{"id":5896,"date":"2024-01-03T19:53:21","date_gmt":"2024-01-03T18:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5896"},"modified":"2024-01-03T19:53:21","modified_gmt":"2024-01-03T18:53:21","slug":"oslo-tapes-staring-at-the-sun-before-goin-blind-peyote-sound-effect-echodelick-grazil-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/oslo-tapes-staring-at-the-sun-before-goin-blind-peyote-sound-effect-echodelick-grazil-2023\/","title":{"rendered":"Oslo Tapes \u2013 Staring At The Sun Before Goin\u2018 Blind \u2013 Peyote\/Sound Effect\/Echodelick\/Grazil 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Oslo-Tapes-Staring-At-The-Sun-Before-Goin\u2018-Blind.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Oslo-Tapes-Staring-At-The-Sun-Before-Goin\u2018-Blind.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5897\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (03.01.2024)<br><br>Anders, als es der Name Oslo Tapes vermuten l\u00e4sst, kommt diese Band aus Italien, aber auf Tape gibt es deren viertes Album \u201eStaring At The Sun Before Goin\u2018 Blind\u201c unter anderem auch. Zu h\u00f6ren bekommt man wundersch\u00f6nen Postrock, Shoegaze, Wave, psychedelische Hacienda-Musik, zumeist wattiert und im verminderten Tempo gehalten, dennoch durchgehend groovend und mit dezenten Ausfl\u00fcgen ins Bratzige. Reichlich retro, aber wundersch\u00f6n zusammengef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Band, die eigentlich gar keine ist, spricht im Zusammenhang mit diesem Album von Krautrock, doch trifft das h\u00f6chstens als Impuls zu, nicht in der Auswirkung. Die ist vielf\u00e4ltiger und anders gelagert: Los geht es mit wavigen Cure-Gitarren, einem die gesamte Spielzeit beibleibenden zur\u00fcckgenommenen Gesang und einer watteweichen Shoegaze-Anmutung, \u201eGravity\u201c fehlt hier, es geht schwerelos zu, und auch der kurze Tempo-Anstieg in \u201eEthereal Song\u201c t\u00e4uscht nicht \u00fcber das Vertr\u00e4umte hinweg. Erst die Vorab-Single \u201eD\u00e9j\u00e0 Neu\u201c sch\u00e4lt den Groove aus der Watte heraus, trocknet den Sound aus, kehrt den Rock hervor; das St\u00fcck ist langsam und dennoch intensiv, beschleunigt auch mal, bekommt psychedelisch-noisige ebenso wie elektronische Anteile und erinnert mit dem Shaker zur Gitarre an die alten Mercury Rev. Das St\u00fcck bereitet bestens vor auf \u201eReject Yr Regret\u201c, den Madchester-Disco-Dancetrack mit der hyperaktiven hellen Snare; etwas \u201eThe Fly\u201c von U2 klingt hier au\u00dferdem an.<br><br>Die B-Seite startet wieder zur\u00fcckgenommen, \u201eLike A Metamorphosis\u201c vermengt traumhaften Shoegaze mit Pink Floyd, eine Orgel ergibt das Sahneh\u00fctchen. Im flotten postrockig wavenden \u201eMiddle Ground\u201c endlich erklingt der stoische Beat, den man mit dem Krautrock assoziiert; das St\u00fcck rei\u00dft mit und umklammert die H\u00f6renden mit Groove. Warm und volumin\u00f6s, pulsierend sowie von Ch\u00f6ren begleitet gestaltet sich der \u201eSomnambulist\u2019s Daydream\u201c, in dem unter anderem auch eine Cure-Gitarre vorkommt. Bevor man unendlich in diesem Groove versinkt, rei\u00dft einen das Titellied aus der Kontemplation, nur um dorthin sofort wieder zur\u00fcckzukehren: Die zun\u00e4chst bratzig erscheinende Gitarre bekommt schnell wieder eine Watteh\u00fclle, eine dezidierte Keyboardmelodie umschlingt dieses St\u00fcck Trance, My Bloody Valentine gucken kurz um die Ecke, alles ist so wundersch\u00f6n, dass es gl\u00fccklich macht.<br><br>Nun ist Oslo Tapes keine wirkliche Band, sondern das Projekt des Produzenten Marco Campitelli, der f\u00fcr jedes Album ein anderes Musikerteam um sich schart. Dieses Mal sind dies: Mauro Spada von Buen Retire und Ulysse, der auch am Vorg\u00e4nger \u201e\u00d8r\u201c beteiligt war, am Bass, Davide Di Virgilio, ebenfalls bereits auf \u201e\u00d8r\u201c zu h\u00f6ren, am Schlagzeug, Stefano Micolucci von The Marigold an Bass und Kontrabass, Federico Sergente alias Wampraccio von der Band Zippo mit Percussion sowie Nicola Amici alias Kaouenn alias Nick Droga von Bands wie Barabba, Butcher Mind Collapse oder Lebowski an Gitarren, Synthies und Percussion. G\u00e4ste sind Cellist Tobias Vethake alias Sicker Man von den Berliner Bands Trialogos, Mini Pops Junior und The Sticky People sowie Schlagzeuger Dahm Majuri Cipolla von den japanischen Postrockern Mono.<br><br>Viele K\u00f6che, aber ein \u00e4u\u00dferst schmackhafter Brei. Nicht der erste: Der bei Pelagic Records erschienene Vorg\u00e4nger \u201e\u00d8r\u201c erschien 2021, die Alben davor waren \u201eTango Kalashnikov\u201c im Jahre 2015, unter anderem von Toten Schwan Records aufgelegt, sowie zwei Jahre davor das selbstbetitelte Deb\u00fct.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.01.2024) Anders, als es der Name Oslo Tapes vermuten l\u00e4sst, kommt diese Band aus Italien, aber auf Tape gibt es deren viertes Album \u201eStaring At The Sun Before Goin\u2018 Blind\u201c unter anderem auch. 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