{"id":5072,"date":"2023-03-22T21:15:23","date_gmt":"2023-03-22T20:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=5072"},"modified":"2023-03-22T21:15:23","modified_gmt":"2023-03-22T20:15:23","slug":"the-black-cats-eye-the-empty-space-between-a-seamount-and-shock-headed-julia-tonzonen-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-black-cats-eye-the-empty-space-between-a-seamount-and-shock-headed-julia-tonzonen-records-2023\/","title":{"rendered":"The Black Cat\u2019s Eye \u2013 The Empty Space Between A Seamount And Shock-Headed Julia \u2013 Tonzonen Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/The-Black-Cats-Eye-The-Empty-Space-Between-A-Seamount-And-Shock-Headed-Julia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/The-Black-Cats-Eye-The-Empty-Space-Between-A-Seamount-And-Shock-Headed-Julia.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5073\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (22.03.2023)<br><br>Der bet\u00e4ubte Diamant! Das bislang ausschlie\u00dflich live in Erscheinung getretene Quintett The Black Cat\u2019s Eye deb\u00fctiert mit einem Studioalbum, dessen Name sperriger ist als seine Musik: \u201eThe Empty Space Between A Seamount And Shock-Headed Julia\u201c will psychedelische Rockmusik sein, bedient sich aber vornehmlich bei den mild proggenden Pink Floyd rund um \u201eComfortably Numb\u201c und \u201eShine On You Crazy Diamond\u201c. Das machen sie ausgezeichnet, die Jungs aus Frankfurt am Main, sie f\u00fcgen die Zutaten einer progressiven Rockmusik handwerklich passabel zusammen, nur: Sie f\u00fcgen dem fast nichts hinzu, das man dort nicht ohnehin erwartet. Psychedelisch ist es zwar auch nicht so richtig, aber trotzdem angenehm f\u00fcr die Ohren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Da will unbedingt \u201eProgrock\u201c auf dem Etikett kleben. Es geht schon damit los, dass es gar nicht losgeht: Der Opener, der auf Vinyl die komplette A-Seite einnimmt, ist ein zwanzigmin\u00fctiges Instrumentalst\u00fcck, das auf gelungen angelegten Pfaden die Stimmung wechselt. Ein chilliges Klimperintro zieht sich eine Weile hin, bis die Band auf- und losbricht und sich auf eine bestens zusammengestellte musikalische Reise begibt. \u201eKill The Sun And The Moon And The Stars\u201c hei\u00dft das gute St\u00fcck und verspricht mehr Tod, als die Musik liefert: Es ist alles sehr angenehm zu h\u00f6ren, und wer sich schon mal mit progressiver Musik auseinandergesetzt hat, findet sich schnell darin zurecht.<br><br>Auch in denen der B-Seite, die mit \u201eKatla\u201c ebenfalls instrumental beginnt, und in dem St\u00fcck bekommt die Gitarre mal einen s\u00e4genden Tonfall, also eine leichte H\u00e4rte, die das Album sonst eher nicht birgt. Erst im \u201eWinter Song\u201c tritt der S\u00e4nger ans Mikrofon, und wenn man fast eine halbe Stunde Instrumentalmusik einer f\u00fcr einen selbst neuen Band hinter sich hat, empfindet man diesen Moment als die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung des Albums, kombiniert mit dem Einsatz von Fl\u00f6ten, die das St\u00fcck in Richtung Fairport Convention schieben, also psychedelisch gedachten Folk-Rock der ausgehenden Sechziger. Im Titel sperriger als in der Musik ist auch \u201eIn My Dreams The Wind Chases Away The Clouds\u201c, und der Rausschmei\u00dfer mit dem noch sperrigeren Titel \u201eLostlostlostlostlostlostlost\u201c schlie\u00dft das Album mit einer weiteren kleinen \u00dcberraschung ab: Das St\u00fcck ist Popmusik, richtig sch\u00f6n mit der Snare als Taktgeber, mit einer ins Ohr gehenden Melodie, mit weiblichem Backinggesang und wohligwarm instrumentiert, wie \u00fcberhaupt das ganze Album.<br><br>So richtig dringt es beim H\u00f6ren nicht hervor, dass hier gleich drei der f\u00fcnf Musiker Gitarren spielen. Sie generieren damit eher Schichten als Dynamik, und in den spacigsten Momenten erinnert das dann an Spiritualized, nur ohne so wunderbar versponnen zu sein. The Black Cat\u2019s Eye bleiben gef\u00e4llig, sie \u00fcberfordern den klassischen Progrockh\u00f6rer nicht und fordern den Neuling nicht heraus. Dabei sind sie musikalisch ausgesprochen versiert und kompositorisch m\u00e4chtig einfallsreich, da h\u00e4tte durchaus mehr Arsch in der Hose sein d\u00fcrfen.<br><br>So richtig ein Deb\u00fct ist dieses Album \u00fcbrigens nicht: Vor vier Jahren brachte das Quintett die live mitgeschnittene und deutlich sch\u00e4rfer angebratene \u201eThe Black Cat\u2019s Eye EP\u201c heraus, die mit drei St\u00fccken eine halbe Stunde lang ist und somit strukturell schon mal den Prog bedient. Keines dieser St\u00fccke formulierte die Band \u00fcberdies f\u00fcrs Album neu aus. Zudem haben alle f\u00fcnf Bandmitglieder bereits eine Reihe an Erfahrungen auf dem Zettel: S\u00e4nger Christian Blaser etwa studierte klassische und Jazz-Gitarre, als Gitarrist steht er seit fast 20 Jahren dem Hamburger Musiker Robert Carl Blank zur Seite. Bei The Black Cat\u2019s Eye spielt er neben Gitarren auch Keyboards. Ebenso wie er ist auch Gitarrist Wolfgang Sch\u00f6necker hauptberuflich Musiklehrer; letzterer spielt au\u00dferdem bei der Alternative-Rock-Band Electric Elbow sowie in der Band des Ex-S\u00f6hne-Mannheims-Singersongwriters Tino Oac. Klassisch ist der Zettel des dritten Gitarristen Steffen Ahrens ausgerichtet: Er ist unter anderem Mitglied im Ensemble Modern Orchestra sowie in diversen weiteren Ensembles und spielte auf modernklassischen Alben von Heiner Goebbels und Vera Mohrs mit. Der klassisch studierte Gitarrist war vor The Black Cat\u2019s Eye in einigen Bands Mitglied, ist eine H\u00e4lfte des Duos Leise Dr\u00f6hnung und kommt ansonsten mit Konzertreisen weit in der Welt herum. Angst vor Clowns war eine der Bands, in denen E-Bassist Jens Cappel zuvor spielte, weitete hei\u00dfen Bugman, Nackt und Vital Beach. Ebenfalls studiert und Musikschullehrer ist Schlagzeuger Stefan Schulz-Anker, und Genregrenzen kennt er auch nicht: Er spielte von Jazz \u00fcber Reggae und Funk auch in Orchestern sowie als Begleiter des Autoren Dirk H\u00fclstrunk mit HUM-Gitarrist Harri Gottschalk, da schlie\u00dfen sich Kreise.<br><br>\u201eThe Empty Space Between A Seamount And Shock-Headed Julia\u201c ist geil, aber es geht noch geiler,wie ja die EP belegt. So ist es vielmehr ein niedrigschwelliges Preaching to the converted, als dass es deren Horizonte mit neuen Ideen erweitert. Da steckt mehr in dem Quintett als dies, und das n\u00e4chste Album darf das gern unter Beweis stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (22.03.2023) Der bet\u00e4ubte Diamant! 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