{"id":5346,"date":"2023-06-29T22:06:07","date_gmt":"2023-06-29T20:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5346"},"modified":"2023-06-29T22:07:10","modified_gmt":"2023-06-29T20:07:10","slug":"moons-mallow-out-of-the-foxholes-gioia-coppola-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/moons-mallow-out-of-the-foxholes-gioia-coppola-2023\/","title":{"rendered":"Moon\u2019s Mallow \u2013 Out Of The Foxholes \u2013 Gioia Coppola 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Moons-Mallow-Out-Of-The-Foxholes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Moons-Mallow-Out-Of-The-Foxholes.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5347\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (29.06.2023)<br><br>Das geht aber flott bei den Italienern: Drei Alben in drei Jahren! Auf \u201eOut Of The Foxholes\u201c vertiefen Moon\u2019s Mallow ihre Ausrichtung, die weniger nach Apulien als nach englischen Pubs klingt, nach einem bewegten Indierock, dem Emotionen so wenig fremd sind wie Ausfl\u00fcge ins Folkige oder Psychedelische sowie eine virtuose Musikalit\u00e4t. Moon\u2019s Mallow schmecken eher nach Bier als nach Wein, eine erfreuliche N\u00e4he zu Luke Haines und The Auteurs l\u00e4sst sich abermals nicht von der Hand weisen. Bandchef Gioia Coppola singt in mittelhoher Tonlage enorm ausdrucksstark und energetisch, schaltet aber, sobald erforderlich, auch mal ins Wispern um. Orgeln, Fl\u00f6ten und Streicher finden ihren Platz, die Stimmungen wechseln, und auch wenn es nie heavy wird, rockt es doch reichlich. Und macht Durst.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gerade der Gesang steht sehr im Zentrum dieser Lieder, dringlich, zwingend, Coppola treibt sie damit voran, gibt ihnen inneren Halt und zieht die H\u00f6renden in seinen Bann, er will sie alle mitrei\u00dfen, einspannen, wie ein Magnet, wie ein Fliegenf\u00e4nger, man bleibt an ihm haften und begibt sich mit ihm auf den Weg durch dieses Album, man kommt nicht von ihm los, und er hat eine Band hinter sich, um sich herum, die den Sog nur verst\u00e4rkt, und man wird den Eindruck nicht los, als sei das Ziel der Pub und der Weg dorthin beschwerlich, finde die Reise aber in einer Schicksalsgemeinschaft statt, und als sei der Pub wie bei \u201eShaun Of The Dead\u201c ein lediglich gef\u00fchlt sicherer Ort, an dem man sich gegen die Welt verschw\u00f6rt und gemeinsam die Untergangsparty feiert, trotz allen \u00dcbels, nicht zwingend wider dieses \u00dcbel, weil man wei\u00df, dass es hoffnungslos ist, das, was man benennen kann, wie im Quasi-Titellied \u201eHawks\u201c, zu ver\u00e4ndern, also tut man sich zusammen und bildet ein hedonistisches Bollwerk der nicht ganz so guten Laune. Cheers!<br><br>Auch wenn der bierselig-piratige Dreivierteltakt \u00fcberwiegt, sind nicht alle Songs in ihm gehalten. \u201eSerpent \u00e9lectrique\u201c etwa, der zweite Song, ist ein r\u00e4udiger Rocker mit Tempowechsel, den Coppola auch noch auf Franz\u00f6sisch singt. \u201eGuest Star\u201c hat im Refrain ein wundersch\u00f6nes mehrstimmiges Gesangsarrangement und am Ende kurz ein geiles Classic-Rock-Gitarrensolo, \u201eCyclamen Joe\u201c ist das balladeske Folklore-St\u00fcck mit der verschw\u00f6rerischen Fl\u00fcsterstimme sowie den Streichern und Fl\u00f6ten, \u201eRaw\u201c ist genau das, klassische Rockmusik mit Orgel, reichlich spacig und sehr roh. Das wieder walzernde \u201eI Know A Man\u201c beschlie\u00dft Seite eins und er\u00f6ffnet in einer ver\u00e4nderten Version Seite 2, reduzierter als die mitrei\u00dfende erste Version mit Rock\u2019n\u2019Roll, Chor und Gegniedel. Und so setzt sich der bunte Reigen fort.<br><br>Coppola spielt eine akustische zw\u00f6lfsaitige Gitarre, die den Songs einen glasklaren Sound verleiht. Als nunmehr festes Bandmitglied sorgt Anuseye-Gitarrist Claudio Colaianni f\u00fcr den Rock und die Psychedelik, Bassist Michele Rossiello (einst bei Atomic Workers sowie mit Colaianni bei That\u2019s All Folks!, also ein Psychedeliker) und Schlagzeuger Damiano Ceglie (unter anderem Gast bei Crampo Eighteen, dem Projekt von Colaiannis Bruder und Ex-Mitmusiker von That\u2019s All Folks!, Nino Colaianni) tragen den Groove in die St\u00fccke. F\u00fcr alle Extras ist Stefano Pomponio dabei, der Keyboards, Orgeln, Pianos, Orchesterarrangements sowie zus\u00e4tzliche Percussion, Gitarren und Ges\u00e4nge verantwortet; er ist als S.P. Jesus Gitarrist der Death-Metal-Band Natron sowie Gr\u00fcnder der Southern-Stoner-Hardrocker Madre de Dios, erstaunlich. Als Bonusstimme ist Stefania Morciano dabei, die unter anderem mit Ludovico Einaudi \u201eLa notte della Taranta\u201c sang. Damit untermauern diese neuen Songs einige beruflich bedingte personelle Wechsel (einige Gr\u00fcndungsmitglieder zogen zur\u00fcck nach Brasilien) seit dem Deb\u00fct \u201eAgainst All Gods\u201c aus dem Jahr 2021. Zum Gl\u00fcck setzte Coppola das Projekt trotzdem fort und formte daraus nun eine feste Band.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (29.06.2023) Das geht aber flott bei den Italienern: Drei Alben in drei Jahren! 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