{"id":5901,"date":"2024-01-04T22:21:37","date_gmt":"2024-01-04T21:21:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5901"},"modified":"2024-01-04T22:21:37","modified_gmt":"2024-01-04T21:21:37","slug":"6exhance-et-in-cacophonia-ego-p-o-g-o-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/6exhance-et-in-cacophonia-ego-p-o-g-o-records-2023\/","title":{"rendered":"6Exhance \u2013 Et In Cacophonia Ego \u2013 P.O.G.O. Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/6Exhance-Et-In-Cacophonia-Ego.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/6Exhance-Et-In-Cacophonia-Ego.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5902\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (04.01.2024)<br><br>Yeah, in die Fresse! Nur wenig mehr als eine halbe Stunde lang ist \u201eEt In Cacophonia Ego\u201c, das Deb\u00fctalbum des belgischen L\u00e4rmtrios mit dem unaussprechlichen Namen 6Exhance, aber es springt einem vom ersten Moment an ins Gesicht. Drei Leute, vier Instrumente: Gitarre, Bass, Saxophon und Schlagzeug, dazu alternierend Gegrunze und Gekeife, irrsinniges Tempo, riffige Brutalit\u00e4t, Getr\u00f6te und Gemoste. Man h\u00f6rt heraus, dass sich die drei Br\u00fcsseler bereits mit \u00e4hnlich gelagerten Bands wie Zu, Zeni Geva, Caspar Br\u00f6tzmann Massaker und Melt-Banana herumschlugen. F\u00fcr ihr Deb\u00fct komprimieren sie ihre Erfahrungen und Einfl\u00fcsse zu einem eigenst\u00e4ndigen Brachialbrocken, der so heftig ist, dass man sich \u00fcber die eher kurze Spielzeit freut \u2013 man muss ja auch mal wieder zu Atem kommen. Und es dann gleich nochmal anmachen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Teile dieser Musik kann man durchaus im Metal verorten, irgendwo im Black Metal, Thrash Metal, Death Metal oder so. Das Trio produziert schwere Riffs, auf denen Gitarre, Bass und Schlagzeug auf eine f\u00fcr diese Genres vertraute Art zuwege gehen, also brutal, dreckig, kopfnick- bis mattensch\u00fcttelbar, dazu mit einem als Gesang zu bezeichnenden Stimmeinsatz zwischen Keifen und Grunzen. Dabei stolpert das Trio gern die Treppe herunter und verschachtelt sich im mathematischen Mosten. Als w\u00e4re das nicht schon grenzwertig genug, integrieren sie ein Saxophon in die pand\u00e4monische Kakophonie, das selten melodisch, bisweilen punktuell rhythmisch und meistens wie ein aufgescheuchter Insektenschwarm herumirrt. Teile dieser Musik kann man also andererseits durchaus im Jazz verorten.<br><br>Auf diese Weise bringen 6Exhance in jedem einzelnen Track mehr Ideen unter, als auf eine ganze Platte passen. Der Opener \u201eNourrir\u201c, vorab als Single ver\u00f6ffentlicht, ist ein Mathcore-Black-Metal-Free-Jazz mit unvorhersehbaren Spr\u00fcngen und Br\u00fcchen, bei denen es schwerf\u00e4llt, \u00fcberhaupt durchgehend einen Takt zu finden, zu dem man den Fu\u00df mitwippen lassen kann. Das kommt zwar immer wieder vor, die Matte braucht ja Luft, doch durchbrechen 6Exhance diese Geradlinigkeit fortw\u00e4hrend \u2013 und damit die Nacken der H\u00f6renden. So setzt sich das in allen sieben Tracks dieses Deb\u00fcts fort, besser: in fast allen, denn der vorletzte, \u201eMinauder\u201c, ist die selbstverordnete Ruhepause vor dem finalen Sturm, in dem die drei einen beatlosen noisigen Ambient-L\u00e4rmteppich ausrollen.<br><br>Auch ohne dass man die Referenzpunkte von 6Exhance kennt, kommt einem \u201eEt In Cacophonia Ego\u201c japanisch vor. Saxophon im Gitarrenl\u00e4rm kennt man aber auch aus Europa, den USA und anderen Weltengegenden, ein Mike Patton etwa arbeitete nicht nur selbst als Fant\u00f4mas, sondern als Gast von Zu aus Italien mit solchen Mitteln, und Monno aus Lausanne verzichteten f\u00fcr ihre Saxophon-L\u00e4rmwalze gleich ganz auf Gitarren.<br><br>6Exhance besteht aus dem auch als K\u00fcnstler aktiven Gitarristen und Bassisten Michel Pitton alias David Jean\u2019s \u201eDJ\u2019s\u201c Nokerman, Saxophonisten und S\u00e4nger Peter Verdonck sowie Schlagzeuger Kjell De Raes. Deren weitere Wirkungsst\u00e4tten kennt man eher nicht so, wie Raxinasky (mit Nokerman), Wound Collector, Butchered, de Cobre, Flat Earth Society, Fundament, sheBang, Thelema Trio und Wretched Vixen (alle mit Verdonck) sowie Royal Jake, Cygnus Atratus und Powerstroke (alle mit De Raes) \u2013 ein wilder Ritt durch Jazz, Mathcore und Metal, also ganz wie 6Exhance.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.01.2024) Yeah, in die Fresse! 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