{"id":5686,"date":"2023-10-25T21:56:12","date_gmt":"2023-10-25T19:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5686"},"modified":"2023-10-25T21:56:12","modified_gmt":"2023-10-25T19:56:12","slug":"was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumne-my-english-is-not-the-yellow-from-the-egg-but-it-goes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumne-my-english-is-not-the-yellow-from-the-egg-but-it-goes\/","title":{"rendered":"Was meine Freundin gerne h\u00f6rt \u2013 die Musikkolumne: My English is not the yellow from the egg, but it goes."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4578\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Onkel Rosebud<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Freundin und ich nahmen einst auf der Couch Anteil, als Kati Wilhelm, eine ziemlich erfolgreiche Biathletin aus Schmalkalden bei Zella-Mehlis, im \u00d6ffentlich-Rechtlichen ihr Karriereende ank\u00fcndigte. Auf der unvermeidlichen Pressekonferenz wurde sie von einem Reporter auf Englisch gefragt, was sie in Zukunft zu tun gedenke. Kati antwortete: \u201eIt comes what want\u201c. Daraufhin schaute meine Freundin kurz von ihrem Strickmuster hoch und goutierte: \u201eThat makes her nobody so quickly after\u201c. Meine Schlagfertigkeit lie\u00df damals noch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, deshalb kam mir nicht in den Sinn, souver\u00e4n mit einem \u201eNo one can reach her the water\u201c zu kontern. Aber eine Sternstunde in Sachen Humor in unserer Beziehung wurde dieses situative Arrangement trotzdem, denn die Wilhelminische Antwort hat seitdem in unsere Geheimsprache als eine Art Safeword f\u00fcr \u201ekeine Ahnung \u2013 bl\u00f6de Frage \u2013 falscher Zeitpunkt\u201c Einzug gehalten. Und sie begr\u00fcndete ein Hobby, das wir \u201eLousy English\u201c nennen. Die Aus\u00fcbung besteht darin, dass wir Personen aus dem gleichen Sprachraum (bei uns hei\u00dfen sie \u201eN\u00f6ckelt\u00f6cks\u201c) in Konfliktsituationen mit einheimischen Dienstleistern gedenglischte Redewendungen ablauschen und diese dann im Alltag benutzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beispiel gef\u00e4llig? Na, gern. Wir stehen in der Schlange der Autovermietung am Flughafen Manchester. Das nieders\u00e4chsische Familienoberhaupt vor uns wird von der Schalterbelegschaft dezent darauf hingewiesen, dass sich aufgrund der individuellen Schadenshistorie die Versicherungspr\u00e4mie erh\u00f6ht hat. Der Senior versucht den Sachverhalt zu verharmlosen und l\u00e4sst sich zu einem \u201eThis is snow from yesterday\u201c hinrei\u00dfen.&nbsp; Als mir dann meine Freundin kichernd ins Ohr fl\u00fcstert: \u201eNow he has the salad\u201c, ist das nahe dran am perfekten inneren Reichsparteitag. \u00dcbrigens, trotz aller Ambivalenz, man muss nicht gleich zusammenzucken, wenn jemand sagt: \u201eDas ist mir ein innerer Reichsparteitag&#8220;. Sp\u00e4testens seit die ZDF-Moderatorin Katrin M\u00fcller-Hohenstein bei der Fu\u00dfball-WM-\u00dcbertragung anno 2010 in der Halbzeitpause des ersten N\u00f6ckelt\u00f6ck-Gruppenspiels diesen Ausdruck verwendete, um die Gef\u00fchlslage des wegen seiner St\u00fcrmerleistung umstrittenen Miroslav Klose aus der Hauptstadt der Woiwodschaft Opole zu beschreiben, ist das keine extremistische Terminologie mehr und im Kontext des Verfassers dieser Kolumne mit DDR-Vergangenheit auch fast schon zu absurd, um ernst gemeint zu sein. Die Moderatorin musste sich zwar damals entschuldigen, aber was waren die Reichsparteitage: Pomp\u00f6se Selbstbeweihr\u00e4ucherungs- und Jubelveranstaltungen. In dem Ausdruck klingt also eher ein gewisser Spott mit. Und laut dem Anglisten, Germanisten, Linguisten, Sachbuchautor und Synchronsprecher Christoph Gutknecht entstand er nach 1933 in der Studentenszene und wurde eher mit einer ironischen Distanz als Synonym f\u00fcr eine \u201egro\u00dfe Genugtuung\u201c verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich tr\u00e4ume manchmal von folgendem Dialog: Meine Freundin: \u201eThe jumping point is, you are on the woodway.\u201d Ich: \u201eDon\u2019t bring me on the palm. With me is not good cherry eating\u201c. Daraufhin sie: \u201eDo you want to sell me for stupid? The devil sticks in the detail.\u201d Ich zur\u00fcck \u201eLet the church in the village. I know how the rabbit runs.\u201d Und das kann dann Stunden so weiter gehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hold the ears stiff,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Onkel Rosebud<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Onkel Rosebud Meine Freundin und ich nahmen einst auf der Couch Anteil, als Kati Wilhelm, eine ziemlich erfolgreiche Biathletin aus Schmalkalden bei Zella-Mehlis, im \u00d6ffentlich-Rechtlichen ihr Karriereende ank\u00fcndigte. Auf der unvermeidlichen Pressekonferenz wurde sie von einem Reporter auf Englisch &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumne-my-english-is-not-the-yellow-from-the-egg-but-it-goes\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-5686","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wasmeinefreundingerne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5686"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5687,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5686\/revisions\/5687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}