{"id":5455,"date":"2023-07-31T21:20:09","date_gmt":"2023-07-31T19:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5455"},"modified":"2023-07-31T21:20:09","modified_gmt":"2023-07-31T19:20:09","slug":"spezial-addicted-noname-label-aus-moskau-teil-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spezial-addicted-noname-label-aus-moskau-teil-15\/","title":{"rendered":"Spezial: addicted\/noname Label aus Moskau, Teil 15"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/addicted-label.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"110\" height=\"110\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/addicted-label.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3052\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (28.07.2023)<br><br>Neues aus Moskau! Das fabelhafte Label mit den vielen Namen, darunter addicted oder noname, hat neue Musik von folgenden Bands im Repertoire: Goddammit, \u0428\u0430\u0439\u0439\u043c, Megalith Levitation, \u0424\u043b\u0430\u043c\u0430\u043d\u0434\u0441\u043a\u0430\u044f \u0428\u043a\u043e\u043b\u0430, Magnetic TarTrap, Dura und \u0420\u0435\u0437\u0438\u043d\u0430. Die Genrepalette deckt alles ab zwischen Doom und Stoner, das man sich vorstellen kann, und auch das, was nicht: Southern Rock, Folklore, Death Metal, Noise Rock, Punk, Glam, Psychedelic, Jazz, Prog Rock, Sludge, Post Rock und gewiss noch viel mehr!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Goddammit-Silence-Is-Blind.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Goddammit-Silence-Is-Blind.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5456\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Goddammit-Till-The-Wheels-Fall-Off.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Goddammit-Till-The-Wheels-Fall-Off.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5457\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Goddammit \u2013 Silence Is Blind\/Till The Wheels Fall Off (2023)<\/strong><br><br>Zwei Vorboten zu einem angek\u00fcndigten Album schicken Goddammit von Sankt Petersburg aus in die Welt: Das Quartett gniedelrockt sich aus tiefen US-amerikanischen Sumpflandschaften heraus, temporeich, kraftvoll, unterschwellig doomig oder wenigstens verstonert, treibend, melodisch, rauh. Die vier Musiker beherrschen eine durch Tempowechsel erzeugte Dramaturgie, streuen Riffs, Grooves und Soli. Jeder der beiden Songs ist aus dem Stand ein Ohrwurm \u2013 wenn sich das auf dem Album so fortsetzt, kann man da einen amtlichen Gute-Laune-Brocken erwarten. Und das mit nur einer Gitarre: Artyom Iskandirov erzeugt den Druck zusammen mit Bassist Sergey Kabakov und Schlagzeuger Max Znaevski, den Gesang dazu \u00fcbernimmt Emile Corsenje.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0428\u0430\u0439\u0439\u043c-\u0420\u0430\u0434\u043e\u0441\u0442\u043d\u044b\u0435-\u0434\u043d\u0438.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0428\u0430\u0439\u0439\u043c-\u0420\u0430\u0434\u043e\u0441\u0442\u043d\u044b\u0435-\u0434\u043d\u0438.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5458\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>\u0428\u0430\u0439\u0439\u043c \u2013 \u0420\u0430\u0434\u043e\u0441\u0442\u043d\u044b\u0435 \u0434\u043d\u0438 (2023)<\/strong><br><br>\u201eGl\u00fcckliche Tage\u201c l\u00e4uten Shajjm aus Moskau mit ihrem zweiten Album ein, und wahrlich, sie l\u00fcgen mit dem Titel nicht: Mit Fl\u00f6ten geht es los, eine akustische Gitarre legt falsche F\u00e4hrten aus, denn schon der Opener strotzt trotzdem vor Kraft und Energie, das Tempo ist h\u00f6her, als der Song den Anschein hat, und der Krawall steigert sich noch. Ja, Folklore, eine wilde, ausgelassene Party, die Melancholie der Endzeitstimmung, die man trotzdem wegtanzt, wegtrinkt, wegsingt, wegrockt, der Hedonismus aus der Vulkankante, begleitet von Aggressivit\u00e4t. Fairport Convention trifft \u041a\u0438\u043d\u043e, und zwischendurch bricht die Band aus allen auch nur andeutungsweise vorgegaukelten Konventionen aus und brennt mit einem dem Punk entsprungenen Geist alles nieder, nur um hernach wieder in kontemplative oder psychedelische Lieblichkeit zu verfallen. Als w\u00e4re das nicht genug, z\u00e4hlen Noise Rock, Prog und Jazz h\u00f6rbar zu weiteren Einfl\u00fcssen des Quartetts. Chillen und Br\u00fcllen! Und \u00fcberhaupt eine wundervoll abwechslungsreiche Platte.<br><br>Interessanterweise ist \u201e\u0420\u0430\u0434\u043e\u0441\u0442\u043d\u044b\u0435 \u0434\u043d\u0438\u201c tats\u00e4chlich in weiten Strecken akustisch eingespielt, macht aber in den wilden Passagen einen amtlichen L\u00e4rm. S\u00e4nger Nikita Chernat spielt Gitarre und bedient die Electronik, Roman Konlev spielt Kontrabass und Bass, Nikita Bobrov spielt Fl\u00f6te und bedient Synthies, Ilya Borodin sitzt am Schlagzeug. Dieses ist das zweite Album nach \u201e\u0421\u043e\u043d \u0434\u0430 \u043d\u0435 \u0441\u043e\u043d\u201c aus dem Jahr 2020, zudem verfolgt es laut Info eine Art inhaltliches Konzept, nach dem der Held zun\u00e4chst aus Einsamkeit, Schmerz und Wut heraus den Wert von Freundschaft und Liebe zum Leben erkennt. Das schl\u00e4gt sich auch musikalisch nieder, indem die Musik zum Ende des Albums hin klarer und aufger\u00e4umter wird, aber nicht weniger energetisch. Und zu D\u00e4mmerung setzt eine Orgel ein. Und ein Chor. So sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Megalith-Levitation-Obscure-Fire.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Megalith-Levitation-Obscure-Fire.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5459\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Megalith Levitation \u2013 Obscure Fire (2023)<\/strong><br><br>1,2 Millionen Einwohner, aber wer au\u00dferhalb Russlands kennt die am Ural gelegene Stadt \u0427\u0435\u043b\u044f\u0431\u0438\u043d\u0441\u043a (Tscheljabinsk), wer nicht schon lang Fan der Band Megalith Levitation ist? Jenes Trio erweitert sein Spektrum an tieft\u00f6nenden Doomstrecken mit seinem neuen Album \u201eObscure Fire\u201c, dem dritten seit 2019. In der Tat verfeinern die drei Akronyme ihre Kompositionen, verleihen dem tiefgestimmten, verschleppten, dunklen Doom viele filigrane, beinahe zarte Momente, in sich gekehrte, versonnene, versunkene Strecken, dann oft gar nicht so weit weg von fr\u00fchem Gothic Rock \u00e0 la Fields Of The Nephilim, der sich ja bei Pink Floyd bedient. Mit den \u00fcberlangen \u2013 bis auf dem Zweieinhalbmin\u00fcter in der Mitte \u2013 Tracks generieren Megalith Levitation einen hypnotischen Trancezustand, einen Sog, in den man sich gern fallen l\u00e4sst, und von dem man nicht wei\u00df, ob er einen ins All bef\u00f6rdert oder in irgendwelche undefinierbaren Tiefen. Gelegentlich rei\u00dft einen das Trio selbst aus der Kontemplation heraus, indem es unerwarteterweise das Tempo variiert \u2013 es kann auch Galopp und Walzertakt, ohne an Wirkung einzub\u00fc\u00dfen.<br><br>Ob der Gesang tats\u00e4chlich Inhalte vermittelt, ist aufgrund der Art des Vortrags nicht so einfach zu erfassen, auch wenn die Songtitel auf Englisch gehalten sind. In der Info steht ohnehin nichts von Gesang und Instrumenten, sondern ist danach jemand namens SAA verantwortlich f\u00fcr \u201eSermons &amp; Fuzzmagic\u201c, vermutlich also das langgedehnte Singen und die elektrische Gitarre. KKV hat \u201eThunderbass &amp; Eclectic Double Bass\u201c in den H\u00e4nden und PAN die \u201eSkullhammers\u201c, ja, man hat schon anhand der Beschreibung eine vortreffliche und zutreffende Vorstellung von der Musik, die bei so etwas herauskommt. Dunkelheit mag da vorherrschen, Nihilismus durchschimmern, und doch birgt auch dieser Koloss an schweren Riffs und Verzweiflung eine gewisse Lebensfreude, die man mindestens daran festmachen kann, dass diese Musik \u00fcberhaupt existiert \u2013 wer komplett nihilistisch und verzweifelt ist, macht keine so \u00fcberzeugenden Alben mehr. Die CD-Version erscheint wie beim Vorg\u00e4nger \u201eVoid Psalms\u201c vor zwei Jahren beim Label Asethetic Death.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0424\u043b\u0430\u043c\u0430\u043d\u0434\u0441\u043a\u0430\u044f-\u0428\u043a\u043e\u043b\u0430-\u0413\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430-\u041f\u043e\u043b\u043d\u0430-\u0413\u0438\u0435\u043d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0424\u043b\u0430\u043c\u0430\u043d\u0434\u0441\u043a\u0430\u044f-\u0428\u043a\u043e\u043b\u0430-\u0413\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430-\u041f\u043e\u043b\u043d\u0430-\u0413\u0438\u0435\u043d.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5460\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>\u0424\u043b\u0430\u043c\u0430\u043d\u0434\u0441\u043a\u0430\u044f \u0428\u043a\u043e\u043b\u0430 \u2013 \u0413\u043e\u043b\u043e\u0432\u0430 \u041f\u043e\u043b\u043d\u0430 \u0413\u0438\u0435\u043d (2023)<\/strong><br><br>Ein achtmin\u00fctiger Vorbote auf das zweite Album \u201eSternkunst\u201c ist der Song \u201eDer Kopf ist voller Hy\u00e4nen\u201c, und wer soll\u2019s der \u201eFl\u00e4mischen Schule\u201c aus Moskau verdenken in Zeiten wie diesen. Vom Quintett zum Quartett geschrumpft, pr\u00e4sentiert die Band um Filmemacher Nikolai Lupanov einen schleppenden Noiserockbrocken, der sich laut Info an die Swans lehnt, aber deren Dichte nicht erreicht; was nicht schlimm ist: Die Intention wird ja trotzdem deutlich, im Dreivierteltakt generieren die vier Musiker noisige Rockmusik, die sich nicht an Konventionen h\u00e4lt, und mehr will man ja gar nicht, wenn man vernimmt, dass die Band ihre Wurzeln im Punk hat \u2013 so denkt man ihn gekonnt weiter.<br><br>Zur Band geh\u00f6ren neben S\u00e4nger und Gitarrist Nikolay Lupanov noch Bassist Aleksey Zverev, Schlagzeuger Ilya Kruchinin und Gitarrist Timur Khairulin. Die \u201eSternkunst\u201c aus der Fl\u00e4mischen Schule wird der Nachfolger von \u201e\u0411\u0443\u0434\u0443\u0449\u0435\u0435\u201c, \u201eZukunft\u201c, der Deb\u00fct-EP aus dem Jahr 2021 \u2013 die ungef\u00e4hr so lang ist wie allein dieser neue Song.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Magnetic-TarTrap-Overstoned.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Magnetic-TarTrap-Overstoned.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5461\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Magnetic TarTrap \u2013 Overstoned (2023)<\/strong><br><br>Der Bandname h\u00e4lt, was er verspricht: Magnetic TarTrap, so sch\u00f6n schon mal vorgelegt, da steckt schon drin, dass man so manches nicht so ernst nimmt, aber das mit heiligem Ernst. Geht schon damit los, dass das Quartett aus Moskau zu seinem sludgigen Death\u2019n\u2019Roll growlt. Es bleibt w\u00fcst: Das Wahwah-Pedal verbiegt das viersek\u00fcndige Solo, ein Glam-Rhythmus treibt inmitten von abgedunkeltem Sludge (\u0421\u043b\u0430\u0434\u0436!) die breitbeinige gute Laune voran, ein beinahe punkiges Death-Metal-Tempo keift dazwischen. Die vier bedienen alles, was die Genres so hergeben, bei denen sie sich bedienen, von Stoner \u00fcber Sludge und Doom bis Punk, Death Metal, nat\u00fcrlich immer wieder Stoner; die Band dreht alles durch den Fleischwolf, l\u00e4sst jedes Instrument granteln, dreht den Fuzz auf links, generiert mitrei\u00dfende Rhythmen und, Riffs und Melodien und spuckt auf die Welt. Wenn die vier Leute Lust haben, verbreiten sie sogar mal auf Rock\u2019n\u2019Roll basierende gute Laune, ansonsten muss man sich vor ihrem Ingrimm in Acht nehmen \u2013 Spa\u00df macht der nat\u00fcrlich trotzdem. In der Kombination und Darreichungsform hat es gar etwas Glamour\u00f6ses.<br><br>Zeitlos muss man \u201eOverstoned\u201c nennen, schlie\u00dflich hat es bereits zehn Jahre auf dem Buckel \u2013 2013 fanden die Aufnahmen statt, und man h\u00f6rt es nicht, es h\u00e4tte gestern gewesen sein k\u00f6nnen oder vor 20 Jahren, die Urgewalt kennt keine Verg\u00e4nglichkeit. Die Band besteht aus \u041e\u0442\u043a\u0440\u043e\u0432\u0435\u043d\u0438\u044f-\u0414\u043e\u0436\u0434\u044f-S\u00e4nger Aleksey Nasonov, der vielmehr growlt und keift, Gitarrist ist Andrei Vorobev, Bassist Vadim Filin und Schlagzeuger Kirill Drokhanov. Seit dem 2009er-Demo und den vorliegenden Aufnahmen scheint das Quartett vornehmlich live unterwegs gewesen zu sein, immerfort sein Oeuvre zum Besten gebend, da war wohl keine Zeit, sich an ein zweites Album zu wagen. Hat ja auch keine Eile!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Dura-\u041a\u0440\u0443\u0442\u043e\u0439.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Dura-\u041a\u0440\u0443\u0442\u043e\u0439.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5462\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Dura \u2013 \u041a\u0440\u0443\u0442\u043e\u0439 (2023)<\/strong><br><br>\u201e\u041a\u0440\u0443\u0442\u043e\u0439\u201c ist der vorausgeworfene Schatten auf das selbstbetitelte Deb\u00fct des Trios Duma, das davon \u00fcberschattet ist, dass S\u00e4nger und Gitarrist Egor Mihajlov nach den Aufnahmen starb. F\u00fcr eine Weile standen Bassist Mihail Chernyj und Schlagzeuger Mark Znak ratlos da, ob Duma \u00fcberhaupt eine Zukunft beschieden sein w\u00fcrde, und fanden in Evgenij Kakotkin einen neuen dritten Mann. Mit ihm setzt die Band fort, was die Welt noch gar nicht kennt, weil mehr als dieser eine Song nicht ver\u00f6ffentlicht ist: Sludge, Sludge und nochmal Sludge aus Sibirien, aus Krasnojarsk n\u00e4mlich.<br><br>Die Band \u00fcbersetzt \u201e\u041a\u0440\u0443\u0442\u043e\u0439\u201c mit \u201eBadass\u201c, und so klingt es auch. Fast sechs Minuten gebremster L\u00e4rm, laut, aber langsam, intensiv explosiv, stinksauer, br\u00fcllend, mit einem retardierenden Laut-Leise-Durchh\u00e4nger in der Mitte, w\u00e4hrend dem die Gitarrenfeedbacks flirren und die Band bis auf den Schlagzeuger etwas Luft holt, um nochmal loszut\u00f6nen, so heftig, dass man gar nicht so recht bemerkt, dass der Song gar nicht schnell ist. Die drei Musiker bringen daf\u00fcr ja auch einige Erfahrung mit, die Info listet vorherige Engagements auf bei Bands wie Below The Sun, Ultar, Truth oder War Emu. Als Bonus dieser Single gibt\u2019s den 2021-Mix des Tracks obendrauf, der die Power etwas herausnimmt.<br><br>\u201eAlles ist verg\u00e4nglich, nur die Musik ist ewig\u201c \u2013 m\u00f6ge Egor in Frieden l\u00e4rmen!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0420\u0435\u0437\u0438\u043d\u0430-\u041c\u0438\u043d\u0443\u0441-\u043e\u0434\u0438\u043d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u0420\u0435\u0437\u0438\u043d\u0430-\u041c\u0438\u043d\u0443\u0441-\u043e\u0434\u0438\u043d.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5463\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>\u0420\u0435\u0437\u0438\u043d\u0430 \u2013 \u041c\u0438\u043d\u0443\u0441 \u043e\u0434\u0438\u043d (2023)<\/strong><br><br>Schon wieder nur eine Single von Resina, und immer noch fand sich niemand, der das grandiose Album \u201e1619\u201c physisch herausbringt. \u201eMinus eins\u201c ist der Titel dieser EP, Ausgangspunkt f\u00fcr eine Reihe an \u201eMinus\u201c betitelten Instrumental-EPs, die das vormalige Quartett nurmehr als Trio einspielt, also minus eins und au\u00dferdem ohne Gesang, also anders als auf \u201e1619\u201c, auf dem Helden des russischen Untergrunds dem grandiosen Postrock der Moskauer ihre Stimme liehen.<br><br>Entsprechend zur\u00fcckhaltend sind die beiden Tracks, intensiv, aber mit einem Anflug von Ersch\u00f6pfung, doch wie es mit versierten Musikern ist, zaubern Gitarrist Ilya Zinin, Bassist Oleg Lisitsin und Schlagzeuger Dmitry Drozdov auch daraus etwas Mitrei\u00dfendes. Sie m\u00fcssen sich offenbar sammeln, wiederfinden, Anlauf nehmen, kurze Sprints einlegen, ein \u201e\u0421\u0438\u0433\u043d\u0430\u043b\u201c, \u201eSignal\u201c, setzen, dass sie noch und wieder da sind, mit psychedelischem Postrock, mit dem Willen, in die Zukunft zu blicken und sich von der \u201e\u0422\u0440\u0435\u0432\u043e\u0433\u0438\u201c, \u201eAngst\u201c, nicht einsch\u00fcchtern zu lassen. Track zwei groovt mehr als der erste, birgt mehr Melodien als Atmosph\u00e4ren, prescht los, l\u00e4sst dem L\u00e4rm mehr Leine, gibt dem unerwartet funky Bass ordentlich Raum. Und wie sch\u00f6n die drei das alles spielen!<\/p>\n\n\n\n<p>addicted\/noname auf <a href=\"https:\/\/noname666.bandcamp.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bandcamp<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (28.07.2023) Neues aus Moskau! 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