{"id":5987,"date":"2024-01-17T21:11:34","date_gmt":"2024-01-17T20:11:34","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5987"},"modified":"2024-01-17T21:11:34","modified_gmt":"2024-01-17T20:11:34","slug":"yannick-franck-raum-the-belgian-wave-antibody-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yannick-franck-raum-the-belgian-wave-antibody-2024\/","title":{"rendered":"Yannick Franck\/RAUM \u2013 The Belgian Wave \u2013 Antibody 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Yannick-Franck-RAUM-The-Belgian-Wave.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Yannick-Franck-RAUM-The-Belgian-Wave.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5988\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (15.01.2024)<br><br>Beim Titel \u201eThe Belgian Wave\u201c denkt man als EBM-, Industrial-, New-Beat- und Electro-H\u00f6rer nat\u00fcrlich sofort an den n\u00e4mlichen Sound der Achtziger und Neunziger, als aus dem genannten Land haufenweise Musizierende ihre hochspannenden Experimente verbreiteten. In diesem Falle dreht es sich allerdings um eine andere Belgische Welle, n\u00e4mlich jene geh\u00e4ufter UFO-Sichtungen, die zuf\u00e4llig in den obigen Zeitraum fielen. Wenn jetzt also mit Yannick Franck ein Musiker aus Belgien, der \u2013 unter anderem als MT Gemini \u2013 in jenen Genres aktiv ist, den Soundtrack zu einem trippigen UFO-Film mit dem Titel \u201eThe Belgian Wave\u201c erstellt, darf man davon ausgehen, dass er auch die musikalische Welle ber\u00fccksichtigt. So ist es auch, sein Soundtrack bedient die Fans der alten Genres, aber auf heutigem technischen und k\u00fcnstlerischem Niveau, und bettet sie in einen dunklen extraterrestrischen Ambient-Score ein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Diesen Score kann man genie\u00dfen, ohne den Film dazu zu kennen, da er auch ohne die Kenntnis darum, dass es sich \u00fcberhaupt um einen Soundtrack handelt, musikalisch funktioniert. Einerseits gibt es k\u00f6rperbetonten EBM wie in \u201eEn Route\u201c oder in \u201eFuture Unsolved\u201c, das man wohl genau deshalb abschlie\u00dfend abermals als \u201eInstrumental\u201c zu h\u00f6ren bekommt, andererseits auch Industrial-Sounds wie im Opener \u201eThe Belgian Wave \u2013 Title Sequence\u201c und rhythmische Soundscapes wie in \u201eCompound\u201c sowie alles umflie\u00dfend berauschenden Dark Ambient wie in \u201eHazy Light\u201c. Muss, ja, weil Atmo f\u00fcr den Film, aber es gibt ganze Platten voll mit Mucke dieser Art, die dies auch ohne Film anbieten, und ebenso gut funktioniert auch \u201eThe Belgian Wave\u201c. Das macht er gut, der Franck, und bedient zudem nicht einfach die EBM- und Industrial-Fans mit typischen analog-elektronischen Retro-Sounds; vielmehr zitiert er Charakteristika der bekannten Genres und erstellt aus ihnen etwas Eigenes, das sich ideal in diesen dunklen Soundtrack f\u00fcgt. Bis hin zu \u2013 nun: \u201eCorine\u2019s Doomsday\u201c klingt wie elektronisch erstellter Black Metal.<br><br>An Aliens indes denkt man gar nicht so oft, wenn man \u201eThe Belgian Wave\u201c h\u00f6rt. Was erwartet man denn \u00fcberhaupt, Pew-Pew-Sounds, Laserbeams, UFO-Startger\u00e4usche, Computereffekte? Bekommt man alles nicht, und das ist richtig so, nur in \u201eQuasar\u2019s Lair\u201c pewt es mal kurz. Franck ist nicht plakativ, in keiner Hinsicht ist er das, denn seine Electro-Mucke w\u00fcrde dem gew\u00f6hnlichen EBM-H\u00f6rer vermutlich gar nicht gefallen, weil sie nicht gef\u00e4llig genug ist. Da muss man sich schon drauf einlassen. Auch auf Francks andere Projekte, von denen der Br\u00fcsseler unz\u00e4hlige betreibt, wie MT Gemini, Outlaw Compound, Orphan Swords, Y.E.R.M.O., Idiosyncrasia oder Figure Section.<br><br>Der Film dazu muss eine Art \u201eFear And Loathing In Petit-Rechain\u201c sein, ein kunterbunter Neontrip mit durchgeknallten Protagonisten und Geschehnissen, der als Mockumentary beginnt, mit Found Footage und echten TV-Ausschnitten. Regisseur J\u00e9r\u00f4me Vandewattyne erdenkt die Geschichte um den Journalisten Marc Vaerenbergh, der auf dem H\u00f6hepunkt der Belgischen UFO-Welle, die sich tats\u00e4chlich zwischen 1989 und 1991 ereignete und die r\u00fcckblickend als psychologisches Massenph\u00e4nomen ausgelegt wird, bei der Recherche mitsamt Kameramann verschwand. 30 Jahre sp\u00e4ter entdecken die Vloggerin Karen und der Designer Elzo \u2013 offenbar an den real existenten Grafiker Elzo Durt angelehnt \u2013, der Patensohn des Verschwundenen, sein Tagebuch und begeben sich auf die Suche nach ihm, die drogeninduziert im Ecuadorianischen Dschungel und beim Genuss bewusstseinserweiternder Natursubstanzen endet. So, wie sich das alles liest, will man den Film unbedingt gucken. Der Soundtrack dazu ist zumindest schon mal ein Genuss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.01.2024) Beim Titel \u201eThe Belgian Wave\u201c denkt man als EBM-, Industrial-, New-Beat- und Electro-H\u00f6rer nat\u00fcrlich sofort an den n\u00e4mlichen Sound der Achtziger und Neunziger, als aus dem genannten Land haufenweise Musizierende ihre hochspannenden Experimente verbreiteten. 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