{"id":5751,"date":"2023-11-19T20:54:24","date_gmt":"2023-11-19T19:54:24","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5751"},"modified":"2023-11-19T20:54:24","modified_gmt":"2023-11-19T19:54:24","slug":"dolly-parton-rockstar-butterfly-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/dolly-parton-rockstar-butterfly-records-2023\/","title":{"rendered":"Dolly Parton \u2013 Rockstar \u2013 Butterfly Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Dolly-Parton-Rockstar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Dolly-Parton-Rockstar.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5752\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (19.11.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gebe ja gerne zu, dass ich mir jedes Mal von Neuem auf die F\u00fc\u00dfe sabbere, wenn Dolly Parton mal wieder ein neues Album unter die Leute schmei\u00dft \u2013 aber so gespannt wie dieses Mal war ich noch nie: Parton, mittlerweile 77 Jahre alt und seit nunmehr deutlich \u00fcber 50 Jahren im Musikgesch\u00e4ft t\u00e4tig, wurde 2022 in die Rock\u2019n\u2019Roll Hall of Fame aufgenommen, ohne auch nur ein einziges Rock-Album aufgenommen zu haben, und tritt nun heuer an, das zu \u00e4ndern. Und wie.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eRockstar\u201c ist ein Rockalbum geworden, wie es einerseits im Buche steht und sich andererseits gewaschen hat. Ms Parton covert sich auf 30 Songs mit einer Spielzeit von knapp zweieinhalb Stunden kreuz und quer durch die Rockgeschichte, ohne dass die H\u00f6renden auch nur ein einzigstes Mal den Eindruck bekommen, dass sich hier eine alte Musikantin nur mit einer kleinen Hilfe ihrer Freunde gerade so \u00fcber Wasser halten kann \u2013 neien! Wir haben es hier mit einem Album zu tun, auf dem Parton liebevoll ausgew\u00e4hlte Rocksongs covert und sich dabei von zahlreichen Gr\u00f6\u00dfen des Genres unterst\u00fctzen l\u00e4sst. Unterst\u00fctzen, mehr wirklich nicht, der Rest ist 100% Dolly. Wobei sich die Garde der Unterst\u00fctzenden wirklich mehr als eindrucksvoll liest (um nur einige zu nennen, Unsympathen wie Kid Rock oder Steven Tyler lasse ich weg): Richie Sambora, Sting, Steve Perry, John Fogerty (!), Warren Haynes, Stevie Nicks (!!), Waddy Wachtel, Peter Frampton (!), Joan Jett (!), Miley Cyrus (!!), P!nk, Elton John (!!!), Melissa Etheridge, Rob Halford, Nikki Sixx, Emmylou Harris und Sheryl Crow, Pat Benatar, Paul (!) Mc(!!) Cartney(!!!) und Ringo (!!!) Starr (!!!!), Mick Fleetwood, Gary Rossington (letzte Performance vor seinem Tod) und der 1977 verstorbene Ronnie van Zant (mit ausdr\u00fccklicher Erlaubnis seiner Witwe). Hammer, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Die 30 Songs auf dem Album sind alle gro\u00dfartig, all Killer no Filler, und Dolly interpretiert hier egal was mit einer derartigen Klasse, dass alles, was sie in den letzten Jahren an gewohnt gro\u00dfartigen Country-Alben ver\u00f6ffentlicht hat, eine Reihe zur\u00fccktritt und einer v\u00f6llig neuen Dolly Parton Platz macht \u2013 wobei es auch apselut nicht wunder nimmt, mit welcher Grandiosit\u00e4t sie die neue Herausforderung, eine Rocks\u00e4ngerin zu sein, meistert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei 30 Songs w\u00e4re ich lieber tot, als w\u00fcrde ich jeden einzigen einer Herz-und-Nieren-Inaugenscheinnahme unterziehen wollen, aber ein paar Highlights m\u00f6chte ich hier dann doch gerne mit dem knallgelben Textmarker bearbeiten:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEvery Breath You Take\u201c: Die ewige Hymne, die Frischverliebte sich auf Radio 21 gegenseitig an den Hals w\u00fcnschen, kommt hier musikalisch kaum ver\u00e4ndert daher. Aber mit Partons Gesang \u00e4ndert sich alles, wundersamerweise klingt es umso lieblicher und nicht nach der Stalker-Hymne, die es ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLong As I Can See The Light\u201c: W\u00e4hrend CCR weiland einfach so losbratzten, beginnt Dolly den Song mit einem ruhigen Klavier, dann stimmt John Fogerty mit ein, und anschlie\u00dfend singen beide weiterhin abwechselnd zu einer sehr sch\u00f6nen Midtempo-Begleitung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePurple Rain\u201c: Hier konnte der urspr\u00fcngliche K\u00fcnstler aufgrund seines Ablebens im Jahr 2016 nicht mehr kooperieren, Dolly Parton macht dennoch nichts falsch und liefert eine Eins A Hommage ab.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBaby I Love Your Way\u201c: Das klingt original wie aus den 70ern und sch\u00f6ner als Framptons Original. Und noch sch\u00f6ner: Er hilft dabei, es besser zu machen als damals.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWrecking Ball\u201c: Hier handelt es sich leider nicht um den Neil-Young-Song, den Emmylou Harris ihrerzeit so coverte, dass das Original dagegen deutlich am Verblassen war, sondern um das 2013er Werk von Miley Cyrus, dem Dolly hier allerdings mithilfe der Originalk\u00fcnstlerin neues Leben einhaucht. Und Miley ist ja auch wirklich nicht verkehrt und insofern auf diesem Album auch alles andere als fehl am Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHeart Of Glass\u201c: Kann man sich jemanden vorstellen, der diesen Song genauso gut singen k\u00f6nnte wie Deborah Harry? Dolly kriegt es hin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDon\u2019t Let The Sun Go Down On Me\u201c: Wenn wir uns jemals ein Duett zwischen Dolly und Elton gew\u00fcnscht haben: Hier ist es! Also Elton John und Dua Lipa im Duett waren ja schon mal richtig gut, aber Elton John und Dolly Parton (Ehrlich jetzt! Alle beide k\u00f6nnten meine Mutter sein. Also vom Alter.) hauen es nochmal richtig raus.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStairway To Heaven\u201c: H\u00e4tte sie sich sparen k\u00f6nnen, wobei sich ihr Gesang toll anh\u00f6rt. Selbiges gilt f\u00fcr \u201eWe Are The Champions\/We Will Rock You\u201c \u2013 man kann Dolly einfach nichts \u00fcbel nehmen und sie macht auch niemals wirklich was falsch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBygones\u201c: Uuuuh \u2013 Dolly Parton und Rob Halford gemeinsam auf einem Song \u2013 da kann auch Nikki Sixx nix mehr kaputtmachen. Ein Song, der Laune macht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWhat\u2019s Up\u201c (haben die eigentlich danach diesen urst erfolgreichen Messenger-Dienst benannt?): Dolly singt genauso \u00e4tzend wie Linda Perry im Original und wird im Laufe des Songs noch von dieser unterst\u00fctzt \u2013 was will man mehr? Eigentlich nichts, in meinen Ohren krankte der Song damals nur an der Stimme von Linda Perry, und das hat Dolly hier jetzt sch\u00f6n korrigiert. Ein weiterer Song, mit dem ich im Alter meinen Frieden machen kann. Watt sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eYou\u2019re No Good\u201c: Dolly Parton, Emmylou Harris und Sheryl Crow zusammen auf einem Song \u2013 was soll da schief gehen? Wun. Der. Bar.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBittersweet\u201c: Hier bitte einfach mal mal auf den tollen Gegensatz von Dollys rauhem, br\u00fcchigen Gesang und Michael MacDonalds warmen Gegenst\u00fcck dazu achten und einfach nur dahinschmelzen. OK?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLet It Be\u201c: \u201eLass es sein\u201c sagten wir damals zu Abi-Zeiten immer, trotz guten Englischunterrichts bei W. Zwillich nichts oder kaum etwas verstehend. Dolly trotzt dem wohl abgenudeltsten und abgeschmacktesten Beatlessong aller Zeiten noch wirklich was Tolles ab. Unterst\u00fctzt von Paul und Ringo. Dem Lieblingsbeatle von Marge Simpson.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFree Bird\u201c: Dollys Gesang ert\u00f6nt hier anfangs nur von einem Klavier begleitet, klingt toll, dann kommt noch Ronnie van Zant hinzu, und Gary Rossington spielt sein letztes Solo. Besser k\u00f6nnte man dieses Album nicht beenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Musikalisch ist das Ganze nat\u00fcrlich total professionell, aber trotzdem sehr warm und nicht irgendwie seelenlos eingespielt worden. Kurz: Es h\u00f6rt sich toll an und Dollys Stimme rei\u00dft uns alle mit. Wie immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wem das hier jetzt gef\u00e4llt und immer noch nicht reicht, dem empfehle ich f\u00fcr die bevorstehenden Feiertage noch Partons 2020er Weihnachtsalbum \u201eA Holly Dolly Christmas\u201c. Macht man nix falsch mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (19.11.2023) Ich gebe ja gerne zu, dass ich mir jedes Mal von Neuem auf die F\u00fc\u00dfe sabbere, wenn Dolly Parton mal wieder ein neues Album unter die Leute schmei\u00dft \u2013 aber so gespannt wie dieses Mal war &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/dolly-parton-rockstar-butterfly-records-2023\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-5751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5751"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5753,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5751\/revisions\/5753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}