{"id":594,"date":"2013-10-02T11:37:12","date_gmt":"2013-10-02T09:37:12","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=594"},"modified":"2013-10-02T11:39:02","modified_gmt":"2013-10-02T09:39:02","slug":"moby-innocents-embassy-of-musicwarner-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/moby-innocents-embassy-of-musicwarner-2013\/","title":{"rendered":"Moby \u2013 Innocents \u2013 Embassy Of Music\/Warner 2013"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-595\" title=\"Moby - Innocents\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Moby-Innocents.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (02.10.2013)<\/p>\n<p>\u201ePlay\u201c it again, Dick: Seit 1999 hat Moby \u2013 mit Ausnahme des Albums \u201eLast Night\u201c \u2013 nur zwei Tracks ver\u00f6ffentlicht. Einer ist melancholischer Gospel-Pop, der andere Ambient. Letzteres hat er schon vorher gemacht, ersteres dient ihm seit 1999 zur Blaupause f\u00fcr erfolgheischende Selbstkopien. Der Unterschied ist, dass sein melancholischer Gospel-Pop inzwischen um alle Ecken und Kanten bereinigter weinerlicher Jammer-Pop und sein Ambient mit Wohlwollen als zeitlos, mit genauem Hinh\u00f6ren als redundant zu bezeichnen ist. Hey, der Mann startete seine musikalische Karriere bei den \u201eVatican Commandos\u201c als Punk! Immerhin, die Gasts\u00e4nger rei\u00dfen es auf \u201eInnocents\u201c ein bisschen heraus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber nur ein bisschen. Die Musik bleibt nervt\u00f6tend einf\u00e4ltig. Was noch auf dem damals innovativen \u201ePlay\u201c Gospel-Samples waren, sind jetzt eben echte Stimmen. Das kommt gut, w\u00e4re aber besser, wenn Moby die Hintergrundkomposition variabler gestaltet h\u00e4tte. Die Stimmen lenken nur vordergr\u00fcndig davon ab, dass Moby eigentlich musikalisch nichts mehr zu sagen hat. Unaufdringlich untermalen seine Wattesounds die Ges\u00e4nge von relativen Newcomern wie Cold Specks und Skylar Grey sowie alten Indie-Helden wie Mark Lanegan und Wayne Coyne. Das sind dann auch die ausdrucksst\u00e4rksten Songs auf dem Album. Dazu kommen eben Ambient-Tracks sowie Songs mit Mobys Stimme, die ja sympathisch ist, ebenso wie der ganze Kerl, aber nicht \u00fcber die angesprochenen Defizite hinwegt\u00e4uschen kann.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck mit Mark Lanegan, \u201eThe Lonely Night\u201c, ver\u00f6ffentlichte Moby vorab anl\u00e4sslich des j\u00fcngsten Record Store Days als 7\u201c. Elektro-Mucke mit Lanegan-Gesang, das erinnert automatisch an die Soulsavers, aber deren Tiefe erreicht Moby nicht. Auch sie machen Elektrogospel, aber besser, rauher, tiefer, authentischer. Da k\u00f6nnte er sich noch etwas abgucken, aber bitte nicht kopieren. Das immerhin unterl\u00e4sst Moby: blindlings angesagte Styles \u00fcbernehmen. Kein Dubstep!<\/p>\n<p>Ein bisschen uptempo bring Moby zwar auch unter, geht aber nie konkret auf die Tanzfl\u00e4che. Fr\u00fcher, als der Papst noch auf dem Baum geboxt hat, war Moby wilder. Die E-Gitarre geh\u00f6rte ganz selbstverst\u00e4ndlich in sein Sounduniversum, Punkrock passte zwischen Eurodance-Nummern und stimmungsvollen Ambient. Wenn Moby nicht bald wieder musikalisch herausfordert, war&#8217;s das mit dem Ernstnehmen. Das Album gibt es \u00fcbrigens auch als Doppel-CD mit einer halbst\u00fcndigen Bonus-EP, \u201eEveryone Is Gone\u201c. Das wundert nicht, man will nur abhauen, wenn man das Gewimmer h\u00f6rt. Der letzte musikalisch relevante Track von Moby war David Lynchs Remix von \u201eThe Poison Tree\u201c auf der \u201eDestroyed Remixed\u201c. Schade!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (02.10.2013) \u201ePlay\u201c it again, Dick: Seit 1999 hat Moby \u2013 mit Ausnahme des Albums \u201eLast Night\u201c \u2013 nur zwei Tracks ver\u00f6ffentlicht. Einer ist melancholischer Gospel-Pop, der andere Ambient. 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