{"id":6041,"date":"2024-02-06T21:58:11","date_gmt":"2024-02-06T20:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6041"},"modified":"2024-02-06T21:58:11","modified_gmt":"2024-02-06T20:58:11","slug":"steel-pole-bath-tub-the-skull-tapes-spbt-no-coast-1987-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/steel-pole-bath-tub-the-skull-tapes-spbt-no-coast-1987-2023\/","title":{"rendered":"Steel Pole Bath Tub \u2013 The Skull Tapes \u2013 SPBT\/No Coast 1987\/2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Steel-Pole-Bath-Tub-The-Skull-Tapes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"114\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Steel-Pole-Bath-Tub-The-Skull-Tapes.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6042\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (06.02.2024)<br><br>Kaum erheben sich die Noiserockhelden Steel Pole Bath Tub nach rund 20 Jahren Pause wieder von ihren Sofas, erinnern sie sich an kurz nach wie es damals begann, 1987, als Dale Allan Flattum, Mike Morasky und Dorothy Kent alias Darren K. Mor-X alias Darren Kent Morey ihre zweiten Demos als \u201eWe Own Drrrills\u201c auf Kassette herausbrachten, und schicken diese f\u00fcnf Songs nun \u00fcberarbeitet als vielfach divers gef\u00e4rbte 12\u201c mit Original-Artwork von Flattum alias Tooth zur\u00fcck ins Weltgeschehen. Der Sound ist sowas von vertraut, man f\u00fchlt sich sofort zu Hause: schr\u00e4ge Gitarren, ungenaue Melodien, Gequatsche aus dem Fernseher, mitrei\u00dfende Rockmusik zwischen Space, Psychedelic, Surf und dem, was dereinst sowohl den Indierock als auch den Grunge zutiefst beeinflussen sollte. Jetzt fehlt noch das allererste Demo aus dem Vorjahr und eine Compilation mit allen 7\u201ces und Rarit\u00e4ten!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die A-Seite nimmt komplett das zehnmin\u00fctige \u201eKung Fu Love\u201c ein, das im getragenen Midtempo und zu gebrochenem Beat die Gitarren wimmern l\u00e4sst. Die klassische Rockmusik findet hier in der Komposition keinerlei Anwendung, lediglich den Rhythmus kennt man aus dem Radio. Daf\u00fcr h\u00e4lt das Trio den Ritt eben zehn Minuten lang durch. Der Rhythmus ist auch \u00fcber die Karrierezeit der Band das einzige Gerade, alles andere ist angeschr\u00e4gt, ungenau, von durchgeknallten und verfremdeten Effekten torpediert, und egal, ob es die Gitarre oder der Gesang ist, fortw\u00e4hrend konterkariert das Trio das Gew\u00f6hnliche und erreicht das Unerwartete, n\u00e4mlich mit so einer Vorgehensweise trotzdem begnadet gute Musik zu generieren. Daher merkt man dem Opener die zehn Minuten L\u00e4nge auch kein Bisschen an.<br><br>Die B-Seite legt mit \u201eHat Can You Say\u201c erstmal an Tempo zu, von Punk kann hier dennoch keine Rede sein, allerh\u00f6chstens nach dem Ma\u00dfstab der MC5 oder der Stooges: hochenergetischer L\u00e4rm mit einem agilen Schlagzeug. \u201ePlate, Glass\u201c geht bei gleichem Tempo direkt daraus hervor und unterscheidet sich marginal in der h\u00fcbschen Refrainmelodie, die selbstredend schr\u00e4g gesungen ist. \u201eStories\u201c hat einen munteren Twang und einen einnehmenden Refrain. Der abschlie\u00dfende \u201eRain Song\u201c geht halbwegs melancholisch nach vorn.<br><br>Der eigentliche Auftakt f\u00fcr Steel Pole Bath Tub erfolgte 1986 mit einem selbstbetitelten Demo-Tape, das es seitdem nicht wieder zur\u00fcck auf den Markt brachte. Verantwortlich daf\u00fcr, dass \u201eWe Own Drrrills\u201c jetzt als \u201eThe Skull Tapes\u201c so angenehm h\u00f6rbar auf Vinyl vorliegt, ist \u00fcbrigens Robert \u201eBob\u201c Weston, der als Shellac-Mitmusiker seine Studio-Skills bei seinem Bandkumpel Steve Albini verbesserte. \u00dcberdies ist dies nicht die einzige Wiederver\u00f6ffentlichung einer SPBT-Preziose: Das Label Alternative Tentacles bringt demn\u00e4chst die Single \u201eMeathook Up My Rectum\u201c neu heraus, die von Tumor Circus, dem gemeinsamen Projekt mit Jello Biafra und der australischen Punkband Grong Gong.<br><br>Von Steel Pole Bath Tub gab es zwischen 1989 (\u201eButterfly Love\u201c) und 2002 (\u201eUnlistenable\u201c) sechs Alben, die \u201eLurch\u201c-EP mitgez\u00e4hlt sogar sieben. Die Zahl der Singles, Sampler-Beitr\u00e4ge und Split-Ver\u00f6ffentlichungen hingegen ist nahezu unz\u00e4hlbar, da w\u00e4re eine Zusammenstellung ein feiner Zug, am besten kombiniert mit der Neuauflage der ersten Demos. Und das VHS-Tape \u201eFruits aux sept liqueurs\u201c d\u00fcrfte es auch gern als DVD geben. Ganz abgesehen von den diversen Nebenschaupl\u00e4tzen wie Milk Cult, The Nein, Novex, The Hand, Mr. Epp &amp; The Calculations, Dosed Skipper Blues Implosion, Lapses In Grammar Afforded To Avoid Sexism, Duh oder ganz aktuell Star Stunted. Inzwischen ist die Band auch wieder live unterwegs \u2013 noch unbemerkt von Wikipedia, dort steht noch \u201ewas an American rock band\u201c. No, it is again!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (06.02.2024) Kaum erheben sich die Noiserockhelden Steel Pole Bath Tub nach rund 20 Jahren Pause wieder von ihren Sofas, erinnern sie sich an kurz nach wie es damals begann, 1987, als Dale Allan Flattum, Mike Morasky und &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/steel-pole-bath-tub-the-skull-tapes-spbt-no-coast-1987-2023\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9,23,16],"tags":[],"class_list":["post-6041","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-9","category-klassiker-rereleases","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6041"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6043,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6041\/revisions\/6043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}