{"id":6024,"date":"2024-01-30T22:52:08","date_gmt":"2024-01-30T21:52:08","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6024"},"modified":"2024-01-30T22:52:08","modified_gmt":"2024-01-30T21:52:08","slug":"reflecting-the-light-reflecting-the-light-adz-bitume-prods-2019-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/reflecting-the-light-reflecting-the-light-adz-bitume-prods-2019-2024\/","title":{"rendered":"Reflecting The Light \u2013 Reflecting The Light \u2013 Adz\/Bitume Prods 2019\/2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Reflecting-The-Light-Reflecting-The-Light.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Reflecting-The-Light-Reflecting-The-Light.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6025\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (30.01.2024)<br><br>Nach und nach bringt das Label Bitume Prods die ganzen bislang lediglich online verf\u00fcgbaren Alben von Julien J. Neuville alias Adunakhor Z. alias Adz heraus. Seine Projekte Kaamosmasennus und Salaman Isku liegen bereits auf CD vor, jetzt schlie\u00dft sich Reflecting The Light an: Wie gewohnt im Alleingang spielte der Franzose ein instrumentales Album aus Post Rock und Post Black Metal mit Opulenz und Pathos ein, das mehr auf gro\u00dfe Gesten setzt als auf Trveness und auf dem er die gar nicht so dunkle Atmosph\u00e4re mit Synthies dick unterstreicht. Man sieht nordische Heroen die Schwerter in den von Nordlichtern durchzogenen Nachthimmel recken und versp\u00fcrt den unterschwelligen Wunsch, sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Nach \u201eReflecting The Light\u201c darf also davon ausgegangen werden, dass sich Bitume in absehbarer Zeit auch Neuvilles weiteren Projekten .eterniteduchaos. und Thy Apocalypse zuwenden wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Beachtlich, wie diese Opulenz aus nur einer Person herausflie\u00dft. Zun\u00e4chst startet Neuville noch synthetisch mit einer Ambientfl\u00e4che, in die er bed\u00e4chtig das Metal-Instrumentarium eindringen l\u00e4sst. Synthies und Gitarren bilden eine himmelsst\u00fcrmende Einheit, in der gro\u00dfe Gef\u00fchle mitschwingen, Sehnsucht, Wehmut, Siegesgewissheit, Dringlichkeit. Man f\u00fchlt sich wie in einem von Hans Zimmer unterstrichenen Film, nur dass man es hier mit Metal zu tun hat, denn Neuville entlockt seinen Saiteninstrumenten auch Riffs, die er rhythmisch zu Rockst\u00fccken ausbaut und sie mit der Opulenz wahlweise kombiniert oder abwechselt. So richtige Black-Metal-Ausbr\u00fcche mit Blastbeats bekommt man hier nicht oder nur selten, im zweiten Track \u2013 die f\u00fcnf St\u00fccke sind r\u00f6misch beziffert, \u00e4hnlich verfuhr der Musiker bereits auf dem dritten Album \u201eFragment Troisi\u00e8me\u201c von Thy Apocalypse, dort mit sieben Tracks \u2013 brettert Neuville nach der Mitte erstmals kurz los, um dann wieder in den h\u00f6chsten H\u00f6hen zu tirilieren.<br><br>Der Spagat aus Metal und einer undefinierten Art von Pop \u2013 Neuville spielt keine Melodien, sondern Fl\u00e4chen \u2013 funktioniert hier \u00fcberraschend gut. Anders: Es \u00fcberrascht beim H\u00f6ren, dass man dieses Paradoxon zwar wahrnimmt, dass einem das Ergebnis aber doch gef\u00e4llt. Das im Geiste erscheinende Wort \u201eKitsch\u201c wischt die Seele rigoros vom Tisch. Neuville schl\u00e4gt beim H\u00f6ren etwas an, auf das man wie Pawlows Hund mit dem Wunsch nach mehr reagiert. Auf \u201eReflecting The Light\u201c generiert Neuville eine angenehme Atmosph\u00e4re, selbst in der h\u00f6rbaren Nachtschw\u00e4rze ist die Musik von Licht und W\u00e4rme durchzogen. Im Verlauf neigt Neuville seinen Black Metal zusehends in Richtung Post Rock, indem er die hoch gespielte Gitarre nicht mehr als Fl\u00e4che einsetzt, sondern im f\u00fcr das Genre typischen Flirren, er die T\u00f6ne also schnell, aber wahrnehmbar bis ins Unendliche Wiederholt. Und hinter allem thront das Keyboard, das an anderer Stelle sogar die Oberhand gewinnt und aus allem kurzzeitig reinen Ambient macht.<br><br>Und als man gerade denkt, dass man nach IV St\u00fccken dieser Bauart von diesem Pathos doch etwas genug hat, \u00e4ndert Neuville f\u00fcr den Abschlusstrack die Richtung. \u201eV\u201c groovt bei vergleichbarer Spielart geerdeter, mehr auf dem Boden als die Tracks davor. In Grundz\u00fcgen k\u00f6nnte es auch von den sp\u00e4teren Fields Of The Nephilim sein, auf \u201eMourning Sun\u201c h\u00e4tte es gut gepasst. Wie auch die anderen Alben von Neuville ist \u201eReflecting The Light\u201c jede Aufmerksamkeit wert, die es durch die CD-Ver\u00f6ffentlichung erf\u00e4hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (30.01.2024) Nach und nach bringt das Label Bitume Prods die ganzen bislang lediglich online verf\u00fcgbaren Alben von Julien J. Neuville alias Adunakhor Z. alias Adz heraus. 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