{"id":5597,"date":"2023-10-04T18:13:27","date_gmt":"2023-10-04T16:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5597"},"modified":"2023-10-04T18:13:39","modified_gmt":"2023-10-04T16:13:39","slug":"the-chemical-brothers-for-that-beautiful-feeling-virgin-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-chemical-brothers-for-that-beautiful-feeling-virgin-2023\/","title":{"rendered":"The Chemical Brothers \u2013 For That Beautiful Feeling \u2013 Virgin 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/The-Chemical-Brothers-For-That-Beautiful-Feeling.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/The-Chemical-Brothers-For-That-Beautiful-Feeling.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5598\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (04.10.2023)<br><br>Ja, wir Neunziger-Kids halten an unseren alten Helden fest, wir bleiben den einstigen Sounderneuerern treu. Zumindest, so lang sie sich nicht selbst an den Kommerz oder an sonstwen verraten. The Chemical Brothers sind daf\u00fcr bis heute zu unangepasst, daher bleiben sie auf dem Aufmerksamkeitsradar, sobald sie etwas Neues herausbringen, und das vollbringen die Br\u00fcder Ed Simons und Tom Rowlands seit fast 30 Jahren zuverl\u00e4ssig. Auch wenn es l\u00e4ngst keine Knallerhits aus der fetten Bigbeat-Schmiede mehr gibt, sondern eher DJ-Sets aus miteinander verbundenen Dancetracks mit dezidierten Gasts\u00e4ngern und den typischen Hupen und Sirenen. \u201eFor That Beautiful Feeling\u201c h\u00e4tten die ChemBros indes ihre Samplevielfalt und die Gastbeitr\u00e4ge etwas erweitern d\u00fcrfen, ansonsten ordentlich, Jungs!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wie klingt eigentlich moderne Tanzmusik? Fragt man die Jugend, z\u00e4hlt sie sicherlich nicht die Bigbeats der Chemical Brothers auf. Die wiederum haben es nicht n\u00f6tig, ihre Studioraves an den Zeitgeist anzupassen, sie bleiben ganz bei sich selbst und ihrem ureigensten Rezept, an dem sich vor 30 Jahren noch viele Epigonen versuchten, die es teils heute nicht mehr oder teils nur noch uninspirierter gibt. So richtig bis ins Unermessliche inspiriert sind die Chemical Brothers indes heutzutage auch nicht mehr: \u201eFor That Beautiful Feeling\u201c l\u00e4sst L\u00fccken in der Wunschliste, die man an ein Album der Br\u00fcder hat.<br><br>Die Rezeptur bleibt in den Grundz\u00fcgen gleich: Dicke, zumeist gebrochene Beats, kreischende Sirenen, durchdringende Hupen, repetitive Samples, wechselnde Tempi, gedehnte Atmosph\u00e4ren, Gastmusiker. Alles etwas anders gewichtet als gewohnt, zumindest aus den Neunzigern \u2013 die j\u00fcngeren Alben sind dem neuen trotz einiger R\u00fcckgriffe auf die Anfangszeit n\u00e4her als eben die Anfangszeit. Dazu mengen Rowlands und Simons frische, weil alte Ideen in den Sound ein, etwa 808-Acid-Effekte in \u201eNo Reason\u201c, Electrofunk in \u201eFountains\u201c, 70er-Disco-Strukturen wie in \u201eMagic Wand\u201c, das an den angekitschten Moby erinnernde \u201eGoodbye\u201c oder eine balearische Houseanmutung in \u201eThe Darkness That You Fear\u201c, der bereits 2021 erschienenen Single, die hier als \u201eHarvest Mix\u201c enthalten ist.<br><br>Als deutlichster R\u00fcckgriff auf sich selbst schimmert \u201eThe Weight\u201c hervor, entschleunigt und fett wie die \u201eBlock Rockin\u2018 Beats\u201c 1997 und ebenfalls mit einem brutalen Bassgroove ausgestattet. Atmosph\u00e4rische Tracks wie das in Tateinheit mit dem \u201eIntro\u201c das Album umklammernde Titellied gab es ebenfalls schon fr\u00fcher.<br><br>Trotzdem war fr\u00fcher einiges besser: Die St\u00fccke selbst hatten in sich eine mitrei\u00dfendere Dynamik, die flossen nicht nur so tanzbar dahin. Seit j\u00fcngerer Zeit verlegen sich die Br\u00fcder zudem darauf, viel zu kurze Sprachsamples in viel zu kurzer Zeit viel zu oft zu wiederholen, das verleiht den entsprechenden Tracks etwas Nerviges. Was sie ja durchaus laut Masterplan des Duos haben sollen, aber das urspr\u00fcngliche Nervige verleitete zum Tanzen, das jetzige zum Skippen. Stattgegeben, laut geh\u00f6rt rei\u00dfen die Sounds unter den Samples dann wieder mit, aber immer laut ist ja auch keine L\u00f6sung. Was sollen denn die Nachbarn denken.<br><br>So richtig Gesang wiederum gibt es auf dem Album auch nicht, abseits der kurzen Samples. Anders als fr\u00fcher sind dieses Mal nur zwei G\u00e4ste dabei, davon keine, die Instrumente mitbringen: \u201eLive Again\u201c und das Titellied schm\u00fcckt die Pariser Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin Halo Maud alias Myra Lee, bei \u201eSkipping Like A Stone\u201c ist der unnachahmliche, hier watteweich singende Beck zu h\u00f6ren. Dieses d\u00fcrfte ohnehin eines der besten St\u00fccke auf dem Album sein, das auch musikalisch ebenso gut auf dem Hitalbum \u201eSurrender\u201c h\u00e4tte erschienen sein k\u00f6nnen.<br><br>\u201eFor That Beautiful Feeling\u201c ist also kein schlechtes Album, wie auch die Vorg\u00e4nger \u201eNo Geography\u201c und \u201eBorn In The Echoes\u201c nicht schlecht waren. \u201eFurther\u201c markierte 2010 schon den \u00dcbergang von den knackigen musikalischen Abenteuerreisen in die gem\u00e4\u00dfigten Fahrwasser. Von Altherrenbigbeat kann dennoch keine Rede sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.10.2023) Ja, wir Neunziger-Kids halten an unseren alten Helden fest, wir bleiben den einstigen Sounderneuerern treu. Zumindest, so lang sie sich nicht selbst an den Kommerz oder an sonstwen verraten. 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