{"id":5527,"date":"2023-08-22T21:43:37","date_gmt":"2023-08-22T19:43:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5527"},"modified":"2023-08-22T21:43:37","modified_gmt":"2023-08-22T19:43:37","slug":"spear-of-destiny-ghost-population-easterstone-2022-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spear-of-destiny-ghost-population-easterstone-2022-2023\/","title":{"rendered":"Spear Of Destiny \u2013 Ghost Population \u2013 Easterstone 2022\/2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Spear-Of-Destiny-Ghost-Population.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Spear-Of-Destiny-Ghost-Population.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5528\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (22.08.2023)<br><br>Kirk Brandon macht einfach verl\u00e4sslich gute Musik, egal, mit welchem Projekt, ob Theatre Of Hate, Dead Men Walking oder Spear Of Destiny. Von letzterer Band gibt\u2019s aktuell mit \u201eGhost Population\u201c eine neue LP, mit Rockmusik, melancholisch und kraftvoll, sehr melodisch und gesanglich inbr\u00fcnstig, der Mann hat aber auch eine unverwechselbare, ausdrucksstarke hohe Stimme. Man kann es nicht weniger lieben als jedes andere St\u00fcck Musik, an dem Brandon beteiligt ist. Und so recht musikalisch voneinander trennen kann man seine Projekte auch nicht, aber das macht nichts, man bekommt immer Qualit\u00e4tsmusik aus dem Londoner Postpunk-Waverock-Umfeld. Er hat ja auch immer versierte Leute mit dabei.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Jungs hier kriegen das so gut hin, eine melancholisch gef\u00e4rbte Rockmusik enorm grooven zu lassen. Damit generierten Spear Of Destiny einen wunderbaren Kontrast zwischen schwerm\u00fctiger Musik und gutgelauntem Groove. Hier geht es also nicht so zu, dass man die Platte auflegt \u2013 CD und Download erschienen bereits im Vorjahr, der LP fehlen mit \u201eEvolution Day\u201c, \u201eWreck\u201c, \u201eCoward 306\u201c und \u201eBread &amp; Circuses\u201c bedauerlicherweise vier Lieder, der Rest ist zudem in der Reihenfolge vertauscht \u2013 und sich das n\u00e4chstbeste Seil sucht, um sich damit dort zu erschie\u00dfen, wo der See am tiefsten ist. Daf\u00fcr steckt viel zu viel Kraft in den Menschen, die diese Musik erstellen, auch wenn ihre Stimmung wohl getr\u00fcbt sein mag. Vielleicht ja auch nur die des Komponisten. Dem fallen dabei so tolle Songs ein, dass man schon beim ersten H\u00f6ren den Eindruck hat, es bei diesen Liedern mit vertrauten Freunden zu tun zu haben und nicht mit Fremden, und das, obwohl Brandon sich nicht benennbar selbst kopiert, er hat seinen Sound, seinen Stil, seine Seele, und die dringt hier wundersch\u00f6n aus den Rillen.<br><br>Und dabei ist Brandon auch noch so vielseitig. Sicherlich besteht die Platte vorrangig grob gesagt aus einer Rockmusik, die aus Postpunk und Waverock hervorgeht. Das Saxophon, dem er auch bei Theatre Of Hate schon immer zugeneigt ist, f\u00fcgt dem Sound in ausgew\u00e4hlten Songs indes eine eigene Note hinzu, ein ebenfalls nur gelegentlich herausragendes Keyboard verleiht manchen Liedern eine wohlige Atmosph\u00e4re der Achtziger. Zudem wechseln die Tempi und die Stimmungen, die Songs sind nicht uniform. \u201eBallad Of The Dog\u201c etwa beginnt wie eine Art Piratensong zur Akustikgitarre, in den sich Lynyrd Skynyrd einmogeln. In \u201eWaster\u201c dominiert das perkussive Schlagzeug, der Refrain ist ein mantraartiger Chorgesang. Den Stampfrocker \u201eEvolution Day\u201c h\u00e4tte Neil Young in den Neunzigern kaum anders hinbekommen, obschon dessen Gesang noch h\u00f6her ist, aber nicht so kraftvoll wie Brandons, wenn der erstmal loslegt \u2013 mit seinen fast 70 Jahren. \u201eYou\u2019re The Only Thing\u201c ist eine unverzerrt angeschlagene Depriballade mit ganz viel dunkler Leere. Im dramatischen \u201eWreck\u201c und in \u201eBread &amp; Circuses\u201c kommt tats\u00e4chlich eine Trompete zum Einsatz. Die Rauswerfer-Hymne \u201eForever Their England\u201c hat einen Galopp-Rhythmus wie weiland die NWoBHM, einen Stadion-Chant und ebenfalls die Trompete \u2013 das gro\u00dfe Kino.<br><br>Zur Band geh\u00f6ren auf dieser Platte neben Brandon altgediente Helden der Britischen Indie-Szene. Gitarrist Adrian Portas war bei Sex Gang Children und New Model Army. Bassist Craig Adams war bei den Sisters Of Mercy und Gr\u00fcndungsmitglied von The Mission, war bei Wayne Husseys Metal Gurus dabei, bei The Sisterhood, The Alarm, The Cult und Theatre Of Hate. Auch Keyboarder Steve Allan Jones \u00fcbernahm Brandon von The Alarm. Schlagzeuger Phil Martini und Saxophonist Clive Osborne waren in zahlreichen Bands unterwegs, die eher weniger bekannt sind, was ihrer Qualifikation h\u00f6rbar keinen Abbruch tut.<br><br>Nun ist Brandon mit seiner Ver\u00f6ffentlichungsweise schwer nachzuvollziehen. Das wie vielte Album von Spear Of Destiny ist dies eigentlich? Zum Vorg\u00e4nger \u201eTontine\u201c schrieb er, es sei Studioalbum Nummer 14, ver\u00f6ffentlichte danach aber zwei im Lockdown entstandene Neueinspielungen \u00e4lterer Alben, von denen nun also unklar ist, ob sie in den Kanon geh\u00f6ren oder nicht. Von den Live-Alben und Demo-Compilations ganz zu schweigen. Bedauerlich, dass die LP weniger Songs hat, als eigentlich zum Album geh\u00f6ren, aber daf\u00fcr ist der Tontr\u00e4ger eben haltbarer \u2013 Brandon neigte zuletzt vermehrt dazu, seine Alben unangek\u00fcndigt als billige CDr zu ver\u00e4u\u00dfern. Leider liegt auch kein Download-Code bei. Aber hey, daf\u00fcr ist die Musik einfach mal grandios!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (22.08.2023) Kirk Brandon macht einfach verl\u00e4sslich gute Musik, egal, mit welchem Projekt, ob Theatre Of Hate, Dead Men Walking oder Spear Of Destiny. 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