{"id":537,"date":"2013-07-14T14:39:29","date_gmt":"2013-07-14T12:39:29","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=537"},"modified":"2013-07-14T14:39:29","modified_gmt":"2013-07-14T12:39:29","slug":"phillip-boa-and-the-voodooclub-reduced-constrictor-2013-deine-lakaien-acoustic-ii-chrom-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/phillip-boa-and-the-voodooclub-reduced-constrictor-2013-deine-lakaien-acoustic-ii-chrom-2013\/","title":{"rendered":"Phillip Boa And The Voodooclub \u2013 Reduced! \u2013 Constrictor 2013; Deine Lakaien \u2013 Acoustic II \u2013 Chrom 2013"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-538\" title=\"Phillip Boa And The Voodooclub - Reduced\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Phillip-Boa-And-The-Voodooclub-Reduced.jpg\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-539\" title=\"Deine Lakaien - Acoustic II\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Deine-Lakaien-Acoustic-II.jpg\" alt=\"\" width=\"109\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (14.07.2013)<\/p>\n<p>Zwei deutsche vornehmlich dem Gothic zugeordnete Indie-Bands ver\u00f6ffentlichen gleichzeitig ihre Variante eines Unplugged-Albums. Phillip Boa And The Voodooclub sind \u201emehr oder weniger akustisch\u201c, indem sie ihre Songs zwar verst\u00e4rkt, aber sanfter instrumentiert darbieten, und Deine Lakaien setzen ihr 1995er-Projekt \u201eAcoustic\u201c fort, indem sie wie weiland ihre eigentlich elektronischen Synthie-Songs auf einem pr\u00e4parierten Klavier nachspielen und ihnen \u00fcberraschenderweise mehr Qualit\u00e4t verleihen als zuletzt auf den Studioalben. Beide Alben eint, dass sie live aufgenommen wurden und nicht regul\u00e4r im Handel erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Tracklist von Boas reduziertem Album \u00e4hnelt dem von \u201eLive! Exile On Strait Street\u201c, die Band hat \u00fcber die Jahre ganz offensichtlich ihre Favoriten gefunden und dazwischen nun mal nur ein neues Studioalbum ver\u00f6ffentlicht. Anders als auf dem anderen Livealbum ist aber der Sound, dank Akustikgitarren, hin und wieder Besenschlagzeug, dazu Akkordeon, Cello und Mandoline sowie dezenten Computer-Samples (zum Beispiel die Oboe, die leider nicht live gespielt ist). Im Tempo sind die Songs ihren Vorlagen \u00e4hnlich, so richtig anders ist eigentlich nur \u201eDeep In Velvet\u201c, das angenehm entschleunigt eine neue Atmosph\u00e4re offenbart. Der neue, reduzierte Sound steht den Songs gut, Boa ist ohnehin ein Meister der tollen Pop-Melodien, und die Strukturen bleiben in der Mehrzahl erhalten. Viele von Boas St\u00fccken haben im Original trotz ihres Popcharakters eine gewisse Brutalit\u00e4t, die findet sich auf \u201eReduced!\u201c nicht mehr, und trotzdem behalten die Songs ihre Qualit\u00e4t bei. Das ist eine Leistung, bereits bei der Komposition, denn so ohne weiteres lassen sich nicht alle Lieder ohne Verlust auf diese Weise umgestalten. So wird auch mal aus \u201eContainer Love\u201c ein fr\u00f6hlicher Country-And-Western-Partysong, das funktioniert sehr gut. Zum Abschluss gibt es \u2013 als Bonustracks deklariert, warum auch immer \u2013 wie zuletzt von der Tour gewohnt \u201eLove Will Tear Us Apart\u201c von Joy Division und \u201eSunday Morning\u201c von The Velvet Underground sowie den eigenen Klassiker \u201eHell\u201c, letztere beide in einer \u201eNoisy Version\u201c mit Cellistin Anne M\u00fcller, die das Ganze nach \u201eVagabonds\u201c von New Model Army klingen l\u00e4sst. Schade nur, dass Boa seine fantastischen Alben der vergangenen zw\u00f6lf Jahre bis auf das j\u00fcngste komplett au\u00dfen vor l\u00e4sst. Das hat er nicht n\u00f6tig, denn die Alben sind gut bis super, er muss sie hinter seinen alten Hits nicht verstecken.<\/p>\n<p>Anders als Deine Lakaien, die sich zwar mit Intellekt, Anspruch, Geist, Charakter, K\u00f6nnen und weiteren positiven Eigenschaften vom Gros der Gruftmucker abheben, zumindest in Interviews, deren Musik aber nicht immer ihrem postulierten Anspruch gen\u00fcgt. So richtig aufregend im positiven Sinne waren sie eigentlich wirklich nur bis 1993, \u201eForest Enter Exit\u201c, oder eben 1995, \u201eAcoustic\u201c, dem Vorl\u00e4ufer des Vorliegenden. Danach komponierte Ernst Horn wohlgef\u00e4lliger, wiederholte sich, nahm sich zuungunsten der Komplexit\u00e4t zur\u00fcck, vereinfachte sich, ja: Deine Lakaien langweilten, auch mit ihrer dunklen Stimmung. Zwar zeigten sie immerzu Humor, einen gro\u00dfartigen gar, aber lediglich in Interviews oder in einzelnen Tracks, die dann allerdings deplatziert und wenig subtil wirkten. Vielleicht liegt es aber auch schlichtweg daran, dass der Rezipient aus der in Gruftkreisen zumeist aufgesetzten und pathetischen D\u00fcsterstimmung herauswuchs und den Soundtrack dazu nicht mehr brauchte, es also so empfand, dass Deine Lakaien mit ihrem Oeuvre nicht mit ihm erwachsen wurden, sondern stehen blieben. \u201eAcoustic II\u201c nun offenbart eine \u00dcberraschung: Die ganzen eher als langweilig empfundenen Lieder der j\u00fcngeren Alben funktionieren am Piano und aufs Wesentliche reduziert sehr wohl sehr gut. Alexander Veljanov hat nun mal eine einnehmende Stimme. Und Ernst Horn kann mit seinem Spiel die angemessene Atmosph\u00e4re schaffen, vom eher brachialen \u201eFighting The Green\u201c, einem der \u00e4ltesten St\u00fccke auf dem Album, bis zu den introspektiven St\u00fccken, die die Mehrheit ausmachen. Zwischendurch erlaubt sich der Komponist experimentelle Soundeffekte an seinem Piano, und das darf er auch, schlie\u00dflich kann er ja wirklich was, so voll er seinen Mund auch gerne nimmt. Deine Lakaien verankern sich in der Hochkultur, haben aber lediglich ein Gruftpublikum, und \u201eAcoustic II\u201c w\u00e4re sicherlich auch in der Klassikabteilung eines Musikkaufhauses gut aufgehoben. Wenn es nicht lediglich \u00fcber die Crowdfunding-Plattform Pledge zu beziehen gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u201eReduced!\u201c:<\/p>\n<p>01. Fine Art In Silver (Hair 1989)<br \/>\n02. Sunny When It Rains (Loyalty 2013)<br \/>\n03. I Dedicate My Soul To You (Aristocracie 1986)<br \/>\n04. Rome In The Rain (My Private War 2000)<br \/>\n05. I Don&#8217;t Need Your Summer (Hispa\u00f1ola 1990)<br \/>\n06. Container Love (Hair 1989)<br \/>\n07. Pretty Bay (Helios 1991)<br \/>\n08. Bells Of Sweetness (She 1995)<br \/>\n09. The Laughing Moon (Helios 1991)<br \/>\n10. Til The Day We Are Both Forgotten (Loyalty 2013)<br \/>\n11. Deep In Velvet (She 1995)<br \/>\n12. This Is Michael (Hispa\u00f1ola 1990)<br \/>\n13. Fiesta (Boaphenia 1993)<br \/>\n14. And Then She Kissed Her (Helios 1991)<br \/>\n15. Sunday Morning<br \/>\n16. Love Will Tear Us Apart (Noisy Version with Anne) (Boa Best Singles 2005)<br \/>\n17. Hell (Noisy Version with Anne) (Philister 1985)<\/p>\n<p>\u201eAcoustic II\u201c:<\/p>\n<p>01. One Night (Indicator 2010)<br \/>\n02. Gone (Indicator 2010)<br \/>\n03. Fighting The Green (Winter Fish Testosterone 1996)<br \/>\n04.The Game (Kasmodiah 1999)<br \/>\n05. Without Your Words (Indicator 2010)<br \/>\n06. Over And Done (April Skies 2005)<br \/>\n07. Vivre (April Skies 2005)<br \/>\n08. Overpaid (Kasmodiah 1999)<br \/>\n09. Where You Are (White Lies 2001)<br \/>\n10. Return (Kasmodiah 1999)<br \/>\n11. Manastir Baroue (Winter Fish Testosterone 1996)<br \/>\n12. Wunderbar (White Lies 2001)<br \/>\n13. Heart Made To Be Mine (April Skies 2005)<br \/>\n14. Away (Winter Fish Testosterone 1996)<br \/>\n15. Blue Heart (Indicator 2010)<br \/>\n16. Bei Nacht (One Night\/Bei Nacht 2011)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (14.07.2013) Zwei deutsche vornehmlich dem Gothic zugeordnete Indie-Bands ver\u00f6ffentlichen gleichzeitig ihre Variante eines Unplugged-Albums. 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