{"id":5140,"date":"2023-04-14T13:25:42","date_gmt":"2023-04-14T11:25:42","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5140"},"modified":"2023-04-14T13:25:42","modified_gmt":"2023-04-14T11:25:42","slug":"harzkrimi-lesung-in-der-buchhandlung-boehnert-in-goslar-am-30-maerz-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/harzkrimi-lesung-in-der-buchhandlung-boehnert-in-goslar-am-30-maerz-2023\/","title":{"rendered":"Harzkrimi-Lesung in der Buchhandlung B\u00f6hnert in Goslar am 30. M\u00e4rz 2023"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5141\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner.jpg 940w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner-300x251.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner-768x644.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fotos_GS_Harzkrimis_Sascha_Exner-358x300.jpg 358w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.04.2023) | Fotos von Sascha Exner<\/p>\n\n\n\n<p>Am Donnerstag, 30. M\u00e4rz 2023, besuchte ich in Goslar mit meiner wunderbaren Liebsten in der Buchhandlung B\u00f6hnert zu Goslar eine Lesung von vier Harzkrimi-Autoren und zwei Musikanten. Bereits beim Betreten der Buchhandlung sind wir sehr beeindruckt, denn es wurde inmitten der Buchregale sehr viel Platz f\u00fcr sehr viel Publikum gemacht und binnen weniger Minuten f\u00fcllen sich s\u00e4mtliche Pl\u00e4tze. Auf dem Podium hatten zuvor bereits vier (4!) Autor:innen Platz genommen, die am heutigen Abend lesen werden: Barbara Merten, Corina C. Klengel, J\u00fcrgen H. Moch und Helmut Exner. Daneben hatten sich zwei Musikanten platziert, namentlich Lucky Logan und Al Cajone. Diese nutzen die letzten Minuten vor Beginn der Veranstaltung, in der das Auditorium gespannt die Er\u00f6ffnung durch die Leiterin der Buchhandlung, Frau Warnecke, die noch zahlreiche organisatorische Verrichtungen zu erledigen hatte, erwartete, indem sie spontan einen \u201eFrau-Warnecke-Blues\u201c intonierten und dadurch sofort s\u00e4mtliche Sympathien der Zuh\u00f6renden auf ihre Seite ziehen konnten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Derart angelockt, er\u00f6ffnet Frau Warnecke sogleich die Veranstaltung und erteilt Barbara Merten das Wort. Diese stimmt durch zahlreiche Ausz\u00fcge ihrer \u201eMordsm\u00e4\u00dfig&#8230;\u201c-Romane um den Duderst\u00e4dter (mehr zu diesem Ort sp\u00e4ter) Kommissar Schneider und seine angetraute Ehefrau Mathilde, die nicht nur s\u00fcdlich des Harzes, sondern auch mittendrin immer wieder in Kriminalf\u00e4lle hineingezogen werden, hervorragend auf die Themen ein, die die Zuh\u00f6renden im Laufe des denkw\u00fcrdigen Abends erwarten werden. Das Publikum ist bereits jetzt begeistert, Barbara Merten gelingt es ganz hervorragend, das erste Eis, so es \u00fcberhaupt vorhanden gewesen sein sollte, zu brechen und neugierig auf mehr im Harz geschehene Verbrechen zu lenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss entf\u00fchrt Corina C. Klengel, Schriftstellerin und Gerichtsreporterin der Goslarschen Zeitung, das Auditorium in das Braunschweig der wilhelminischen Zeit. Ihr ganz wunderbarer Roman \u201eDie Methode Whitechapel\u201c spielt 1889 in der Stadt, deren 1895 zu gr\u00fcndender Fu\u00dfballverein im Jahr 1967 zum ersten und einzigen Mal den Titel des deutschen Fu\u00dfballmeisters erringen sollte \u2013 die heutige Jasperallee (damals \u201eKaiser-Wilhelm-Stra\u00dfe\u201c) ist gerade im Bau, die Burg Dankwarderode wurde in denkw\u00fcrdiger Weise rekonstruiert, und in den K\u00f6pfen herrschen betonk\u00f6pfige patriarchalische Denkstrukturen vor, an denen Doktor Gert Hoffmann (und wahrlich nur der) seine wahre Freude gehabt h\u00e4tte. Hella, selbstbewusste, kluge und leider von allen denkbaren Seiten unterdr\u00fcckte Apothekertochter vom Hagenmarkt, ist die Hauptfigur dieses spannenden und klug erz\u00e4hlten historischen Kriminalromans, der zudem mit zahlreichen Zeichnungen des historischen Braunschweig verziert ist \u2013 die von Corina C. Klengel gelesenen Ausz\u00fcge machen neugierig auf das Buch, dessen \u00fcber 500 Seiten sich locker in wenigen Tagen verschlingen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit 500 Seiten gibt sich J\u00fcrgen H. Moch (angek\u00fcndigt von Helmut Exner mit den Worten \u201eDas \u201aH\u2018 in \u201aJ\u00fcrgen H. Moch\u2018 ist wichtig, um Verwechselungen zu vermeiden\u201c \u2013 mir als ausgewiesenem Bef\u00fcrworter jeglicher Form des Sparwitzes fiel zun\u00e4chst das zum Pferdeschwanz gebundene Haar des Literaten auf \u2013 v\u00f6llig logisch: Das Haar ist wichtig! Und nicht nur das: Im Vorwort seines Romans macht J\u00fcrgen H. Moch eine Bemerkung, die mich sehr ber\u00fchrt und mich in Bezug auf meine pers\u00f6nliche Zukunft umso mehr hoffen l\u00e4sst.) nicht zufrieden, das von ihm hier vorgestellte \u201eHarzmagie \u2013 Blutsbande\u201c umfasst gleich fast 700 Seiten, die zudem in Schriftgr\u00f6\u00dfe 5,5 bedruckt sind. Und hier verlassen wir den Pfad der reinen Harzkrimis: Moch ist eher im Bereich der Fantasy-Literatur zuhause \u2013 der erste Teil seiner \u201eHarzmagie\u201c-Romanreihe handelt von einem f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen M\u00e4dchen mit Hexenkr\u00e4ften und bedient sich dabei einer Erz\u00e4hlweise, die die Lesenden zun\u00e4chst Glauben macht, sich in einem Jugendroman zu befinden \u2013 damit hat mich bereits weiland Stephen King in \u201eEs\u201c, das ich in ungef\u00e4hr dem Alter der Protagonistin las, in seinen Bann gezogen. J\u00fcrgen H. Moch liest die Ausz\u00fcge aus \u201eBlutsbande\u201c in einem lockeren, beil\u00e4ufigen und sehr authentischen Tonfall, erzeugt dabei aber wohligen Grusel und macht neugierig auf alles, was die Lesenden im Verlauf des Romans noch erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Veranstaltung betritt dann der Altmeister des Harzkrimis die Arena: Helmut Exner, wohnhaft in Duderstadt (siehe oben \u2013 Kommissar Schneider) und geb\u00fcrtig aus Lautenthal, Verlagschef und Erfinder der \u201eMiss Marple des Oberharzes\u201c \u2013 Lilly H\u00f6schen. Und gleichzeitig deren begnadetster Imitator (Kann man jemanden imitieren, den man selbst erfunden hat? Exner kann, und wie!) Sobald Exner Fr\u00e4ulein H\u00f6schens (NIEMALS \u201eFrau\u201c \u2013 sonst landet man im Wasser oder noch Schlimmeres widerf\u00e4hrt einem, und au\u00dferdem wird Fr\u00e4ulein H\u00f6schen nicht \u201eH\u00f6s-chen\u201c, sondern \u201eH\u00f6-schen\u201c ausgesprochen) Tonfall und Stimme nachahmt und unsterbliche S\u00e4tze wie den \u00fcber den unsagbar unf\u00e4higen Doktor zum Besten gibt, der einen Bauchnabel nicht von einem Arschloch unterscheiden kann, bleibt (man verzeihe mir die abgeschmackte Redewendung) kein Auge trocken, bzw. die Zuh\u00f6renden n\u00e4ssen reihenweise vor Lachen ein. Es gibt bereits unz\u00e4hlige Romane \u00fcber die gro\u00dfe alte Dame aus der Bergstadt Lautenthal, und alle haben sie gemeinsam, dass sie abartigste Verbrechen mit grotesker Komik in Einklang bringen und unglaublich spannend sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so geht ein unglaublich unterhaltsamer Abend zuende, der immer, wenn eine\/ein Autor\/in mit ihrer\/seiner Lesung am Ende war, durch Lucky Logan (Martin Hildebrandt aus Goslar) und den begnadeten Perkussionisten (wie der Name schon sagt) Al Cajone durch super passende Musik unterbrochen wurde. Unter anderem gab es \u201eRiders On The Storm\u201c von den Doors zu h\u00f6ren (zu den Mordgeschichten passend wegen der Zeile \u201eThere\u2018s a Killer on the Road\u201c), ebenso wie das durch Tom Jones und Alex Harvey unsterblich gemachte \u201eDelilah\u201c (\u201eI felt the knife in my hand and she laughed no more\u201c) sowie den \u201eKriminaltango\u201c, aber der musikalische H\u00f6hepunkt des Abends war in meinen Ohren das auf den Harz umgedichtete \u201eFolsom Prison Blues\u201c von Johnny Cash:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBut that train keeps rollin\u2032 on down to St. Andreasberg.\u201c<br>\u201eBut I shot a man in Wildemann, just to watch him die.\u201c<br>\u201eThey&#8217;re prob&#8217;ly drinkin\u2032 Schierker and smokin\u2032 big cigars.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hammer!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Dank f\u00fcr den unvergesslichen Abend gilt au\u00dfer den Autor:innen und den Musikern meiner Liebsten f\u00fcr ebendiesen und die Tatsache, mich mit der einzigartigen Welt der Harzkrimis bekannt gemacht zu haben, sowie Sascha Exner, der sich, wie er es selbst formuliert, als der Roadie der Harzkrimilesungen um einen reibungslosen Ablauf derselben verdient macht und dem auch die Fotos des denkw\u00fcrdigen Abends zu verdanken sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Infos gibt es auf <a href=\"https:\/\/harzkrimis.de\/\">https:\/\/<\/a><a href=\"https:\/\/harzkrimis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">harzkrimis.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.04.2023) | Fotos von Sascha Exner Am Donnerstag, 30. 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