{"id":5674,"date":"2023-10-23T21:10:47","date_gmt":"2023-10-23T19:10:47","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5674"},"modified":"2023-10-23T21:10:47","modified_gmt":"2023-10-23T19:10:47","slug":"the-spacelords-nectar-of-the-gods-tonzonen-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-spacelords-nectar-of-the-gods-tonzonen-records-2023\/","title":{"rendered":"The Spacelords \u2013 Nectar Of The Gods \u2013 Tonzonen Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/The-Spacelords-Nectar-Of-The-Gods.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/The-Spacelords-Nectar-Of-The-Gods.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5675\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (23.10.2023)<br><br>Wo kommen wir eigentlich so hin, wenn man sich als Band nach einem Song seiner Lieblingsband benennt? Fragen wir nach bei Radiohead, The Sisters Of Mercy, Machine Head oder, \u00e4hm, Mot\u00f6rhead. Oder bei The Spacelords, die psychedelische Kiffer-Rockmusik machen, ganz wie es der an Monster Magnet angelehnte Name erwarten l\u00e4sst. Doch vermeiden die Reutlinger gottlob einen kapitalen Fehler: Sie kopieren nicht den Sound ihrer Vorbilder, sondern reihen sich allerh\u00f6chstens grob in der gleichen Schubladengegend ein. Ihr sechstes Album \u201eNectar Of The Gods\u201c spielten The Spacelords abermals instrumental als Trio ein und verlegen sich darauf auf episches Gniedeln, von dem man allein schon bekifft wird: spacig, eskapistisch, der Fahrschein zum Abtauchen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Der Fahrplan wird schon beim Anblick der Trackl\u00e4ngen offenbar: Vier Sogs in einer Dreiviertelstunde, und auf jedem davon lassen The Spacelords ihrer Intuition freien Lauf. Oder wem auch sonst, um so fein ausufernde psychedelische Tracks zu erarbeiten. Die St\u00fccke des Trios basieren dabei auf nicht nur jeweils einer musikalischen Idee, da steckt jede Menge Leben in den vier Vierteln, mal ein Pink-Floydiger Basslauf, mal ein himmelsst\u00fcrmendes, gelegentlich auf dem Wahwah gegniedeltes Melodiefragment, mal ein repetitiver Kreis aus Riffs, mal eine Orgel, die sich in die episch ausufernde Rockmusik integriert. Die einzelnen Bausteine wechseln sich innerhalb der Tracks ab und ergeben, schon allein getrieben vom temperamentvollen, wuchtigen Schlagzeug, ein sich zusehends steigerndes, trotz der genreimmanenten Wiederholungen abwechslungsreiches St\u00fcck Versunkenheit, zu der man wahlweise in die k\u00fchnsten Kissen versinken oder auch halsbrecherisch mit dem Kopf nicken mag.<br><br>Analogien zum Sound der Raumf\u00fcrsten gibt es sicherlich reichlich, Musik zwischen Psychedelic-, Stoner-, Space-, Kraut- und Post-Rock ist ja nun nicht mehr neu, und man mag an manchen Ecken sogar konkret vertraute Passagen ausmachen, die man anderen Bands zuordnen mag, aber das sind lediglich Ahnungen inmitten eines Meeres aus kontemplativer Versunkenheit, die man einfach schluckt wie schwappendes Salzwasser beim entspannten Bade. Um tumbe Kopien zu sein, haben The Spacelords selbst einfach viel zu viel Inspiration.<br><br>Immerhin arbeitet das 2008 gegr\u00fcndete Trio in dieser Besetzung seit 2014 zusammen, mit \u201eNectar Of The Gods\u201c sechs Studioalben sowie diverse Livealben und Split-Ver\u00f6ffentlichungen sind in der Zeit zusammengekommen. Von Anfang an dabei sind Schlagzeuger Marcus \u201eMatsch\u201c Schnitzler und Gitarrist Matthias \u201eHazi\u201c Wettstein, Bassist Eckhard Friedrich \u201eAkee\u201c Kazmeier trat eben vor knapp zehn Jahren hinzu. F\u00fcr Orgel und Fender Rhoses holte sich das Trio auf diesem Album Jens Eberhard dazu \u2013 und lie\u00dfen den Krautrock-Meister Eroc das Mastering \u00fcbernehmen. Interessant sind die fr\u00fcheren musikalischen Stationen, Kazmeier machte mit Noch 2 T\u00f6chter psychedelischen Garage Rock und kennt Schnitzler von der Rockband Wonderbrothers. Letzterer spielte bei vielen Bands mit, zwischen Punk, Psychedelik, Hardcore, Afrobeat und Rock. Zu Beginn hatten die Spacelords \u00fcberdies noch einen Fl\u00f6tisten dabei, der w\u00fcrde sich auch in den gegenw\u00e4rtigen Sound sicherlich gewinnbringend einbetten lassen.<br><br>Den braucht man aber nicht, The Spacelords \u00fcberzeugen auch zu dritt, plus Orgler zum Abschluss. \u00dcberraschungen gibt es im Grunde bis auf eben die Orgel keine, daf\u00fcr bleibt man zu sehr in seinem Pool, aber der ist ansprechend ausgestaltet. Ohne Seitenblick zu Monster Magnet. Raumf\u00fcrst, Mutti, Mutti!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (23.10.2023) Wo kommen wir eigentlich so hin, wenn man sich als Band nach einem Song seiner Lieblingsband benennt? Fragen wir nach bei Radiohead, The Sisters Of Mercy, Machine Head oder, \u00e4hm, Mot\u00f6rhead. 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