{"id":5092,"date":"2023-04-03T21:14:26","date_gmt":"2023-04-03T19:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5092"},"modified":"2023-04-03T21:14:26","modified_gmt":"2023-04-03T19:14:26","slug":"kodiak-empire-the-great-acceleration-birds-robe-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/kodiak-empire-the-great-acceleration-birds-robe-records-2023\/","title":{"rendered":"Kodiak Empire \u2013 The Great Acceleration \u2013 Bird\u2019s Robe Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kodiak-Empire-The-Great-Acceleration.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Kodiak-Empire-The-Great-Acceleration.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5093\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (03.04.2023)<br><br>Dieses Australische Quintett will mit \u201eThe Great Acceleration\u201c dringend dem modernen Progrock zugeh\u00f6ren und tut alles daf\u00fcr, in diese Schublade auch hineinzupassen. Seine Rockmusik ist verschachtelt, vielschichtig, polyrhythmisch, dynamisch, dicht. Im Umkehrschluss bedeutet es indes auch, dass die Tracks so komplex sind, dass man die \u00dcberg\u00e4nge zwischen ihnen nicht ausmacht und diese Tracks auch nicht im Ohr behalten kann. Vorneweg hat man sich mit der sehr hohen und gequ\u00e4kten, eher im Emocore erwarteten und auf Dauer leider ziemlich unertr\u00e4glichen Stimme auseinanderzusetzen, die vielleicht an Geddy Lee erinnern mag, aber auch an Steve Hogarth, dann w\u00e4ren schon mal Rush und Marillion abgehakt. Nur passt diese Stimme nicht immer zur Musik und dr\u00e4ngt sich in ihrer Frequenz zu sehr in den Vordergrund. Gegen Ende des Albums schl\u00e4gt der Anstrich pl\u00f6tzlich in Richtung Death Metal um, da growlt, br\u00fcllt der S\u00e4nger aus heiterem Himmel, und da f\u00fcgt sich alles zusammen, das kommt richtig gut und stellt Unterschied und Mehrwert dieses Albums dar.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Musikalisch ist an dem Quintett nicht zu r\u00fctteln, die Jungs k\u00f6nnen was, ordentlich was, und empfehlen sich in der modernen Progszene. Nur ist diese bereits mehr als angef\u00fcllt mir Bands und Musikern, die irgendwie komplexe Songs daherfrickeln, dass man die Unterschiede schon sehr suchen muss, um bei Kodiak Empire abseits von Genrezw\u00e4ngen \u00fcberhaupt zuzugreifen. F\u00fcr die reine Neugier reicht es nicht aus, Standards zusammenzuf\u00fcgen, inklusive Keyboards und Mathrock-Gefrickel, auch wenn man das noch so brillant hinbekommt. Ein Ausbruch wie im finalen Track \u201eMarcel\u201c l\u00e4sst da endlich aufhorchen, und dann scheint das Album auch noch mittendrin einfach abzubrechen, auch da ist man pl\u00f6tzlich aufmerksam. Davon mehr und von der \u00fcblichen Gesangsstimme daf\u00fcr umso weniger t\u00e4te der Band gut.<br><br>\u201eThe Great Acceleration\u201c ist bereits das zweite Album der Australier. 2016 ver\u00f6ffentlichten sie in Eigenregie das Album \u201eSilent Bodies\u201c, das das Label Bird\u2019s Robe sp\u00e4ter offiziell herausbrachte, und 2015 ihre Deb\u00fct-EP \u201eUrashima\u201c. Die Band besteht aus Bryce Carleton, Josh Engel, Joseph Rabjohns, Benjamin Shannon und Jacob Warren. Mit ihrer Virtuosit\u00e4t lassen sie aufhorchen, mehr Unerwartetes und Eigenes w\u00e4re in den Songs aber w\u00fcnschenswert. So ist es ausnehmend anspruchsvolles Gefrickel, aber ohne konkrete Stimmung, mehr Leistungsschau als emotional mitrei\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.04.2023) Dieses Australische Quintett will mit \u201eThe Great Acceleration\u201c dringend dem modernen Progrock zugeh\u00f6ren und tut alles daf\u00fcr, in diese Schublade auch hineinzupassen. Seine Rockmusik ist verschachtelt, vielschichtig, polyrhythmisch, dynamisch, dicht. 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