{"id":586,"date":"2013-09-24T16:48:42","date_gmt":"2013-09-24T14:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=586"},"modified":"2013-09-24T16:48:42","modified_gmt":"2013-09-24T14:48:42","slug":"placebo-loud-like-love-vertigouniversal-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/placebo-loud-like-love-vertigouniversal-2013\/","title":{"rendered":"Placebo \u2013 Loud Like Love \u2013 Vertigo\/Universal 2013"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-587\" title=\"Placebo - Loud Like Love\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Placebo-Loud-Like-Love.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (24.09.2013)<\/p>\n<p>Das zweite Placebo-Album mit dem neuen Schlagzeuger verwundert sehr. Brachen sich beim Vorg\u00e4nger \u201eBattle For The Sun\u201c noch s\u00e4mtliche jugendlichen Energien des Neueinsteigers Steve Forrest Bahn, wirkt \u201eLoud Like Love\u201c eher zahm und orientierungslos. So richtig Lust zum Komponieren schien das Trio auch nicht gehabt zu haben. Es fehlen die unverwechselbaren Kracher, die man jahrzehntelang nicht aus dem Ohr bekommt und die sich vom Rest des Oeuvres unterscheiden. Auf diese Entwicklung deutete schon die vorab ver\u00f6ffentlichte \u201eB3\u201c-EP hin.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eBattle For The Sun\u201c war satt produziert, fett gespielt, aufm\u00fcpfig, hymnisch, detailreich, juvenil. \u201eLoud Like Love\u201c ist ebendies nicht. Ein paar nette Elemente schieben die drei Musiker schon in ihre Songs, ja, und lassen den H\u00f6rer an solchen Stellen auch respektvoll nicken. Trotzdem: Vielleicht liegt es am zur\u00fcckgenommenen Krach, dass das \u00fcbriggebliebene Songskelett oft substanzloser und, ah\u00e4m, blutarmer wirkt als zuvor. Die zu weit nach vorne gemixte Stimme Brian Molkos passte fr\u00fcher mit ihrem Qu\u00e4ken gut in den Gesamtsound, dringt aber auf \u201eLoud Like Love\u201c als dominantes Ger\u00e4usch zu sehr in Frequenzbereiche vor, die nicht nur Tiere wildmachen, und offenbart nur umso deutlicher, dass sich Molko nur sehr wenige verschiedene Melodien ausdenken kann. Molko wirkt auch nicht mehr so kraftvoll und fordernd wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Dem Rezensenten fielen die Placebo-Balladen schon beim Erstkontakt \u201eWhithout You I&#8217;m Nothing\u201c eher unangenehm auf, er brauchte einige Zeit, um Gefallen an ihnen zu finden und die Band als Ganzes zu m\u00f6gen. Das ging dann auch gut, jahrelang. Und nun, wieder die Balladen: \u201eLoud Like Love\u201c wirkt unzusammenh\u00e4ngend, jeder Song wie aus einem unbestimmbaren Kontext gerissen, und jedes ruhige St\u00fcck sehr d\u00fcnn. Ein Uptempo-Song wie \u201eRob The Bank\u201c hat immerhin Kraft, manche Synthiefl\u00e4che verhilft im weiteren Verlauf der Platte zu einiger Atmosph\u00e4re. Vielleicht ist das Album ideal f\u00fcr iPod-Kids, die sowieso nur noch ihre mp3s auf Shuffle h\u00f6ren. Vielleicht braucht es auch einige Jahre, bis es zum H\u00f6rer durchsickert. Vielleicht ist es aber auch wirklich der halbgare uninspirierte Schnellschuss, nach dem es klingt.<\/p>\n<p>Die Deluxe-Edition der CD mit der DVD lohnt sich einigerma\u00dfen, weil da mit \u201ePity Party (Of One)\u201c ein St\u00fcck enthalten ist, das es nicht auf dem Album gibt, und weil die Band sich recht ansehnlich live im Studio durch ihr Album spielt. Und dann gibt es noch eine extrem teure Version mit diversen CD- und Vinyl-Disks und weiterem Spuk. Allein, der musikalische Inhalt ist es nicht so recht wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.09.2013) Das zweite Placebo-Album mit dem neuen Schlagzeuger verwundert sehr. Brachen sich beim Vorg\u00e4nger \u201eBattle For The Sun\u201c noch s\u00e4mtliche jugendlichen Energien des Neueinsteigers Steve Forrest Bahn, wirkt \u201eLoud Like Love\u201c eher zahm und orientierungslos. 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