{"id":5838,"date":"2023-12-12T20:14:02","date_gmt":"2023-12-12T19:14:02","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5838"},"modified":"2023-12-12T20:14:02","modified_gmt":"2023-12-12T19:14:02","slug":"devin-townsend-infinity-2023-devolution-series-3-empath-live-in-america-insideout-music-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-infinity-2023-devolution-series-3-empath-live-in-america-insideout-music-2023\/","title":{"rendered":"Devin Townsend \u2013 Infinity 2023\/Devolution Series 3: Empath Live In America \u2013 InsideOut Music 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Devin-Townsend-Infinity-2023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Devin-Townsend-Infinity-2023.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5839\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Devin-Townsend-Devolution-Series-3-Empath-Live-In-America.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Devin-Townsend-Devolution-Series-3-Empath-Live-In-America.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5840\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (12.12.2023)<br><br>Mit \u201eChristeen\u201c und \u201eBad Devil\u201c warf Devin Townsends Solo-Album \u201eInfinity\u201c, das er nach seiner Bipolare-St\u00f6rung-Diagnose erstellte, 1998 zwei gutgelaunte Power-Metal-Bretter ab, das ganze Album war \u00fcberhaupt voller Mosthymnen \u2013 sowie Zappaesken und Ambienttracks. Weil er aber damals vom Label zu Eile gedr\u00e4ngt war, schafften es nicht alle seiner Songskizzen aufs Album; einiges erschien auf der \u201eInfinity EP\u201c, wieder andere Sachen als Bonus auf einer zweiten Auflage der CD. Bei Devin Townsend ist ziemlich klar, dass Songs, die er als Demo kennzeichnet, oftmals besser ausgearbeitet sind als andere Leute fertigproduzierte Alben, so auch hier. 2023 remastert Devin nun das Album, posiert abermals nackig f\u00fcrs Cover \u2013 und bringt die verteilten Bonus-Tracks als geb\u00fcndelte Bonus-CD heraus. Ein sammlerfreundlicher Fanservice, den er gern mit sp\u00e4teren verstreuten Songs ebenfalls vornehmen darf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>1997 stand Devin zwischen dem brachialen Album \u201eCity\u201c seiner Band Strapping Young Lad und seinem ersten Solo-Ausflug \u201eOcean Machine \u2013 Biomech\u201c, einem trippigen Ambient-Metal, der so gro\u00dfartig ist, dass er ihn selbst in den folgenden 30 Jahren nicht mehr \u00fcberbieten sollte, so gut seine Mucke auch ist. Dann erhielt er die Diagnose Bipolare St\u00f6rung, die ihm, wie jede psychische Diagnose den Betroffenen mit den offenen Geistern, sein Leben erkl\u00e4rte, was er dann in \u201eInfinity\u201c musikalisch zum Ausdruck brachte: die beiden Pole Heavy und Chillig finden ein kreatives Nebeneinander und mit \u201eNoisy Pink Bubbles\u201c gibt es den ersten Vorboten seiner Country-Leidenschaft.<br><br>Am Album beteiligt waren heavy Gr\u00f6\u00dfen: Von Fear Factory borgte Devin sich Christian Olde Wolbers aus, von ebendort sowie von Strapping Young Lad holte er sich Schlagzeuger Gene Hoglan dazu. So liest sich das nach mehr H\u00e4rte, als \u201eInfinity\u201c tats\u00e4chlich bietet; hier ist Devins H\u00e4rte glatter, die Heaviness ordnet sich der Atmosph\u00e4re, der Emotion unter. Und seiner Experimentierfreude. Hart genug f\u00fcr Weichgesottene bleibt es dennoch.<br><br>Kurios ist die Ver\u00f6ffentlichungsgeschichte von \u201eInfinity\u201c: Die erste Version brachte Devin auf seinem eigenen Label Heavy Devy Records heraus, sie enthielt zehn Songs. Als InsideOut im gleichen Jahr das Album in sein Programm aufnahm, erweiterte das Label drei Songtitel (aus \u201eSoul Driven\u201c wurde \u201eSoul Driven Cadillac\u201c, aus \u201eColonial Boy\u201c wurde \u201eWild Colonial Boy\u201c und aus \u201eDynamics\u201c wurde \u201eLife Is All Dynamics\u201c), diese l\u00e4ngeren Titel \u00fcbernimmt Devin f\u00fcr die 2023er-Version des Albums. Zudem h\u00e4ngte InsideOut an das Album die \u201eOcean Machine\u201c-Songs \u201eSister\u201c und \u201eHide Nowhere\u201c als Live-Acoustic-Versionen sowie das sp\u00e4ter auch auf der Compilation \u201eAss-Sordid Demos 1990-1996\u201c ver\u00f6ffentlichte \u201eMan\u201c als \u201e\u201996 Demo\u201c an.<br><br>H\u00e4tte das Label nicht so gedr\u00e4ngelt, w\u00e4ren noch ganz andere Songs auf \u201eInfinity\u201c gelandet, und vier davon schob Devin noch 1998 als \u201eInfinity EP\u201c nach, auch \u201eInfinity \u221e Christeen (Plus Four Demos)\u201c genannt. Diese vier und die drei vom InsideOut-Album ergeben nun die Bonus-CD der Neuauflage, und damit ist der Sammler gl\u00fccklich, Devin vermutlich selbst auch. Darunter findet sich \u00fcbrigens \u201eOm\u201c, das live ein Eigenleben entwickelte und in Devins Kopf ohnehin fester Bestandteil des \u201eInfinity\u201c-Albums war. Macht nochmal fast 40 Minuten Musik extra, also ein eigens Album \u2013 und es lohnt sich.<br><br>Ebenso der dritte Teil von Devins \u201eDevolution Series\u201c. Getauft \u201eEmpath Live in America\u201c, auf dem der ganze Bombast j\u00fcngerer Livealben mal fehlt und die Songs, auch die eher unbequemen neuen, in einer angerauhten Version zu h\u00f6ren sind, mit gef\u00fchlt mehr Spielfreude dargeboten, weil weniger eingepfercht in den eigenen Anspr\u00fcchen. Inklusive einer \u201eFuck Around Section\u201c und einem \u201eGigpig Jam\u201c sowie gottlob nur wenig \u201eEmpath\u201c. Kann man bestens zusammen bestellen mit der neuen \u201eInfinity\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (12.12.2023) Mit \u201eChristeen\u201c und \u201eBad Devil\u201c warf Devin Townsends Solo-Album \u201eInfinity\u201c, das er nach seiner Bipolare-St\u00f6rung-Diagnose erstellte, 1998 zwei gutgelaunte Power-Metal-Bretter ab, das ganze Album war \u00fcberhaupt voller Mosthymnen \u2013 sowie Zappaesken und Ambienttracks. 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