{"id":589,"date":"2013-09-25T14:53:52","date_gmt":"2013-09-25T12:53:52","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=589"},"modified":"2013-09-25T17:04:59","modified_gmt":"2013-09-25T15:04:59","slug":"the-mission-the-brightest-light-oblivionspv-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-mission-the-brightest-light-oblivionspv-2013\/","title":{"rendered":"The Mission \u2013 The Brightest Light \u2013 Oblivion\/SPV 2013"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-590\" title=\"The Mission - The Brightest Light\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/The-Mission-The-Brightest-Light.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-591\" title=\"The Mission - The Brightest Light Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/The-Mission-The-Brightest-Light-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (25.09.2013)<\/p>\n<p>Weitere Wiederg\u00e4nger: In ihrer dritten Inkarnation klingen The Mission nicht wie The Mission, und das, obwohl die bis k\u00fcrzlich noch Ausrangierten beinahe in Originalbesetzung wiederkehren. \u201eThe Brightest Light\u201c kann man beim besten Willen nicht mehr wie fr\u00fcher noch vorwerfen, es sei der mittelm\u00e4\u00dfige Versuch von The Mission, U2 zu kopieren. The Mission lassen die vertrauten Effekte weg und rotzen ihr Album einfach nur raus. Das ist Rockmusik, nicht mehr und nicht weniger. Die Band startet ihr Album angepisst und beendet es ersch\u00f6pft. Das ist gut, erf\u00fcllt aber vermutlich nicht die Erwartungshaltungen an ein gruftrockiges The-Mission-Album. Je nun, da muss man sich wohl dran gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wayne Hussey ist ein Querkopf, er l\u00e4sst sich nichts vorschreiben. Das war schon bei Dead Or Alive und den Sisters Of Mercy so, als der Gitarrist wegen ungeteilter Ideen der jeweiligen Bandchefs einfach ging und 1986 eben The Mission gr\u00fcndete, seinerzeit mit Craig Adams, Mick Brown und Simon Hinkler. Obwohl im Gothic Rock verwurzelt, verweigerte Hussey schon immer ein genrespezifisches Erscheinen, indem er etwa Neil Young coverte, orientalische Einfl\u00fcsse aufnahm, mit Popmusik in die Charts kam und mehr. Querk\u00f6pfig beendete er The Mission 1996 nach zwei erfolglosen Alben, um sie nicht minder querk\u00f6pfig drei Jahre sp\u00e4ter zu reaktivieren. Vorliegendes Album beendet die zweite querk\u00f6pfige Aufl\u00f6sung der Band vor drei Jahren. Immerhin macht Hussey es nicht wie Robert Smith oder Al Jourgensen, die alle Nase lang ein \u201eletztes Album\u201c ihrer Bands The Cure und Ministry ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Bis auf Mick Brown sind heute alle Gr\u00fcndungsmitglieder wieder an Bord, am Schlagzeug sitzt jetzt jemand namens Mike Kelly. Man k\u00f6nnte also meinen, dass die Band wieder so klingen m\u00fcsste wie 1986, dass die Songs auf \u201eThe Brightest Light\u201c an Hits wie \u201eSerpents Kiss\u201c, \u201eGarden Of Delight\u201c, \u201eWasteland\u201c oder \u201eSeverina\u201c erinnern sollten. Das tun sie nicht. Stattdessen rumpeln The Mission los, als h\u00e4tten sie widerwillig einen Job zu erf\u00fcllen, auf den sie eigentlich keinen Bock haben: angepisst, brachial, brutal, roh, rauh, keifend. Als w\u00fcrde die Band dem Publikum ins Gesicht rotzen: \u201eIhr wollt ein Album? Ihr sollt ein Album haben.\u201c<\/p>\n<p>Also, kaum Schn\u00f6rkel, kein Kleister, keine Sanftheit, keine Melancholie. Zum Ende des Albums hin scheint die Band zwar ausgepowert zu sein, aber nicht kraftlos; resigniert, desillusioniert, aber immer noch w\u00fctend. Was f\u00fcr ein Brett, Rock&#8217;n&#8217;Roll, mit kleinen kompositorischen Details, hie und da wiedererkennbaren The-Mission-Sounds, deutlichen The-Mission-Melodien, aber eben kratzb\u00fcrstig wie noch nie. Okay, es gibt Livedokumente, auf denen The Mission ihr eigenes Oeuvre mit \u00e4hnlicher Intensit\u00e4t zerrockten, etwa \u201eLive MMVII\u201c. Sperrig war in weiten Teilen auch \u201eChildren\u201c, aber nicht so ein Klotz wie \u201eThe Brightest Light\u201c. Damit vollf\u00fchren The Mission eine Entwicklung, wie sie ihre Wegbegleiter Spear Of Destiny bereits vor vielen Jahren vollzogen: vom zug\u00e4nglichen Gothic-Rock-Act mit Popappeal zum Rockbrocken. Und oh: Bei Spear Of Destiny spielte Mike Kelly auch schon mal.<\/p>\n<p>Wer sich darauf einl\u00e4sst, hat Grund zur Freude. Denn das Album macht Spa\u00df. Und leicht machen es sich The Mission nicht, sie h\u00e4tten als Wiederg\u00e4nger auch einfach ein typisches Standardalbum abliefern k\u00f6nnen. Haben sie aber nicht. Also, kann man so machen, ist besser als eine schlichte Selbstkopie und dann auch noch f\u00fcr sich gesehen gut gelungen, also nicht einfach ein irgendwie neuer Weg, den sie nicht beherrschen.<\/p>\n<p>Die limitierte Version mit der Bonus-CD lohnt sich \u00fcbrigens: Darauf sind drei weitere St\u00fccke enthalten, die feiner ausprodutziert und ebenso energetisch wie der Rest des Albums sind, sowie diverse Album-Tracks in Solo-Versionen von Wayne Hussey. Mit Akustik- oder E-Gitarre kommen diese Skizzen n\u00e4her an den vertrauten melancholischen The-Mission-Sound heran. Teilweise finden sich diese St\u00fccke auch auf der Doppel-LP. Das deprimierende Demo von \u201eAin&#8217;t No Prayer In The Bible Can Save Me Now\u201c begleitet The-Wonder-Stuff-Violinistin Erica Nockalls \u2013 ein traumhafter und w\u00fcrdiger Schluss. Wer etwas mehr zahlen will, kann auch den Pappkarton mit Doppel-CD, T-Shirt und Lenyard erwerben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (25.09.2013) Weitere Wiederg\u00e4nger: In ihrer dritten Inkarnation klingen The Mission nicht wie The Mission, und das, obwohl die bis k\u00fcrzlich noch Ausrangierten beinahe in Originalbesetzung wiederkehren. \u201eThe Brightest Light\u201c kann man beim besten Willen nicht mehr wie &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-mission-the-brightest-light-oblivionspv-2013\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":593,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions\/593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}