{"id":5632,"date":"2023-10-15T21:27:44","date_gmt":"2023-10-15T19:27:44","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5632"},"modified":"2023-10-15T21:27:44","modified_gmt":"2023-10-15T19:27:44","slug":"sulphur-aeon-seven-crowns-and-seven-seals-van-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sulphur-aeon-seven-crowns-and-seven-seals-van-records-2023\/","title":{"rendered":"Sulphur Aeon \u2013 Seven Crowns And Seven Seals \u2013 V\u00e1n Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Sulphur-Aeon-Seven-Crowns-And-Seven-Seals.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Sulphur-Aeon-Seven-Crowns-And-Seven-Seals.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5633\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Zinker? Baxxter? Kerkeling? Nein, meine Damen und Herren, verehrte Lesende: Die Rede ist von H.P. Lovecraft, heuer nun schon zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Tagen. Nicht nur die franz\u00f6sische Post-Black-Metal-Band Blut aus Nord beruft sich auf den gro\u00dfen Literaten, sondern auch die nordrheinwestf\u00e4lische Blackened-Death-Metal-Institution Sulphur Aeon, deren neues Werk \u201eSeven Crowns And Seven Seals\u201c (nicht zu verwechseln mit \u201eSeven Brides For Seven Brothers\u201c) ein schleimiges Schlabbermonster auf dem \u00fcberaus geschmack- und stimmungsvollen Cover tr\u00e4gt, das geradewegs den Erz\u00e4hlungen \u00fcber den Cthulhu-Mythos entsprungen zu sein scheint.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Sulphur Aeon aus Waltrop im Landkreis Recklinghausen, NRW, wurden im Jahr 2010 gegr\u00fcndet und haben in den vergangenen zehn Jahren vier Studioalben und eine Live-Aufnahme ver\u00f6ffentlicht, au\u00dferdem ein Demo und eine EP. Sie haben sich komplett dem Cthulu-Mythos sowie dem Blackened Death Metal verschrieben, einem Musikstil, der mir \u2013 ebenso wie der Post Black Metal \u2013 mehr zusagt als der urspr\u00fcngliche, trve Black Metal, da er aus dem Death Metal den Growl-Gesang und die wie ich finde sattere Produktion \u00fcbernimmt und gitarrentechnisch genug Black Metal beinhaltet, um deutlich desolater und lebensfeindlicher r\u00fcberzukommen als der \u00fcbliche Death Metal mit seinen menschenfressenden Zombies und all dem Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Sulphur Aeon haben mit M. einen wunderbaren S\u00e4nger, der nicht nur growlt und bisweilen auch kr\u00e4chzt, sondern auch einen tollen, tiefen Klargesang hinzulegen im Stande ist (hierzu gerne mal \u201eThe Yearning Abyss Devours Us\u201c anspielen, da ist alles drin, was M. drauf hat) und der Musik damit eindrucksvoll seinen Stempel aufdr\u00fcckt. T. und A. an den Gitarren tun ihr \u00dcbriges, um Sulphur Aeons Musik unverkennbar zu machen: Hier wird nicht nur deathmetallisch dumpf und basslastig gerattert, sondern sehr melodisch und dennoch hinreichend dissonant den h\u00f6heren T\u00f6nen gehuldigt, das Ganze vorwiegend im mittleren Tempo gehalten, Bass, Synths und sonstige Klangeffekte von S. runden solide nach unten ab, w\u00e4hrend D. am Schlagzeug alles gibt, aber blackmetaltypisch in den Hintergrund gemischt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei aller gebotenen Dissonanz sind es doch immer wieder die Melodien, sowohl beim Gesang auch bei Rhythmus- und Leadgitarre, die mich beim H\u00f6ren von Sulphur Aeon in den Bann ziehen. Neben Metal sp\u00fcre ich hier auch zahlreiche Einfl\u00fcsse des Gothic Rocks, nur eben deutlich h\u00e4rter, und M.s Gesang steht dem eines Nergal in nichts nach, nur, dass ich die Songs von Sulphur Aeon als einen Hauch greifbarer und wiedererkennbarer empfinde als die der von mir ebenfalls \u00fcberaus verehrten Behemoth, aber das ist jetzt auch nur meine Meinung.<\/p>\n\n\n\n<p>Extreme Metal darf gerne extreme Schmerzen beim H\u00f6ren verursachen, aber er kann die H\u00f6renden auch mal warm umfangen und sie abholen, wo auch immer sie gerade stehen, und genau das gelingt M., T., A., S. und D. mit \u201eSeven Crowns And Seven Seals\u201c auf das Vortrefflichste. Vor allem den Gesang empfinde ich als sehr warm und sch\u00f6n, die Melodien erzeugen ein gutes Gef\u00fchl, und trotzdem schwingt immer ein deutlich sp\u00fcrbares Unbehagen in allen St\u00fccken mit, das allerdings immer irgendwie beherrschbar bleibt. Als Beispiel sei hier das Titelst\u00fcck anempfohlen, mit knapp 9 Minuten Spielzeit nur durch das letzte St\u00fcck \u201eBeneath The Ziqqurats\u201c an L\u00e4nge \u00fcbertroffen: D\u00fcster dr\u00e4uend baut es sich auf, ein erstes Gitarrensolo ist bereits im Intro zu h\u00f6ren, der Gesang ert\u00f6nt sch\u00f6\u00f6n langsam und d\u00fcster, jede Note wird ausgekostet, und M.s dunkler Gesang wird wundersch\u00f6n durch hell jaulende Gitarren kontrastiert, dann folgt ein akustisches Zwischenspiel, M.s Gesang greift die urspr\u00fcngliche Melodie wieder auf, nur dass erstmal alles ruhiger, weicher und ja \u2013 irgendwie l\u00e4ssig daherkommt, bis sich das St\u00fcck gegen Ende sehr sch\u00f6n ruhig, achtsam und entschleunigt in einen wahren H\u00f6llenl\u00e4rm hineinsteigert. Teilweise klingen die Gitarren sogar nach blueslastigem Classic Rock, ohne ihre Exreme-Metal-Wurzeln zu verleugnen oder -raten. Wie machen die das? Das folgende \u201eBeneath The Ziqqurats\u201c beschlie\u00dft das Album ebenso langsam, aber noch d\u00fcster-gewaltiger innert 9:14 Minuten und l\u00e4sst keinen Zweifel offen, dass es sich hier weder um fr\u00f6hliche noch um leicht zu verkraftende Musik handelt, die sich jedoch komplett schmerzfrei und sehr begeistert h\u00f6ren l\u00e4sst. Und zwar immer und immer wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.10.2023) Zinker? Baxxter? Kerkeling? Nein, meine Damen und Herren, verehrte Lesende: Die Rede ist von H.P. Lovecraft, heuer nun schon zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Tagen. 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