{"id":4960,"date":"2023-01-30T21:08:00","date_gmt":"2023-01-30T20:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4960"},"modified":"2023-01-30T21:08:00","modified_gmt":"2023-01-30T20:08:00","slug":"nfd-trinity-ep-gothic-citadel-records-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/nfd-trinity-ep-gothic-citadel-records-2023\/","title":{"rendered":"NFD \u2013 Trinity EP \u2013 Gothic Citadel Records 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/NFD-Trinity-EP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/NFD-Trinity-EP.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4961\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (30.01.2023)<br><br>Irgendwie klingt die H\u00e4lfte der Songs dieser \u201eTrinity EP\u201c von NFD wie ein und derselbe Song. Was daran liegen mag, dass es sich bei f\u00fcnf von acht Tracks um ein und denselben Song handelt. Die insgesamt neuen drei Songs der Londoner Fields-Of-The-Nephilim-Nachfolger NFD, heute im Grunde nur noch bestehend aus Peter \u201eBob\u201c White (ohne Justus) mit seit 2008 nicht mehr so stark wechselnder Begleitung, sind die ersten neuen seit fast zehn Jahren in gut zwanzig Jahren Existenz. Musikalisch l\u00e4sst die \u201eTrinity EP\u201c indes keine L\u00fccken entstehen: in den Metal dr\u00fcckender Gothic Rock, episch und verspielt, aber doch dicht im Genre verhaftet, mit dunkler Stimme, dunklen harten Gitarren und dunklen Keyboardsounds, exakt so, wie man es von NFD kennt, keinen Millimeter zur Seite. Ja, wir ergeben uns deinem Willen, Peter!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es ist schon erstaunlich, wie viel von den Fields hier drinsteckt, obwohl niemand von den Fields mehr hier drinsteckt. Allein der zweite Song \u201eTo Find My Heaven\u201c h\u00e4tte irgendwann zwischen \u201eThe Nephilim\u201c und \u201eElizium\u201c erschienen sein k\u00f6nnen, schon wie der dunkle, rollende Bass das Intro einleitet, wie sich dann im Downtempo der Song allm\u00e4hlich aufbaut, mit progressiv geschultem Gitarrensolo, und wie er dann das Tempo verdoppelt und in einen mitrei\u00dfenden Rocksong m\u00fcndet. \u201eStatic On My Soul\u201c, der einzige Song, der auf dieser EP nur einmal vorkommt, nimmt den Geist der Nephilim auf, auch da lehnt die hintergr\u00fcndige Gitarrenarbeit bisweilen sehr stark an denen der Fields. Aber es gibt dann doch Unterschiede: Die Violine etwa, die die Geigerin Arulei alias Rebecca Galfalvi aus Bristol dazwischenschiebt. White hat einen anderen Atem als McCoy, auch wenn sein Gesang dem des alten Mehlcowboys streckenweise sehr sehr nahekommt. In Puncto Zug\u00e4nglichkeit etwa unterscheiden sich NFD aber von den Fields, da macht White mehr Kompromisse, und doch: Sobald die Gitarren nicht mehr nur Rhythmen und Akkorde transportieren, sondern harte Riffs, schimmern wieder The Nefilim durch, McCoys Heavy-Metal-Interimsprojekt \u2013 an dem auch Simon Rippin beteiligt war, der danach die Entstehung des Projektes NFD im Jahr 2000 begleitete.<br><br>Also, \u201eTo Find My Heaven\u201c zweimal, aber der Opener \u201eSurrender To My Will\u201c ist auf dieser 50min\u00fctigen EP gleich f\u00fcnfmal enthalten. Fast neun Minuten dauert die erste Version, die flott voranschreitet, eher den harten Rock als den Metal im Vordergrund stehen hat, an dezidierter Stelle sogar einen Discobeat dazwischenschummelt und sehr den eigenen Sound von NFD tr\u00e4gt. Nicht von Ungef\u00e4hr hat man schnell alte NFD-Songs als Ohrwurm, nachdem man die EP erstmals durchh\u00f6rte: \u201eFind My Way\u201c etwa, der Titel scheint sich zudem in \u201eTo Find My Heaven\u201c und \u201eSurrender To My Will\u201c aufgesplittet zu haben. NFD servieren letzteren selbst in drei Varianten, dazu gibt es zwei Remixe: Der verdiente UK-Goth-Gitarrist Mark Gemini Thwaite (Ex-The Mission, Ex-Spear Of Destiny, Primitive Race., Mob Research und 3455692 weitere Projekte) baut Elektropluckern und stoisches synthetisches Schlagzeug in den Song ein, ohne ihn technoid zu machen oder in eine US-Industrial-Richtung zu dr\u00e4ngen, und Ben Christo alias Benjamin Christodoulou, der in Projekten zwischen Hardrock, Kindergothic und Industrial wie Pig, Night By Night, Diamond Black oder gar Lord Of The Lost mitmischt und der heute offenbar Mitmusiker bei Andrew Eldritchs The Sisters Of Mercy ist, tut es ihm ann\u00e4hernd gleich, nur dass er die H\u00e4rte aus den Gitarren herausnimmt, indem er sie gleich mehrfach selbst einspielt, und mit dem Piano den Boogie-Anteil des Originals stellenweise st\u00e4rker herausarbeitet und den Song mit transparenteren Sounds weniger dr\u00fcckend macht, beinahe eher leicht und beschwingt, vergleichsweise.<br><br>Zur Kernbesetzung von NFD \u2013 Noise For Destruction \u2013 geh\u00f6ren heute neben dem von Sensorium her\u00fcbergewechselten S\u00e4nger, Gitarristen und Bassisten Peter \u201eBob\u201c White noch Rhythmusgitarrist Chris Milden und Schlagzeuger Luca Mazzucconi aus Bergamo, der seine zwischen Powermetal und Black Metal gez\u00fcchteten Wurzeln inzwischen im Gothic Metal wuchern l\u00e4sst. Damit ist von den Fields des Jahres 2002 niemand mehr dabei; der missgl\u00fcckte Neuanfang jener Band war seinerzeit der Startschuss f\u00fcr NFD, das Sammelbecken der \u00dcbriggebliebenen ohne McCoy, mit Tony Pettitt (fr\u00fcher unter anderem auch bei Rubicon, heute The Eden House), Simon Rippin (Sensorium, The Nefilim) und Stephen Carey (This Burning Effigy, The Eden House, Adoration).<br><br>Merkw\u00fcrdig ist der Labelwechsel: Einst beim seit \u00fcber 40 Jahren existierenden durchaus gothrock-orientierten Indielabel Jungle Records, jetzt beim offenkundig noch gothrock-orientierteren Gothic Citadel Records; dabei muss es sich um ein eigenes Label handeln, schlie\u00dflich erschien darauf bis dato lediglich die NFD-Box \u201eRequiems From The Abyss\u201c zum 20. Geburtstag der Band, die jedoch noch von Jungle vertrieben wurde. Die EP gibt\u2019s als Vorbestellung im Digipak mit Stickern, signierten Flyern und Pin, damit erschafft die Band einen sch\u00f6nen zus\u00e4tzlichen Mehrwert zu reinen Download der Musik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (30.01.2023) Irgendwie klingt die H\u00e4lfte der Songs dieser \u201eTrinity EP\u201c von NFD wie ein und derselbe Song. Was daran liegen mag, dass es sich bei f\u00fcnf von acht Tracks um ein und denselben Song handelt. 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