{"id":5289,"date":"2023-06-06T21:40:01","date_gmt":"2023-06-06T19:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5289"},"modified":"2023-06-06T21:40:01","modified_gmt":"2023-06-06T19:40:01","slug":"bend-the-future-sounds-so-wrong-tonzone-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/bend-the-future-sounds-so-wrong-tonzone-records-2023\/","title":{"rendered":"Bend The Future \u2013 Sounds So Wrong \u2013 Tonzone Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bend-The-Future-Sounds-So-Wrong.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bend-The-Future-Sounds-So-Wrong.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5290\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (06.06.2023)<br><br>Glatt gelogen: \u201eSounds So Wrong\u201c, behaupten Bend The Future mit ihrem dritten Album, und das trifft mitnichten zu. Hier passiert so viel Unterschiedliches nebeneinander und miteinander, dass man beinahe den Eindruck einer Compilation bekommen k\u00f6nnte, und doch passt alles gut zusammen: Saxophon, Streicherquartett, Synthiepop, harter Rock, Lounge-Jazz, Progrock, Funk, alles davon ausnehmend cool dargeboten, an- und ineinandergef\u00fcgt, kombiniert, man mag kaum glauben, dass es Bend The Future aus Grenoble erst seit 2019 gibt und dass dies trotzdem bereits ihr drittes Album ist. Klingt langj\u00e4hrig erfahren, abwechslungsreich, horizonterweitert und \u2013erweiternd. Und Eroc hat\u2019s gemastert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es geht los mit Saxophon zu flotter angerockter Musik, Gesang setzt ein, alsbald bratzt die Gitarre los, als w\u00e4ren wir irgendwo in Richtung Metal unterwegs, und \u2013 es bleibt in den n\u00e4chsten Dreiviertelstunde bei dieser einen Eruption, obschon die Gitarre f\u00fcrderhin gelegentlich ihre Pr\u00e4senz in Erinnerung ruft. Da bekommen andere Elemente Vorrang, gleichrangig: Synthiepop-Fl\u00e4chen, die als Intro eine falsche F\u00e4hrte vorlegen und das betreffende St\u00fcck Lounge-Jazz dann lediglich fluffig untermalen. Ein Saxophon, das den Gesang komplett abl\u00f6st. Ein Klimperpiano. Ein Streichquartett. Ein Funk-Lick auf der Gitarre. Ein Sopran-Saxophon, gespielt wie eine Klarinette im Klezmer. Wortlose Chorges\u00e4nge mit Melodien wie in der franz\u00f6sischen Sechziger-Loungemusik. Chillige Synthiespielereien wie von Air. Schr\u00e4ge, aber fl\u00fcssige Akkordwechsel wie im Progrock. Alles, das ist zu betonen, dezidiert neben- und nicht chaotisch miteinander, die Dosierung passt. Und unter allem liegt als verbindendes Element ein treibendes, griffiges, forderndes, groovendes Schlagzeug, das trotz der Stilvielfalt in den Tracks den Eindruck von Rockmusik \u00fcber das gesamte Album ausbreitet. Das zudem \u00fcber so weite Strecken instrumental gehalten ist, dass man, sobald der Gesang im letzten St\u00fcck wieder einsetzt, vergessen hat, dass bereits der erste Song gesungen war, und sich wundert. Auch dar\u00fcber, dass die Band sich f\u00fcr dieses Album laut Info an der Struktur des Opeth-Doppels \u201eDeliverance\u201c und \u201eDamnation\u201c orientiert \u2013 nach Death Metal klingt hier n\u00e4mlich nichts, die Orientierung liegt in der Verteilung von sanft und wuchig.<br><br>Also, ausnehmend vielseitig, das Album, jeder Song individuell und in sich variantenreich, alles zusammen ein abwechslungsreich zusammenh\u00e4ngendes Album. Man kann nur staunen, dass das Sextett erst seit vier Jahren existiert und bereits drei Alben und zahllose Singles im Portfolio hat. Und dann noch so ein gro\u00dfes Netzwerk an Unterst\u00fctzern! Zur Band geh\u00f6ren: Tasteninstrumentalist Samy Ch\u00ebbre, Schlagzeuger Piel Pawlowski, Bassist R\u00e9mi Pouchain, Alt-Saxophonist Pierre-Jean M\u00e9nab\u00e9, Sopran-Saxophonist Nemo Pawlowski und Gitarrist, Bassist und S\u00e4nger Can Y\u0131ld\u0131r\u0131m. Dazu stie\u00df hier das Streichquartett aus \u00c9lodie Guillaud Saumur, Maxime Le Tallec, Pierre-Jean M\u00e9nab\u00e9 und Rufus Lawrence, S\u00e4ngerin Claire Grunenberger sowie Ambientexperte Alban Lejeune. Das Artwork besorgte Egemen K\u0131rka\u011fa\u00e7, das Mixing Aufnahmeleiter Matthieu Budin und Bandmusiker Y\u0131ld\u0131r\u0131m sowie das Mastering Grobschnitt-Experte Eroc.<br><br>\u201eSounds So Wrong\u201c? Kein St\u00fcck! Man sollte sich auch die Zeit nehmen, sich die beiden Vorg\u00e4ngeralben anzuh\u00f6ren, \u201eWithout Notice\u201c, ebenfalls eine L\u00fcge im Titel und mit dem sch\u00f6nen Stinkefinger-Cover, aus dem Jahr 2021 sowie das Deb\u00fct \u201ePendell\u00f6sung\u201c aus dem Bandgr\u00fcndungsjahr 2019.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (06.06.2023) Glatt gelogen: \u201eSounds So Wrong\u201c, behaupten Bend The Future mit ihrem dritten Album, und das trifft mitnichten zu. 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