{"id":4944,"date":"2023-01-24T22:20:33","date_gmt":"2023-01-24T21:20:33","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4944"},"modified":"2023-01-24T22:20:33","modified_gmt":"2023-01-24T21:20:33","slug":"guided-by-voices-la-la-land-guided-by-voices-inc-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/guided-by-voices-la-la-land-guided-by-voices-inc-2023\/","title":{"rendered":"Guided By Voices \u2013 La La Land \u2013 Guided By Voices Inc. 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guided-By-Voices-La-La-Land-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guided-By-Voices-La-La-Land-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4946\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.01.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>GBV, also Guided By Voices, geh\u00f6ren ebenso wie The Fall oder Neil Young zu den K\u00fcnstlern, bei denen ich irgendwann aufgeh\u00f6rt habe, zu z\u00e4hlen, wie viele Alben sie eigentlich ver\u00f6ffentlicht haben. Als ich irgendwann Mitte der 90er meine erste GBV-CD erstand, dachte ich, dass diese Band aber vorher (also seit 1986) schon ganz sch\u00f6n viel ver\u00f6ffentlicht hat. Das war jedoch nichts im Vergleich zu dem wahren Nussberg an Ver\u00f6ffentlichungen, den die Band um Robert Pollard, einem Lehrer aus Dayton\/Ohio, seitdem aufget\u00fcrmt hat. Die Band wurde mehrfach f\u00fcr einige Jahre aufgel\u00f6st, hat zwischendurch einige echt langweilige Ver\u00f6ffentlichungen herausgebracht und seit der letzten Wiedervereinigung im Jahr 2016 mehr als 15 Alben ver\u00f6ffentlicht, die allesamt sehr gut und teilweise sogar gro\u00dfartig waren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eLa La Land\u201c liegt irgendwo zwischen sehr gut und gro\u00dfartig. Zuvor muss ich noch verraten, das GBV eigentlich sogar generell eher langweilig sind. Eine richtig sch\u00f6n langweilige Lehrerrockband. Zwar ist es schon m\u00e4chtig gewaltig, wie viele Songs sich Robert Pollard in jedem Jahr ausdenkt (in guten Jahren ver\u00f6ffentlichen GBV drei oder vier Alben und die Legende besagt, dass Pollard unter seinem Bett noch haufenweise unver\u00f6ffentlichtes Material aufbewahrt), aber das hei\u00dft nicht, dass sich nicht vieles \u00e4hnelt. Dennoch sammele ich fast alles (so ganz komplett komme ich da schlichtweg nicht hinterher mit dem Sammeln), was GBV ver\u00f6ffentlichen, und genie\u00dfe alles Neue, was sie machen. Nicht, weil es mich vom Hocker haut, was sie machen, sondern weil es mich freut und mir das Herz erw\u00e4rmt, dass sie mehr oder weniger immer wieder dasselbe machen.<br><br>\u201eLa La Land\u201c startet mit \u201eAnother Day To Heal\u201c gleich sch\u00f6n rockig, Pollards Leadgesang mit seiner unglaublich wiedererkennbaren Stimme (Anstatt sie hier zu beschreiben, wobei ich eh nur auf dem Bauch landen kann, empfehle ich das Anspielen des 1996er \u00dcber-Hits \u201eThe Official Ironmen Rally Song\u201c, auf dem Pollard alle Facetten seines Gesangs nacheinander zum Besten gibt. Auf YouTube gibt es ein gutes Video dazu.) wird untermalt mit mehrstimmigen Backgroundgesang seiner versierten Mitstreiter, ein sehr guter Einstieg. Die n\u00e4chsten beiden St\u00fccke klimpern ruhiger, aber sehr sch\u00f6n vor sich hin. St\u00fcck 4, \u201eInstinct Dwelling\u201c, rumpelt solide drauflos, mit den typischen runtergeschrammelten GBV-Akkordfolgen im Refrain. Das folgende \u201eQueen Of Spaces\u201c beginnt rein instrumental mit Akustikgitarre, nach einigen dramatischen Akkorden setzt ab Minute 1:20 (neben Streichern) Pollards hier anscheinend mehrfach \u00fcbereinandergelegter, sehr ruhiger Gesang ein. Sowas Sch\u00f6nes!<br><br>Dann \u201eSlowly On The Wheel\u201c \u2013 aufgebaut auf nur einer einzigen Note! Fast zumindest. Das muss ich mal auf der Gitarre \u00fcben, es wird mich motivieren. Dazu eine Melodie, wie sie sich nur Robert Pollard ausdenken kann. Das siebte St\u00fcck \u201eCousin Jackie\u201c halte ich f\u00fcr eins der Highlights auf \u201eLa La Land\u201c. Im Einklang mit der Musik rockt Pollard wieder eine seiner typischen Pollard-Harmonien runter, dann ein Intermezzo mit allerley in dem gesamten Brei nicht auseinanderhaltbarem Instrvmentarium, dann auf einmal ein Gitarrenriff, das mich an irgendein abgenudeltes AOR-St\u00fcck von Radio 21 erinnert, dessen Name mir im Moment nicht einf\u00e4llt. Und immer wieder \u201eMake it rain wine and whisky\u201c, \u201eWash us down the drain\u201c, \u201eTake away our pain\u201c und derlei abgeschmackte Slogans, die hier gut passen und sch\u00f6n klingen, und am Ende singt Pollard dann durch dieses komische Effektger\u00e4t, das \u00e4lteren Lesenden noch gut von Peter Frampton im Ohr ist. Ja klasse!<br><br>Mit \u201eWild Kingdom\u201c und \u201eCaution Song\u201c folgen zwei typische GBV-St\u00fccke, hier kommen wir also dazu, was ich oben mit Langeweile auszudr\u00fccken versuchte, was bei \u201eWild Kingdom\u201c durch den mehr als bissigen Text mehr als wieder wettgemacht wird. Nach der Einstiegszeile \u201eAn invitation to suffering\u201c beschreibt Pollard irgendwen mit einem Vokabular, das er h\u00f6chstwahrscheinlich im Zuge der Pandemie entwickelt hat: \u201eSnipers in diapers, not to vaccinate but to baptise a new creation, the next mutation of you\u201c \u2013 Puuuuh, das klingt richtig b\u00f6se. Auf \u201eFace Eraser\u201c wird es dann wieder geringf\u00fcgig schneller und das immer wieder wiederholte \u201eNobody down here likes you\u201c l\u00e4sst vermuten, dass der\/die Besungene sich ebenfalls der Sympathie Pollards nicht unbedingt gewiss sein kann. Auf \u201ePockets\u201c wird anschlie\u00dfend nochmal l\u00e4ssig geindierockt und nach angemessenen knapp 35 Minuten entlassen Pollard und seine Mitmusizierenden den angenehm ber\u00fchrten H\u00f6rer in die n\u00e4chste sicherlich mehrw\u00f6chige Wartezeit bis zum n\u00e4chsten GBV-Album.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.01.2023) GBV, also Guided By Voices, geh\u00f6ren ebenso wie The Fall oder Neil Young zu den K\u00fcnstlern, bei denen ich irgendwann aufgeh\u00f6rt habe, zu z\u00e4hlen, wie viele Alben sie eigentlich ver\u00f6ffentlicht haben. 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