{"id":600,"date":"2013-10-04T17:23:31","date_gmt":"2013-10-04T15:23:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=600"},"modified":"2013-10-04T17:23:31","modified_gmt":"2013-10-04T15:23:31","slug":"devin-townsend-the-retinal-circus-insideoutuniversal-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-the-retinal-circus-insideoutuniversal-2013\/","title":{"rendered":"Devin Townsend \u2013 The Retinal Circus \u2013 InsideOut\/Universal 2013"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-601\" title=\"Devin Townsend - The Retinal Circus CD\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Devin-Townsend-The-Retinal-Circus-CD.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-602\" title=\"Devin Townsend - The Retinal Circus Box\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Devin-Townsend-The-Retinal-Circus-Box.jpg\" alt=\"\" width=\"70\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-603\" title=\"Devin Townsend - The Retinal Circus Buch-Box\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Devin-Townsend-The-Retinal-Circus-Buch-Box.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (04.10.2013)<\/p>\n<p>Whoa, gigantisch! Vom ersten Ton an bl\u00e4st einen dieser Konzertmitschnitt in den Sitz. So also kann Heavy Metal klingen, so vielf\u00e4ltig und gutgelaunt wie bei Devin Townsend. Der feierte 2012 sein 20-j\u00e4hriges B\u00fchnengebaren in London mit einer Best-Of-Setlist und einer zirkusreifen Artistikshow. Das Ganze f\u00fcgt der Maestro in eine Story ein, die zweieinhalb Stunden dauert und nicht f\u00fcr eine Sekunde langweilt. Das ist gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliches Kino.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Seinen ersten wahrnehmbaren Auftritt hatte Devin 1993 als S\u00e4nger auf dem Album \u201eSex And Religion\u201c seines Gitarrenlehrers Steve Vai. Erst 1995 ver\u00f6ffentlichte er das erste Album mit seiner Band Strapping Young Lad, \u201eHeavy As A Really Heavy Thing\u201c, und 1997 das begnadete erste Solo-Album \u201eOcean Machine: Biomech\u201c. SYL sind mittlerweile Geschichte, stattdessen performt der j\u00fcngstens von seiner manischen Depression Genesene heute unter dem Banner Devin Townsend Project.<\/p>\n<p>Den ersten Auftritt bei \u201eThe Retinal Circus\u201c hat wiederum Steve Vai, von einer Videoleinwand herunter. Vai gibt den Kommentator und Erz\u00e4hler, der den Traum der B\u00fchnenfigur Harold erl\u00e4utert und so die dargebotenen Songs in einen Rahmen bettet, und zitiert dabei auch an einer Stelle den Titel \u201eSex And Religion\u201c. Die Geschichten \u2013 und damit die Songs \u2013 handeln von allem, was das Leben so ausmacht: Menschwerdung, Krieg, Religion, Drogenabh\u00e4ngigkeit, Liebe, Fortpflanzung, Familie, Tod, Erl\u00f6sung. Und Aliens.<\/p>\n<p>Den Best-Of-Reigen er\u00f6ffnet \u201eEffervescent\/True North\u201c vom j\u00fcngsten Album \u201eEpicloud\u201c, das sehr gospellastig war, und entsprechend singt hier \u2013 ein Gospelchor. Metal mit Gospel! Die Chors\u00e4nger mutieren hernach zu Schweinen, Affen, Soldaten, Artisten und und und. In der ersten H\u00e4lfte des Gigs wuselt immerzu irgendwer um die Musiker herum, in der zweiten H\u00e4lfte reduziert der Meister die Opulenz ein wenig. Musikalisch ist fast alles vertreten, was Devin so macht, bis auf seine Ambient-Sachen: Es gibt den j\u00fcngeren glatten Metal-Pop, den vertrackten progressiven Metal der Nullerjahre, das Brett von Strapping Young Lad und die empfindsame Akustikgitarrenballade. Neben der j\u00fcngsten Project-Besetzung aus Dave Young, Brian Waddell und Ryan van Poederooyen erg\u00e4nzen Anneke van Giersbergen, Jed Simon und einmal \u2013 bei \u201ePlanet Smasher\u201c \u2013 Dom Lawson die Reihe der Musiker. Das Publikum feiert insbesondere den alten SYL-Kollegen Jed Simon, aber eigentlicher Star ist Anneke van Giersbergen, die nie zuvor (The Gathering) und auch nicht aktuell (solo) jemals so bedeutsdam sang wie stets und auch hier an Devins Seite. Sie veredelt auch St\u00fccke, die in den Ur-Versionen ohne ihren Gesang aufgenommen waren, fehlt aber leider bei der Akustik-Version von \u201eHyperdrive\u201c.<\/p>\n<p>Kuriose Feststellung: Mit Chor, Frauenstimme und Devins Dauergrinsen erweckt der Gig stark den Anschein einer Schlagerparade. Dabei ist die Musik \u00fcberwiegend so bretthart, wie es nur geht. Es macht Spa\u00df, den Leuten dabei zuzusehen, dass H\u00e4rte nicht unbedingt mit der handels\u00fcblichen Show und Maskerade verbunden sein muss. Man kann auch gutgelaunt zu komplexem Metal die Matte sch\u00fctteln, und das tut das Publikum auch. Wenn es nicht mit Ziltoid-Handpuppen spielt. Auf jeden Fall feiern alle zusammen eine riesige Party, auf wie vor der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Einzig von der Traumshow sieht man vergleichsweise wenig, der Fokus liegt sehr auf der Band. Aber man bekommt genug Eindruck davon, was sich Devin mal wieder hat einfallen lassen, inklusive Riesen-Geschlechtsteilen und Baby-Ziltoid. Irre, absolut. Kann er das jemals toppen? M\u00f6glicherweise, denn f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr plant Devin ein Dark-Country-Album. Kann was werden.<\/p>\n<p>Der Sammler ist bei \u201eThe Retinal Circus\u201c stark gefordert. Er kann w\u00e4hlen, ob er nur die Doppel-CD (sinnlos), nur die Doppel-DVD oder nur die BluRay haben will. Oder ob er das Paket mit allen f\u00fcnf Disks haben m\u00f6chte. Oder ob er die LP-gro\u00dfe Box mit allen f\u00fcnf Disks, einem Buch, einen Pop-Up-B\u00fchnenbild, einem Druck und diversen weiteren Beigaben neben die \u201eBy A Thread\u201c- und die \u201eContain Us\u201c-Boxen stellen will.<\/p>\n<p>Die Tracklists von CD und DVD (auf der BluRay geht das Konzert durch):<\/p>\n<p>1. Effervescent!\/True North (von Epicloud)<br \/>\n2. Lucky Animals (Epicloud)<br \/>\n3. Planet Of The Apes (Deconstruction)<br \/>\n4. Truth (Infinity)<br \/>\n5. War (Infinity)<br \/>\n6. Soul Driven (Infinity)<br \/>\n7. Planet Smasher (Ziltoid The Omniscient)<br \/>\n8. Babysong (Synchestra)<br \/>\n9. Vampolka (Synchestra)<br \/>\n10. Vampira (Synchestra)<br \/>\n11. Addicted! (Addicted)<br \/>\n12. Color Your World (Ziltoid The Omniscient)<br \/>\n13. The Greys (Ziltoid The Omniscient)<\/p>\n<p>1. Hyperdrive (Ziltoid The Omniscient, Addicted)<br \/>\n2. Ih-Ah! (Addicted)<br \/>\n3. Where We Belong (Epicloud)<br \/>\n4. Detox (City)<br \/>\n5. Bend It Like Bender! (Addicted)<br \/>\n6. Life (Ocean Machine: Biomech)<br \/>\n7. Kingdom (Physicist)<br \/>\n8. Juular (Deconstruction)<br \/>\n9. Love? (Alien)<br \/>\n10. Colonial Boy (Infinity)<br \/>\n11. Grace (Epicloud)<br \/>\n12. Little Pig (Epiclouder)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.10.2013) Whoa, gigantisch! Vom ersten Ton an bl\u00e4st einen dieser Konzertmitschnitt in den Sitz. So also kann Heavy Metal klingen, so vielf\u00e4ltig und gutgelaunt wie bei Devin Townsend. 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