{"id":4971,"date":"2023-02-07T21:32:09","date_gmt":"2023-02-07T20:32:09","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4971"},"modified":"2023-02-07T21:32:09","modified_gmt":"2023-02-07T20:32:09","slug":"sermon-till-birth-do-us-part-bitume-records-earache-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sermon-till-birth-do-us-part-bitume-records-earache-2023\/","title":{"rendered":"Sermon \u2013 Till Birth Do Us Part \u2013 Bitume Records\/Earache 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Sermon-Till-Birth-Do-Us-Part.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"114\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Sermon-Till-Birth-Do-Us-Part.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4972\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (07.02.2023)<br><br>Nach 25 Jahren endlich das Deb\u00fctalbum! Aber so richtig stimmt das nicht: Nach den ersten Demos in den Neunzigern legten Sermon aus \u0130zmir 2004 die gemeinsame Arbeit nieder. Erst jetzt besann sich Gitarrist Cem Barut der einstigen Aktivit\u00e4ten und sammelte neue Mitstreiter um sich, mit denen er das Album \u201eTill Birth Do Us Part\u201c einspielte. Die Mischung \u00fcberrascht: Doom, Death, Gothic, Electro, Symphonic-Zeugs, Growls, Melodien, Most und M\u00f6rtel, alles nacheinander, manches miteinander, da wollen sich Sermon nicht auf immer denselben Sermon einlassen und machen aus dem Album beinahe eine Art Compilation. Fett produziert, abwechslungsreich, spannend!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das f\u00fcnfk\u00f6pfige Trio, das einst ein Quartett war, packt in das Deb\u00fct alles hinein, auf das es gerade Bock hatte, und das ist eine Menge. Eine Menge Holz vor allem. Es doomt mit fettem Sound, doch \u00fcber den tiefen Riffs und den dunklen Growls liegen h\u00f6her angeschlagene, beinahe folkige Melodien, Sermon loten das Frequenzspektrum und f\u00fcllen den Sch\u00e4del damit komplett aus. Die Musik ist schwer, und zwar schwerer als so manche Musik, auf der das Etikett \u201eHeavy Metal\u201c prangt. Und das, obwohl Sermon sich nicht auf den Doom und den Death Metal der reinen Lehre beschr\u00e4nken, sondern Elemente einbauen, fette Soundteppiche, mitrei\u00dfende, ins Unendliche gestreckte Melodien, und da, sind das Ch\u00f6re? Klingt die Gitarre dort nicht eher wie ein Dudelsack? Und ist das hier ernsthaft eine Orgel? Und Moment \u2013 was macht da pl\u00f6tzlich der Technobeat?!<br><br>Musikalisch finden sich auf \u201eTill Birth Do Us Part\u201c einige wenige Elemente und Passagen, die man eher in die leicht zug\u00e4ngliche Charts-Metal-Ecke schieben w\u00fcrde, pomp\u00f6s, opulent, mit leichter Neigung zum Kitsch, besonders, sobald Streicher ins Spiel kommen, und immer dann, wenn man kurz davor ist, schmerzverzerrt zu gucken, growlt die Stimme alles nieder und wischt alle aufkeimenden Gedanken an Massentauglichkeit hinfort. Puh, das ging gerade nochmal gut! Und dann macht die ganze kuriose Melange nochmal extra Spa\u00df.<br><br>Bereits im vergangenen Jahr ver\u00f6ffentlichten Sermon eine selbstbetitelte EP mit drei Tracks des nun kommenden Albums, \u201eDestined To Decline\u201c, \u201ePosthumous\u201c und \u201eRequitement\u201c, und diese drei klingen noch am ehesten wie aus einem Guss. Auf dem fast einst\u00fcndigen Album erscheinen sie in anderer Reihenfolge in die insgesamt acht Tracks eingef\u00fcgt und lockern den Gesamtsound nicht allein auf, sondern verbinden die wild zusammengestellten Ideen. Wie ein Wink mit dem Sargdeckel: Hier, diese Musik ist Doom, in der Basis ihrer grundlegenden Fundamente, den ganzen Rest k\u00f6nnen wir einfach auch noch und haben keinen Bock auf Grenzen.<br><br>Zudem scheint es, dass sich das als Trio wiedererweckte einstige Quartett erst im Verlauf der Aufnahmen zum Quintett mauserte. Die Urversion von Sermon aus den Neunzigern bestand zu Zeiten der Demos \u201eCosmic Prisoner\u201c und \u201eSea Of Meanings\u201c aus vier Leuten: Gitarrist und Bassist Hakan Keklik\u00e7il, der schon damals programmierte Drums in den Death Metal einbaute, Keyboarder \u00d6zden \u00c7airli, S\u00e4nger Kamil Uslu sowie Rhythmusgitarrist Cem Barut \u2013 der einzige, der auch heute noch dabei ist. Als erste neue Mitstreiter verpflichtete er Durmu\u015f Kal\u0131n, der Gitarren, Keyboards und programmierte Drums \u00fcbernahm, sowie Forgotten-S\u00e4nger Harun Altun. Nachdem die Promofotos in Triobesetzung entstanden, gesellten sich Bassist Mustafa S\u0131r und Schlagzeuger Serhan Tombul dazu.<br><br>Vorbilder und Reminiszenzen finden sich sicherlich manche auf \u201eTill Birth Do Us Part\u201c, das \u00fcbrigens die Abnabelung von der Mutter thematisiert. Den gruftigen Anteil borgen Sermon bei Paradise Lost aus, etwas Type O Negative meint man herauszuh\u00f6ren, Opeth, Moonspell, Die Krupps. Wenn dann nach f\u00fcnf, sechs St\u00fccken erstmal Stille einsetzt und man denkt, die Platte sei vorbei, setzt pl\u00f6tzlich ein technoider Beat zum gruftigen Metal ein, und man glaubt, es mit einem Bonus-Remix zu tun zu haben, doch geh\u00f6rt alles schlichtweg in den Sermon-Sound, wie ihn das Quintett heute f\u00fcr sich reklamiert, und mit dieser deutlich \u00fcberraschenden Kombination machen die f\u00fcnf aus \u0130zmir es genau richtig, weil alles andere gibt es ja schon, und jede genretreue Variante ist bereits hinl\u00e4nglich auserz\u00e4hlt. Im Crossover liegt das Potential.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.02.2023) Nach 25 Jahren endlich das Deb\u00fctalbum! Aber so richtig stimmt das nicht: Nach den ersten Demos in den Neunzigern legten Sermon aus \u0130zmir 2004 die gemeinsame Arbeit nieder. 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