{"id":5842,"date":"2023-12-13T22:02:30","date_gmt":"2023-12-13T21:02:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5842"},"modified":"2023-12-13T22:02:30","modified_gmt":"2023-12-13T21:02:30","slug":"kurt-vile-back-to-moon-beach-verve-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/kurt-vile-back-to-moon-beach-verve-records-2023\/","title":{"rendered":"Kurt Vile \u2013 Back To Moon Beach \u2013 Verve Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kurt-Vile-Back-To-Moon-Beach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kurt-Vile-Back-To-Moon-Beach.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5843\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (12.12.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal ist es sch\u00f6n, wenn ein S\u00e4nger\/Songwriter\/Gitarrist eine gro\u00dfartige Band verl\u00e4sst, um eine Solokarriere zu starten, weil dann kann man beide feiern. So geht es mir bei The War On Drugs und ihrem Mitbegr\u00fcnder Kurt Vile (nicht konfus zu sein mit Kurt Weill), deren Wege sich Ende 2008 trennten. Seither haben sowohl der Krieg auf Drogen als auch Kurt Vile einige Gro\u00dftaten ver\u00f6ffentlicht (auf Viles Seite schlagen dabei vor allem \u201eSmoke Ring For My Halo\u201c (2011) und die Kollaboration mit Courtney Barnett \u201eLotta Sea Lice\u201c (2017) zu Buche). Noch im letzten Jahr ver\u00f6ffentlichte Vile das ganz hervorragende \u201e(watch my moves)\u201c, um heuer das nicht minder gro\u00dfartige \u201eBack To Moon Beach\u201c nachzuschieben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das Album ist eigentlich eine EP, was bei einer Spielzeit von \u00fcber 52 Minuten komisch klingt. Netto kommt man auf 39 Minuten, was f\u00fcr eine EP immer noch bannig lang ist. F\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung haben Verve Records den als \u201eChristmas Bonus\u201c etikettierten Track \u201eMust Be Santa\u201c von Hal Moore und Bill Fredericks, das Wilco-Cover \u201ePassenger Side\u201c sowie den Single-Mix von \u201eCool Water\u201c (das Original erschien im letzten Jahr auf dem bereits erw\u00e4hnten \u201e(watch my moves)\u201c) beigef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich an Vile liebe, sind sein vernuschelter, l\u00e4ssig hingeworfener Gesang und seine Stimme. Und die Art, wie er die Gitarre spielt. Die drei Dinge, die ich an Vile mag, sind also sein Gesang, seine Stimme und die Art, wie er Gitarre spielt, ebenso wie sein Gesp\u00fcr f\u00fcr tolle Melodien.<\/p>\n\n\n\n<p>Moment \u2013 ich komme nochmal rein und fange von vorne an. Es gibt sicher mehr als f\u00fcnf Gr\u00fcnde, Kurt Vile zu verehren, und um gleich von hinten durch die kalte K\u00fcche mit der Brust ins Auge reinzufallen: Die Art, wie er \u201ePassenger Side\u201c von den \u00fcberaus gro\u00dfartigen und einzigartigen Wilco covert, rechtfertigt schon die Anschaffung von \u201eBack To Moon Beach\u201c. Jeff Tweedy schreibt einen Song und Kurt Vile singt ihn dann \u2013 das sollte \u00f6fter passieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Coverversion ist nicht der einzige H\u00f6hepunkt auf dem Album: Bereits der Opener \u201eAnother Good Year For The Roses\u201c nimmt mich \u00fcberaus gefangen: Vile n\u00f6lt sich im typischen Vile-Style in den Song hinein, die Gitarre klimpert, das Schlagzeug scheppert, die Melodie z\u00fcndet auf Anhieb, eine Mandoline oder sowas ist irgendwo zu h\u00f6ren, und dann, kurz vor der H\u00e4lfte des Songs, dreht Vile den Verst\u00e4rker auf und mischt ganz sachte ein wenig Krach in den Hintergrund. Dass es bereits ein gutes Jahr f\u00fcr die Rosen war, stelle ich anschlie\u00dfend nicht mehr in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit \u201eTouched Somethin (Caught A Virus)\u201c folgt ein ruhiges St\u00fcck, auf dem sowohl Viles vernuschelter Gesang als auch seine vertr\u00e4umte Art, Gitarre zu spielen, toll zum Ausdruck kommen. Anschlie\u00dfend folgt das Titelst\u00fcck \u201eBack To Moon Beach\u201c, das langsam in Gange kommt und insgesamt acht Minuten und 15 Sekunden dauert. Ein erster H\u00f6hepunkt des Albums. Vile n\u00f6lt und nuschelt und die Instrumente begeistern. Das folgende \u201eLike A Wounded Bird Trying To Fly\u201c erinnert mich sehr an The War On Drugs: Ein synthetisch klingendes Schlagzeug begleitet jangelnde Gitarren und dazu singt Vile mit viel Hall. Und die H\u00f6renden k\u00f6nnen wieder in dieser Stimme versinken und gro\u00dfartigen Melodien folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann \u201eBlues Come For Some\u201c, OK, und dann ein weiterer H\u00f6hepunkt des Albums: \u201eTom Petty\u2019s Gone (But Tell Him I Asked For Him)\u201c, ebenfalls 08:15 Minuten lang, dabei aber alles andere als was die L\u00e4nge des Tracks vermuten l\u00e4sst: Die Gitarren klimpern, das Schlagzeug zieht stoisch seine Bahnen, und im Text setzt Vile sowohl dem 2017 verstorbenen Tom Petty als auch Bob Dylan ein Denkmal, und au\u00dferdem DCB, der sich entschieden hat, zu gehen, und von dem er sich w\u00fcnscht, dass er eine Weile l\u00e4nger durchgehalten h\u00e4tte und den er jetzt vermisst. DCB, das ist David Craig\/Cloud Berman, Gr\u00fcnder, S\u00e4nger und Songschreiber von Silver Jews und Purple Mountains, der sich im August 2019 das Leben genommen hat. Der Song taugt sowohl als Hommage an ihn als auch an Petty, und anschie\u00dfend entl\u00e4sst das Album die H\u00f6renden in die gro\u00dfartigen Bonustracks.<\/p>\n\n\n\n<p>Viles neuntes Studioalbum ist wie immer non so vile, sondern im Gegenteil ganz bezaubernd und hervorragend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (12.12.2023) Manchmal ist es sch\u00f6n, wenn ein S\u00e4nger\/Songwriter\/Gitarrist eine gro\u00dfartige Band verl\u00e4sst, um eine Solokarriere zu starten, weil dann kann man beide feiern. 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