{"id":5741,"date":"2023-11-17T11:33:07","date_gmt":"2023-11-17T10:33:07","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5741"},"modified":"2023-11-17T11:33:07","modified_gmt":"2023-11-17T10:33:07","slug":"triumph-of-death-resurrection-of-the-flesh-noise-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/triumph-of-death-resurrection-of-the-flesh-noise-2023\/","title":{"rendered":"Triumph Of Death \u2013 Resurrection Of The Flesh \u2013 Noise 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Triumph-Of-Death-Resurrection-Of-The-Flesh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Triumph-Of-Death-Resurrection-Of-The-Flesh.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5742\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (17.11.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Nennen Sie mir einen Musikanten aus den Alpen, der immer eine wollene M\u00fctze auf dem Kopf tr\u00e4gt und die europ\u00e4ische Musiklandschaft gepr\u00e4gt hat wie kaum ein Zweiter \u2013 nun, hm, h\u00e4h? Nein, die Rede ist hier nicht von DJ \u00d6tzi, sondern von Thomas Gabriel Fischer a\/k\/a Tom G. Warrior, der mit seinen Bands Hellhammer und Celtic Frost Musikgeschichte geschrieben hat und mit Triptykon eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er immer noch eine ganze Menge zu sagen hat und willens und in der Lage ist, dieses klangtechnisch zu untermauern. Mit seiner aktuellen Band \u201eTriumph Of Death\u201c, benannt nach einem Hellhammer-Song, l\u00e4sst er nunmehr die alten Zeiten rollen, und das macht er ganz hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Martin Eric Ain, Bassist und kongeniales Co-Mastermind der Hellhammer-Nachfolgeband Celtic Frost, konnte hier leider nicht mehr von der Partie sein, aber mit dem, was Tom G. Warrior zusammen mit Andr\u00e9 Mathieu (Gitarre\/Gesang), Jamie Lee Cussigh (Bass) und Tim Iso Wey (Drums) auf die Beine stellt, w\u00e4re Ain sicher mehr als zufrieden: Man muss sich mal vor Augen halten, dass Hellhammer nur von 1982 bis 1984 existiert haben und in dieser Zeit lediglich diverse Demos (\u201eDeath Fiend\u201c \u2013 auf Kassette \u2013, \u201eSatanic Rites\u201c, \u201eTriumph Of Death\u201c, alle 1983) und eine EP (\u201eApocalyptic Raids\u201c, 1984, rewiederneuver\u00f6ffentlicht als \u201eApocalyptic Raids 1990 A.D.\u201c im Jahre vom Anno Domini 1990) ver\u00f6ffentlicht haben, aber dennoch kennt jeder Mensch auf der Welt Hellhammer und mehr als die H\u00e4lfte von ihnen halten sie f\u00fcr eine der gro\u00dfartigsten Bands, die es jemals im Extreme Metal gab, bzw. die den Extreme Metal erstmal erfunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugegeben: Die Akkordfolgen von Hellhammer sind nicht allzu virtuos, aber das, was sie aus dieser sparsamen Auswahl an musikalischen M\u00f6glichkeiten gemacht haben, war in allerh\u00f6chsten Ma\u00dfe effizient. Und dazu Tom G. Warriors Gesang: Waren es Venom, die schon ca. ein Jahr zuvor ein garstiges Gemisch aus Metal, Punk und einem ger\u00fcttelt Ma\u00df an Satanismus zusammenger\u00fchrt haben: Was den Gesang angeht, kackt Venoms Cronos gegen Hellhammers Tom G. Warrior ziemlich ab. Hellhammers Songwriting war immer \u00fcber jeden Zweifel erhaben, und dank Triumph Of Death erstrahlen die damaligen Songs jetzt in einem Gewand, das sich nicht nur sehen lassen kann, sondern so richtig mitrei\u00dft: \u201eResurrection Of The Flesh\u201c ist sooowas von fett und satt produziert und die aktuelle Stimme von Tom G. Warrior macht diese Aufnahmen zu etwas ganz Besonderem. Der Schweizer gurgelt, r\u00f6hrt und dr\u00f6hnt (\u201espr\u00f6tzelt\u201c, w\u00fcrde Heinz Strunk das vermutlich umschreiben), dazu machen Gitarre und Bass ein tiefes, basslastiges Gemisch aus d\u00fcsterem Black-\/Thrash-Metal, das vom monoton donnernden Schlagzeug befeuert wird. Warrior h\u00f6rt sich dabei an wie der b\u00f6se schwyzerische Cousin von Lemmy Kilmister \u2013 wunderbar! Und nun \u00fcberlege ich, wie ich den Lesenden Hellhammer respektive Triumph Of Death am Besten schmackhaft mache, ohne dass sie sich die vollen gut 55 Minuten anh\u00f6ren m\u00fcssen. Und komme zu dem Schluss: H\u00f6rt Euch den letzten Song an: \u201eTriumph Of Death\u201c \u2013 der Titelgeber und wohl beste Song von Hellhammer \u2013 hier auf gut 13 Minuten ausgewalzt, und \u201egewalzt\u201c trifft es wie das sprichw\u00f6rtliche Butterbrot aufs Auge: Warrior und seine wackeren Mitstreiter bieten ein wahres Doom-Massaker, Fischers Stimme entz\u00fcckt wieder einmal mehr, kurz vor 5 Minuten wird es sch\u00f6\u00f6n rockig (mit Ausnahme des Gesangs, der weiter die Fahne des Extreme Metal hochh\u00e4lt), die Drums poltern, als gerieten die Posaunen von Jerichow in die Abfallpresse in der Frankfurter Stra\u00dfe, dann f\u00e4ngt sich das Ganze wieder und nimmt sich ein nur wenige Sekunden dauerndes Black-Sabbath-Jahr, bis Tom G. Warriors Gesang wieder D\u00fcsternis und Vernichtung verk\u00fcndet. Bei aller Finsternis sorgt Fischers Gesang auch immer wieder f\u00fcr eine Art von Nachhausekommen, f\u00fcr W\u00e4rme, f\u00fcr Wiedererkennung. \u201eTriumph Of Death\u201c ist das apselute Signaturst\u00fcck von Hellhammer, im Original nur knapp halb so lang wie hier dargeboten und alles in allem ein Brett von einem Extreme-Metal-Song.<\/p>\n\n\n\n<p>Denjenigen unter den Lesenden, die durch \u201eResurrection Of The Flesh\u201c zum ersten Mal die volle Wucht des H\u00f6llenhammers in ihrem Allerwertesten versp\u00fcrt haben, sei nun noch das 2008er Kompilationsalbum \u201eDemon Entrails\u201c, das die weiter oben genannten Demos auf zwei silbernen CDs zusammenfasst, sowie \u201eApocalyptic Raids 1990 A.D.\u201c auf das allerherzlichste anempfohlen, ebenso wie alles von Celtic Frost mit Ausnahme von \u201eCold Lake\u201c und das Werk von Triptykon, das hoffentlich alsbald eine Fortsetzung erlebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (17.11.2023) Nennen Sie mir einen Musikanten aus den Alpen, der immer eine wollene M\u00fctze auf dem Kopf tr\u00e4gt und die europ\u00e4ische Musiklandschaft gepr\u00e4gt hat wie kaum ein Zweiter \u2013 nun, hm, h\u00e4h? 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