{"id":5880,"date":"2023-12-28T19:18:57","date_gmt":"2023-12-28T18:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5880"},"modified":"2023-12-28T19:18:57","modified_gmt":"2023-12-28T18:18:57","slug":"sounds-of-new-soma-fluxus-2071-tonzonen-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sounds-of-new-soma-fluxus-2071-tonzonen-records-2023\/","title":{"rendered":"Sounds Of New Soma \u2013 Fluxus 2071 \u2013 Tonzonen Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sounds-Of-New-Soma-Fluxus-2071.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sounds-Of-New-Soma-Fluxus-2071.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5881\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (28.12.2023)<br><br>Es dronet zwischen chillig und aufreibend, was das Duo Sounds Of New Soma auf seinem bereits zw\u00f6lften Album \u201eFluxus 2071\u201c erstellt. Die Krefelder schicken die H\u00f6renden auf eine auf weiten Strecken beatlose Reise, aus der die wenigen Tracks mit Beats wie Wegmarken herausstechen. Saxophon und zur\u00fcckgelehnte Gitarre bauen W\u00e4rme in die ansonsten kalten Synthiesounds ein, in Ausnahmen erinnern Elemente an D\u00fcsseldorf und Berlin, Birmingham und Manchester, vorrangig bleiben die SONS, wie Alex Djelassi und Dirk Raupach ihr Projekt abk\u00fcrzen, ganz bei sich selbst. Der Titel f\u00fchrt indes etwas in die Irre: Bei \u201eFluxus\u201c steht das Tun \u00fcber dem Werk, und ohne das entginge einem ein sch\u00f6nes St\u00fcck Entspannmusik mit Kopfnickfaktor.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zum Kopfnicken hat man indes lediglich viermal die Gelegenheit: \u201eBunte Motten\u201c, eine Vorabsigle, fiept auf einem Hip-Hop-Beat, die neue Single mit dem Mel-Brooks-Ged\u00e4chtnis-Titel \u201eLord Helmchens Keksmaschine\u201c wiederholt auf einer Achtziger-Beatbox einen synthetischen Krautrock, in \u201eDoppeldotter\u201c sch\u00e4lt sich ein dezenter Synthierhythmus aus einem warmen Gitarrenambient zu kalten Electrodrones und \u201eDie Kunst des Nicht\u201c kombiniert pl\u00f6tzlich IDM und Hip Hop, also Autechre und Scorn, zu einer hintergr\u00fcndigen Hawaiigitarre. Der Rest des Albums ist im weiten Feld des Ambient angedockt.<br><br>Drones indes liegen quasi hinter s\u00e4mtlichen Tracks, auch hinter den im weitesten Sinne tanzbaren. Das Duo kombiniert diesen teils aufreibenden L\u00e4rm, den es dezent genug anwendet, um nicht wirklich aufzureiben, mit warmen, sch\u00f6nen Sounds, mal elektronisch generiert, mal mit so analogen Instrumenten wie Saxophon und unverzerrter Gitarre. Der Opener \u201eAurora Borealis\u201c etwa fiepst einerseits abstrakt, beinhaltet andererseits eine Gitarre, wie man sie sich in Achtziger-Afrobeat-Popsongs vorstellen kann, und ein jazziges Saxophon. Ein St\u00fcck wie \u201eVuhVuh\u201c tr\u00e4gt den krautrock ja fast im Titel, bietet aber eher einen dronigen Ambient, wie man ihn von der Berliner Schule kennt. F\u00fcr das finale \u201eTannhaeuser Tor\u201c kehrt nach einiger Abwesenheit das Saxophon zur\u00fcck und findet mit Sprachsamples erstmals \u00fcberhaupt eine Stimme Einlass in das Album.<br><br>Das mit dem Fluxus mag eine Inspiration f\u00fcr das Duo gewesen sein, so richtig schl\u00fcssig tritt diese Kunstrichtung nicht in Erscheinung, zudem gab es eine solche Musik wie auf diesem Album in den Sechzigern auch noch gar nicht. Inhaltlich folgen SONS trotz ausbleibender Stimmen und somit Texte einem Konzept: Eine Reise durch die Dimensionen, auf der die Kritik am menschenverursachten Klimawandel eine Rolle spielt und die Aussicht auf eine bessere Zukunft am Ende als Frage steht.<br><br>Wer von Sounds Of New Soma noch nie geh\u00f6rt hat, wundert sich, dass \u201eFluxus 2071\u201c das laut Info bereits zw\u00f6lfte Album des Duos ist \u2013 in nur zehn Jahren: Das Deb\u00fct \u201eBeyond The Acid Dream\u201c erschien 2014. Und zwar auf Tonzonen Records, dem Label von Raupach, der hier die Synthies bedient. Das analoge Saiten-Equipment steuert Djelassi bei, f\u00fcr Saxophon und Schlagzeug gab es in den zur\u00fcckliegenden zehn Jahren immer wieder G\u00e4ste. Nach \u201eFluxus 2071\u201c bietet sich an, sich den Rest des Duos ebenfalls zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren; Humor haben die beiden Musikanten ebenfalls, das dem Album \u201eLive At The Green Mushroom Festival\u201c den Titel gebende Musikereignis existiert gar nicht. Physisch gibt es \u201eFluxus 2071\u201c \u00fcberdies ausschlie\u00dflich auf Vinyl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (28.12.2023) Es dronet zwischen chillig und aufreibend, was das Duo Sounds Of New Soma auf seinem bereits zw\u00f6lften Album \u201eFluxus 2071\u201c erstellt. 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