{"id":5617,"date":"2023-10-11T21:19:36","date_gmt":"2023-10-11T19:19:36","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5617"},"modified":"2023-10-11T21:19:36","modified_gmt":"2023-10-11T19:19:36","slug":"baroness-stone-abraxan-hymns-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/baroness-stone-abraxan-hymns-2023\/","title":{"rendered":"Baroness \u2013 STONE \u2013 Abraxan Hymns 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Baroness-Stone.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Baroness-Stone.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5618\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (11.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie fortw\u00e4hrend Begriffe miteinander verwechseln, die Dinge beschreiben, die vollkommen verschieden voneinander aussehen? Oldenburg und Osnabr\u00fcck, Weihnacht und Wehrmacht, Mastodon und Baroness? Nun, seien Sie v\u00f6llig unbesorgt \u2013 sowas ist v\u00f6llig normal und absolut kein Anzeichen einer St\u00f6rung nach ICD 11. Was letztere beide betrifft, haben sie immerhin gemeinsam, dass es sich sowohl bei Mastodon als auch bei Baroness um Progressive-Metal-Bands handelt, die in Georgia beheimatet sind (Erstere in Atlanta, Zweitere in Savannah) und die Teile ihrer Wurzeln im Sludge haben und die bei mir wohl genau deshalb \u00e4hnliche Gef\u00fchle beim H\u00f6ren ihrer Alben hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl bei Mastodon als auch bei Baroness fiebere ich jeder neuen Ver\u00f6ffentlichung immer schon Monate im Voraus gespannt entgegen \u2013 wohl wissend, dass eine Entt\u00e4uschung ausgeschlossen sein wird. Und so \u00fcbererf\u00fcllt auch \u201eSTONE\u201c, das neue Album von Baroness, meine Erwartungen um ein Vielfaches.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eSTONE\u201c ist Baroness\u2019 erste Ver\u00f6ffentlichung, die keine Farbe im Titel tr\u00e4gt. Nach \u201eRed\u201c, \u201eBlue\u201c, \u201eYellow &amp; Green\u201c, \u201ePurple\u201c und \u201eGold &amp; Grey\u201c sind alle m\u00f6glichen Farben verwurschtet, nun musste also etwas Anderes her. Ich bin mal gespannt, ob sich Baroness\u2019 n\u00e4chste Alben weiterhin an Materialien orientieren, die beiden bisherigen Albumtitel mit einem \u201e&amp;\u201c w\u00fcrden ja zumindest f\u00f6rmlich nach einem Nachfolgealbum mit dem Titel \u201ePlaste &amp; Elaste\u201c (Live in Schkopau???) schreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie immer wurde das Cover des Albums von John Baizley gestaltet, dem S\u00e4nger und Rhythmusgitarristen von Baroness. Baizley hat eine sehr eigene Art und Weise, Albencover zu malen, ich will sein neuestes Werk hier gar nicht beschreiben \u2013 sehen Sie es sich an, halten Sie die bisherigen Baroness-Cover-Artworks daneben und erfreuen Sie sich an der \u00c4hnlichkeit und der Weiterentwicklung \u2013 man h\u00f6rt den Sound von Baroness, wann immer man die Covers ansieht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c0 propos Weiterentwicklung: Was mich von Anbeginn an immer schon sehr f\u00fcr Baroness einnimmt, ist der sehr sch\u00f6n wiedererkennbare Gesang Baizleys \u2013 er klingt immer, als st\u00fcnde er mehrere Meter hinter dem Mikro (DAS ist die deutschsprachige Abk\u00fcrzung f\u00fcr Mikrofon \u2013 nicht etwa \u201eMike\u201c!) und gr\u00f6hle mal so vor sich hin. Wenn man das \u00f6fter h\u00f6rt, stellt man fest, dass diese Art zu singen 100% zu Baroness passt und Baizleys Stimme ganz hervorragend ist. Dazu kommt die unglaubliche stilistische Vielfalt der Band \u2013 sludgetechnisch orientierter Progmetal ist ja eh schon immer dabei \u2013 und beim das aktuelle Album beschlie\u00dfenden Track \u201eBloom\u201c kommt eine sch\u00f6ne Folknote dazu, die Baizleys Stimme wunderbar scheinen l\u00e4sst \u2013 hier steht er nicht mehrere Meter hinter dem Mikro, sondern direkt dahinter, und die Gitarre klimpert wundervoll dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier nochmal einige Worte zu den einzelnen Songs:<br>\u201eEmbers\u201c leitet das Album sch\u00f6n ruhig ein, und w\u00e4hrend man sich noch fragt, was das soll, brechen schon die kratzigen Riffs von \u201eLast Word\u201c \u00fcber die H\u00f6renden herein, und alsdann f\u00e4ngt John Baizley an zu singen und spannt eine wundersch\u00f6ne, in die L\u00e4nge gezogene und getragene typische Baroness-Melodie auf, die zun\u00e4chst von schmeichelnden Gitarren getragen und dann immer wieder von krachenden, bratzigen Gitarren aufgemischt werden, und ab Minute 2:42 (hihi, hallo Matze) <em>[hihi \u2026 08:01:12:12:15 07:21:09:04:15, Anm. d. M.]<\/em> gibt es ein Solo, das wunderbar zum Song passt, aber in keinster Weise versucht, sich in irgendwessen Ohr einzuschmeicheln. Aus John Baizleys Aussage im metal.de-Interview, dass er kein guter Gitarrist und froh sei, dass Gina Gleason ihm die schwierigen Arbeiten abnehme, schlie\u00dfe ich, dass Gleason auch hier das Solo beigesteuert hat, und sage: Eine glatte 8 auf einer Skala bis 10! In anderen Worten: Urinate on a skeleton! An schlie\u00dft sich \u201eBeneath The Rose\u201c \u2013 der Song schleicht sich langsam an, Gitarre und Schlagzeug duellieren sich, dann bratzt die typische Baroness-Gitarre rein, um dann mit einer h\u00f6heren Gitarrenmelodie umspielt zu werden, dann wieder Baronessbratzgitarre und Baizley-typischer Gesang, aber: Ist das noch Metal? Diese Art, eine Melodie zu singen, w\u00fcrde auch zu Alice Cooper passen, kurze Zeit sp\u00e4ter sind wir dann wieder zu 100% bei Baroness \u2013 ich liebe Bands mit dieser Art von Wiedererkennungswert. Den liefern Baroness hier ohne Wenn &amp; Aber, nicht ohne jedoch zwischenzeitlich immer Passagen einzustreuen, die mir beim aufmerksamen H\u00f6ren den Atem rauben. Ohne \u00dcbergang schlie\u00dft sich n\u00e4mlich \u201eChoir\u201c an, und auf einmal rattert die Gitarre, es gibt viel Hall, Baizley spricht, anstatt zu singen, die H\u00f6renden halten den Atem an, auf einmal unterhalten sich zwei Gitarren, und dann klingt das St\u00fcck einfach immer ruhiger werdend aus. Okay. Das kann jetzt aber noch nicht alles gewesen sein. Ist es auch nicht: Kurz vor Schluss ert\u00f6nen peitschende Schlagzeugger\u00e4usche, Baizley raunt irgendwelches Geraune und das stark countryfolkbeeinflusste Zwischenspiel \u201eThe Dirge\u201c ert\u00f6nt \u2013 knapp \u00fcber eine Minute lang, und w\u00e4hrend man sich fragt, was das denn nun alles soll, beginnt \u201eAnodyne\u201c. Langsam ratterndes Intro, langsamer typischer Baizley-Gesang, Gitarre mit mehr Hall als alles andere \u2013 super, wir sind wieder in der uns warm umfassenden Baroness-Welt verhaftet. Auf \u201eShine\u201c geht es erstmal sechseinhalb Minuten so weiter \u2013 alles, was wir an Baroness lieben, gibt es in diesem Song. Und danach folgt dann das Magnum Opus auf \u201eSTONE\u201c \u2013 \u201eMagnolia\u201c, also quasi Magnolien aus Stein. Das Intro schleicht sich sowas von ruhig heran, dass man es erst erkennt, wenn Baizleys Gesang \u2013 diesmal im Falsett \u2013 ert\u00f6nt, eine Gitarre macht einen auf Country und dann: Der Gesang f\u00e4llt ins Gr\u00f6hlen, die Gitarren bratzen dazu, das Schlagzeug klingt oberfl\u00e4chlich ruhig, sorgt aber f\u00fcr sehr viel Most und dann \u2013 Akustikgitarre! Dann wieder Geschrammel und Geschrei, und dennoch klingt der Song sehr zur\u00fcckgenommen und eher ruhig \u2013 wie machen die das? Wei\u00df ich auch nicht, bin aber begeistert. Dazwischen gibt es wundersch\u00f6ne Soli, dann wieder Baizleys energischer Gesang \u2013 hier offenbart sich auch dem\/der Blindesten (m\/w\/d) unter den Zuh\u00f6renden, dass Baroness in einer v\u00f6llig eigenen Liga spielen. Das folgende \u201eUnder The Wheel\u201c beginnt langsam und leise mit Synthesizern und vorsichtig ratternden Gitarren, au\u00dferdem baut sich eine wundersch\u00f6ne Melodie auf. Minutenlang bleibt es eher gotisch denn metallisch, und zur H\u00e4lfte des Songs br\u00fcllt John Baizley dann mal so richtig los. Die musikalische Untermalung bleibt dabei melodisch und zur\u00fcckgenommen \u2013 ein sehr sch\u00f6ner und effektvoller Kontrast.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie fasse ich jetzt nun meine Meinung zu \u201eSTONE\u201c in einem einzigen, markanten Satz zusammen? Also meine Meinung zu einem Album, das vielschichtig, \u00fcberraschend und Barones-typisch, vielleicht sogar eines der besten ihrer Alben ist? Okay\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 KAUF\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6\u00d6N!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (11.10.2023) Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie fortw\u00e4hrend Begriffe miteinander verwechseln, die Dinge beschreiben, die vollkommen verschieden voneinander aussehen? Oldenburg und Osnabr\u00fcck, Weihnacht und Wehrmacht, Mastodon und Baroness? 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