{"id":5905,"date":"2024-01-08T18:16:02","date_gmt":"2024-01-08T17:16:02","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5905"},"modified":"2024-01-08T18:16:02","modified_gmt":"2024-01-08T17:16:02","slug":"the-cosmic-gospel-cosmic-songs-for-reptiles-in-love-bloody-sound-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-cosmic-gospel-cosmic-songs-for-reptiles-in-love-bloody-sound-2023\/","title":{"rendered":"The Cosmic Gospel \u2013 Cosmic Songs For Reptiles In Love \u2013 Bloody Sound 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/The-Cosmic-Gospel-Cosmic-Songs-For-Reptiles-In-Love.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/The-Cosmic-Gospel-Cosmic-Songs-For-Reptiles-In-Love.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5906\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (08.01.2024)<br><br>Psychedelische Popmusik mit Fuzz macht Gabriel Medina auf seinem halbst\u00fcndigen Solo-Deb\u00fct \u201eCosmic Songs For Reptiles In Love\u201c unter seinem Alias The Cosmic Gospel. Die Info verr\u00e4t, dass er aus Italien kommt und zuvor in anderen Bands spielte, aber selbst damit ist dem offenbar jungen Mann per Google nicht beizukommen. Bis auf den Korg spielte Medina auf seinem Album alle Instrumente selbst ein und sang dazu, wor\u00fcber man nur staunen kann, so gelungen sind diese acht Songs. Einzusortieren zwischen The Flaming Lips, Beck und Sechziger-Psychedelik.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bei Medina haben Saiteninstrumente h\u00e4ufig eine ordentliche Portion Fuzz auf den B\u00fcnden, sowohl der Bass als auch die Gitarre erzeugen gern mal schr\u00e4ge bis quietschige Sounds und Soli. Die Songs dazu gestaltet Medina grunds\u00e4tzlich mit ordentlich Popappeal, mal zur\u00fcckgenommen akustisch, mal nach vorn treibend tanzbar, und nicht selten in einer Harmonieseligkeit dargeboten, die man gut zwischen den Beatles und den Beach Boys verorten kann. Psychedelisch waren ja sie auch beide.<br><br>Der Sound dieser kunstvollen Musik hat streckenweise etwas K\u00fcnstliches, Synthetisches, was an der Art der Verfremdung liegt, mit der Medina zuwege geht. Da kommen einem Beck und Air in den Sinn, wenn man ihm so lauscht, und sobald Medina noch versponnenener wird, auch The Flaming Lips, und sobald er sich verhuscht zur\u00fccknimmt, auch mal die Auteurs. Bei allem Pop, der dieser Reptilienplatte zugrundeliegt, darf man nicht au\u00dfer Acht lassen, dass Medina reichlich absonderliche Inhalte vortr\u00e4gt \u2013 von einem alten Stalker, der junge Frauen in sein Horrorhaus locken will, Weltraumreisen mit reichem Freunden, weiblichen Geschlechtsteilen, d\u00e4monischer Besessenheit und einer Beziehung, die in Kannibalismus gipfelt. Und einmal auch von grenzenloser Liebe. Der vorletzte Track ist instrumental, \u201eWrath And Ghosts\u201c ist eine atonale Soundcollage, die trotzdem nicht in den L\u00e4rm kippt; das passt perfekt zu den Inhalten der anderen Songs.<br><br>Gabriel Medina kommt aus Italien und war, so die Info, bereits in mehreren \u201elokalen Bands\u201c involviert, darunter Hapnea und Bruxa, die man auch alle bei Facebook und Soundcloud findet, aber kaum Informationen dar\u00fcber hinaus. Mit einigen Clicks findet man heraus, dass Medina aus Macerata kommt, einer auf H\u00fcgeln errichteten mittelalterlichen Stadt in den Marken, und 29 Jahre alt ist. Er spielte f\u00fcr sein Album Gitarre, Bass, Schlagzeug, Mellotron und Synthies selbst ein und sang dazu, den Korg bediente Loris Cericola. Vor diesem Album erschien im Juni 2023 die wunderh\u00fcbsche Single \u201eKeep Your Nails Short\u201c, die es auf dem Album indes nicht gibt, dabei w\u00e4re bei 31 Minuten Spielzeit f\u00fcr diese 4 Minuten Musik auch noch Platz gewesen. Weitere Recherche ergibt, dass der Name Gabriel Medina gar nicht so selten ist, auch in der Musikszene: Es gibt einen DJ in Los Angeles, der sich Cole Medina nennt, einen Musiker aus Rum\u00e4nien, den Metal-Gitarristen der Black Sapphire Band aus Essen, einen aus Argentinien stammenden Gitarrenlehrer in Chicago sowie au\u00dferdem einen Brasilianischen Surfer und einen Mexikanischen Fu\u00dfballspieler. Und man ermittelt, dass The Cosmic Gospel, dessen Namen Medina von der Zeichentrickserie \u201eThe Midnight Gospel\u201c ableitete, zwar ein Solo-Projekt ist, Medina es aber auch mit Gastmusikern live auf B\u00fchnen bringt.<br><br>Es hat ja auch etwas Beruhigendes, wenn man in dieser Zeit \u00fcber jemanden nicht mit wenigen Sucheingaben sofort s\u00e4mtliche pers\u00f6nlichen Daten finden kann. Stattdessen gilt es eben, sich an der Musik von The Cosmic Gospel zu erfreuen, und das gelingt mit Leichtigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.01.2024) Psychedelische Popmusik mit Fuzz macht Gabriel Medina auf seinem halbst\u00fcndigen Solo-Deb\u00fct \u201eCosmic Songs For Reptiles In Love\u201c unter seinem Alias The Cosmic Gospel. 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