit dem n\u00e4chsten Album weitergeht, oder ob dann was Anderes kommt. Und wenn ja, was dann kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (17.03.2024) Von Klez.e las ich zuf\u00e4llig und besch\u00e4ftigte mich dann zuerst, bevor ich mir die ersten drei Alben vorhahm, mit deren 2017er Werk \u201eDesintegration\u201c. Ja genau, so wie \u201eDisintegration\u201c, nur in deutscher Schreibweise. 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