{"id":4935,"date":"2023-01-23T21:31:44","date_gmt":"2023-01-23T20:31:44","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4935"},"modified":"2023-01-23T21:31:44","modified_gmt":"2023-01-23T20:31:44","slug":"einfach-g-e-l-eine-zeitreise-in-die-epoche-der-frueh-aufklaerung-mit-hardy-crueger-kaufbar-braunschweig-22-januar-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/einfach-g-e-l-eine-zeitreise-in-die-epoche-der-frueh-aufklaerung-mit-hardy-crueger-kaufbar-braunschweig-22-januar-2023\/","title":{"rendered":"Einfach G.E.L \u2013 Eine Zeitreise in die Epoche der Fr\u00fch-Aufkl\u00e4rung mit Hardy Crueger \u2013 KaufBar, Braunschweig, 22. Januar 2023"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"4936\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4936\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-300x200.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-768x512.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4931-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"4937\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4937\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-300x200.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-768x512.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4930-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"4938\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4938\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-300x200.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-768x512.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Guido-Doerheide-Hardy-Lessing-4928-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (22.01.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Disclaimer: In diesem Artikel werden zwei verdiente Honoratioren dieser unserer L\u00f6wenstadt als \u201ePissnelken\u201c bezeichnet. Ich distanziere mich hiermit in aller Form von meiner selbstgew\u00e4hlten Formulierung und ersetze sie durch \u201eschmierige Halunken\u201c. Als geb\u00fcrtiger Gifhorner darf ich das, muss ich das sogar, ich bin quasi dazu verpflichtet. Aber nun erstmal mein Artikel, den ich f\u00fcr alle Leute schreibe, die heute nicht dabei sein konnten und vor allem f\u00fcr meine einzigartige wunderbare Liebste, die heute aus beruflichen Gr\u00fcnden nicht nach Braunschweig kommen konnte:<\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle kennen diese ziemlich braunen Schilder an der Autobahn (Wieso eigentlich ausgerechnet diese Farbe f\u00fcr Hinweisschilder an deutschen Autobahnen? Honi soit qui mal y pense&#8230;Dr. GH aus GF, ick h\u00f6r Dir trapsen&#8230;): \u201eHornburg \u2013 Historische Fach-Werkstatt\u201c, \u201eGifhorn \u2013 M\u00fchlen minus Freilichtmuseum\u201c (jahaa, so ein \u00e4hnliches Schild gibt es an der A2, obwohl meine Heimatstadt nun wirklich an keiner Autobahn liegt, nicht mal an der A39), \u201eWolfsburg, Autostadt\u201c oder eben auch \u201eWolfenb\u00fcttel, Lessingstadt\u201c. Dar\u00fcber, warum letztgenanntes Schild seine Berechtigung hat, kl\u00e4rt Hardy Crueger einmal pro Jahr in seiner Lessing-Lesung mit dem Titel \u201eEinfach G.E.L.\u201c auf. Normalerweise findet diese Veranstaltung (an immer anderen Orten in und um BS\/WF) an Lessings Todestag, dem 15. Februar, statt; in diesem Jahr bestellte Hardy Crueger sein Auditorium stattdessen an Lessings Geburtstag, dem 22. Januar, in die Braunschweigische KaufBar ein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es ist Lessings 294. Geburtstag, also deutlich mehr als bei \u201eDinner For One\u201c, ohne Tigerkopf, trotzdem tut der Literat sein wirklich Bestes, begr\u00fc\u00dft seine G\u00e4ste auf Franz\u00f6sisch, was zu Lessings Lebzeiten noch das war, was Englisch heute ist, fragt einige Lessingkenntnisse ab (Nathan der \u00fcbliche verd\u00e4chtige Weise zum Beispiel) und stellt dann die berechtigte Frage, wer denn schon selber w\u00fcsste, wer er sei. Um dann kompetent und unterhaltsam dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren, wer Lessing war und warum Wolfenb\u00fcttel eine Lessingstadt ist. Und dar\u00fcber, dass Gotthold Ephraims Mama eigentlich immer schwanger war und sein Vater Pastor in Kamenz, Sachsen, wo G.E.L. am 22. J\u00e4nner 1729 zur Welt kam.<br><br>Als es um die Entfernung zwischen Lessings Geburtsstadt Kamenz und der s\u00e4chsischen Porzellanmetropole Mei\u00dfen geht, verheddert sich der Protagonist \u00e4u\u00dferst unterhaltsam im metrischen System und dann fragt er im Publikum ab, ob man noch Tugenden kenne. Mir fallen zuerst V\u00f6llerei, Habgier und Wollust ein, aber schnell stellt sich heraus, dass diese hier nicht gemeint sind. Alsdann erw\u00e4hnt Crueger, dass der junge Gotthold Ephraim sich anschickte, Lustspiele zu schreiben, was seinem Vater sichtlich missfiel, da der junge G.E. dabei die falschen Tugenden predigte. Also die vorgenannten wahrscheinlich, und zuallererst die Drittgenannte. Hernach rezitiert Crueger ein Gedicht Lessings aus dieser Zeit und seitdem vermute ich, dass die Erz\u00e4hlung von Claudia und ihrem Sch\u00e4ferhund nicht von den \u00c4rzten aus Berlin (aus Berlin!) ausgedacht wurde. Ganz so weit liegen Lessing und der Rest der Menschheit anscheinend doch nicht auseinander, wenn es um Tugenden geht. Was sich manifestiert in Lessings Ausspruch \u201eWer wird an die Gesundheit denken, wenn man die Gl\u00e4ser leeren will?\u201c Zweifelsohne, in Lessing steckt mehr Rock\u2018n\u2018Roll, als man uns weiland an der humanistischen Bildungsanstalt lehren wollte. Lessings Vater schimpfte darob \u201ewie ein Rohrspatz\u201c, und wer will es ihm verdenken?<\/p>\n\n\n\n<p>Lessing fand danach sein Gl\u00fcck im Gl\u00fccksspiel und verfasste Fabeln. Eine davon handelte von einer Gans, die gerne ein Schwan sein wollte, aber nicht konnte. Was mich daran erinnerte, dass meine j\u00fcngste Tochter einst in S\u00fcdtirol vor einem Springbrunnen mit einer G\u00e4nse-Statue andachtsvoll ausrief \u201eEine Langhals-Ente!\u201c Aber das nur \u2013 gewiefte Krautnick-Lesende ahnen \u2013 am Rande.<br><br>Crueger erz\u00e4hlt also munter aus Lessings Leben, rezitiert zwischendurch dessen Gedichte und Fabeln und bekommt daf\u00fcr \u2013 apselut verdient \u2013 Applaus. Und Lessings Lebensgeschichte rei\u00dft die Zuh\u00f6renden mit: Gotthold spielt, verliert, macht Schulden, f\u00fchrt das von ihm in Hamburg geleitete Theater nach drei Jahren in die Pleite und sich selbst auch. Privatinsolvenz. Nur, dass es die damals noch nicht gab. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, verliebt sich Lessing in Eva K\u00f6nig, die Frau seines Freundes Engelbert, der in Hamburg wohnt und eine Fabrik in Wien leitet und dann pl\u00f6tzlich und unerwartet stirbt. Um die Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen, nimmt G.E.L. dann eine Stelle als B\u00fcchereipr\u00e4sident in S\u00fcdostniedersachsen an: Herzog Karl Wilhelm Ferdinand, dessen Standbild, wie Hardy Crueger unnachahmlich in Worte fasst \u201evor diesem l\u00e4cherlichen Kaufmannsschloss steht, hoch zu Ross\u201c, nimmt ihn in seine Dienste \u2013 offenbar durch einen Headhunter auf Lessings F\u00e4higkeiten aufmerksam gemacht \u2013 und macht ihn zum Chef der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenb\u00fcttel. Wie lange das Pferd gelebt hat, auf dem KWF vor der Schlossattrappe sitzt, ist leider nicht \u00fcberliefert (meine j\u00fcngste Tochter fragte danach und ich konnte die Frage nicht beantworten).<br><br>In der Bibliothek in der s\u00fcdostnieders\u00e4chsischen Provinz, die zu Lessings Zeiten als Achtes Weltwunder gehandelt wurde, war \u201edas gesamte Wissen der Welt\u201c versammelt. Man gut also, dass nicht irgendwelche Pissnelken wie sagen wir mal Wolfgang Laczny oder Dr. Gert Hoffmann dazu auserkoren wurden, den Laden zu leiten, sondern G.E. Lessing. Dortselbst suchte Lessing nach jemandem, der ihn brauchte. Und wurde f\u00fcndig: Die Menschheit brauchte ihn, wegen der Tugenden. Zu tun hatte Lessing in der Bibliothek nichts, au\u00dfer dem, was er selbst machen wollte. Lessing postulierte, er wolle \u201eniemandes Herr noch Knecht\u201c sein, praktizierte das mit Erfolg und Eva K\u00f6nig verstand das. Sie scheint mir eine ziemlich tolle Person zu sein.<br><br>Lessing schrieb dann \u201eEmilia Galotti\u201c, noch ein \u00fcblicher Verd\u00e4chtiger aus dem Deutschunterricht der l\u00e4ndlichen humanistischen Bildungsanstalt, die in Braunschweig erfolgreich uraufgef\u00fchrt wurde. Allerdings von den Schauspielenden gespielt \u201eso abgeschmackt, als m\u00fcsste man sie mit Nasenst\u00fcbern vom Theater schicken.\u201c Klasse Rezension, k\u00f6nnte von mir sein.<br><br>Mit seinen Theaterst\u00fccken verdiente Lessing nur wenig Geld, da diese aufgef\u00fchrt wurden, ohne ihn um Erlaubnis daf\u00fcr gefragt zu haben oder ihn zu bezahlen, au\u00dferdem kursierten Raubkopien seiner St\u00fccke, f\u00fcr die er ebenfalls kein Geld sah. Mit den \u201eFragmenten des wolfenb\u00fcttelschen Ungenannten\u201c, die Lessing f\u00fcr seinen Freund Hermann Samuel Reimarus (der \u00fcbrigens Hamburger war und kein Wolfenb\u00fctteler) ver\u00f6ffentlichte, trat er dann die bedeutendste theologische Auseinandersetzung des 18. Jahrhunderts, den \u201eFragmentenstreit\u201c, los. Der Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goeze war dabei sein klerikaler Gegenspieler, Lessing verlor im Verlaufe des Streits seine Zensurfreiheit und r\u00e4chte sich mit seinem bekanntesten Werk \u201eNathan der Weise\u201c, einem St\u00fcck f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen. Das Teil kennt heutzutage fast jeder, wer dagegen kennt ohne Deutsch-Leistungskurs (wenn nicht nur Woyzeck gelehrt wurde) noch Goeze? Unendliche Briefe schrieben Lessing und Goeze damals hin und her, Hardy Crueger meint dazu in seiner Funktion als Lessings Alter Ego: \u201eDamals hatten wir noch kein Netflix, da hatten wir abends Zeit, Briefe zu schreiben.\u201c<br><br>Im Anschluss beschreibt Crueger Lessings gl\u00fccklichstes Jahr: 1777. Eva und die Kinder ziehen zu ihm nach Wolfenb\u00fcttel, Eva wird mit 41 Jahren schwanger (Lessings erstes Kind, mit 48), das Haus wird fertiggestellt und dann: Am 25.12. wird Lessings Sohn Traugott \u2013 mit Hilfe der damals vollkommen neuartigen Geburtszange \u2013 geboren, Eva erleidet w\u00e4hrend der Geburt unvorstellbare Qualen, Traugott stirbt nach einer Woche und Eva kurz nach ihm. \u201eEin Tag hatte ihm gereicht, um zu verstehen, was hier los ist.\u201c Sch\u00f6ne Schei\u00dfe. Anmerkung des Verfassers.<br><br>Lessing, der nach eigenen Worten \u201egelehrte Landst\u00fcrzer\u201c, lebt noch einige wenige Jahre weiter, um so viel zu schaffen, wie nur geht. \u201eEmilia Galotti\u201c erschien schon 1772, \u201eMiss Sara Sampson\u201c sogar bereits 1755 (das erste Trauerspiel in deutscher Sprache, meine Damen und Herren, mehr, wirklich sehr viel mehr als kongenial in die heutige Zeit \u00fcberf\u00fchrt durch Hardy Cruegers \u201eDer Mord an Sara Sampson\u201c, zu erstehen in der Buchhandlung Benno Goeritz in Braunschweig), und \u201eNathan der Weise\u201c (ein dramatisches Gedicht in f\u00fcnf Aufz\u00fcgen) letztendlich 1779.<br><br>Lessing starb 1781 in Braunschweig, das ist ein Jahr, das sich die Braunschweiger:innen mal au\u00dfer dem Schei\u00df 1967 gef\u00e4lligst hinter die Ohren schreiben lassen sollten. Er hat so viele wunderbare Werke hinterlassen, und auch sch\u00f6ne Zitate: \u201eWas Gewalt hei\u00dft, ist nichts: Verf\u00fchrung ist die wahre Gewalt.\u201c Hardy Crueger hat in diesem Zusammenhang das Internet erw\u00e4hnt, und so ziemlich das ganze Publikum zuckte zusammen und musste dann lachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann rezitierte Crueger Lessings wohl gr\u00f6\u00dftes Zitat, aus einem seiner Briefe an Moses Mendelssohn: \u201eIch glaube, der ist der gr\u00f6\u00dfte Geck, der die gr\u00f6\u00dfte Fertigkeit im Bewundern hat; so wie ohne Zweifel derjenige der beste Mensch ist, der die gr\u00f6\u00dfte Fertigkeit im Mitleiden hat.\u201c Hammer! Und das hier, finde ich, hat nichts mit selbsternannter Hypersensibilit\u00e4t zu tun, sondern mit der reinen F\u00e4higkeit zum Mitleiden. Danke, Lessing, und danke, Hardy f\u00fcr einen nicht nur wundersch\u00f6nen, sondern auch lehrreichen Sonntagnachmittag!<\/p>\n\n\n\n<p>Den Text \u201eEinfach G.E.L.\u201c finden Sie auch zum Lesen am Ende von Hardy Cruegers Buch \u201eDer Mord an Sara Sampson\u201c. In dem Buch erz\u00e4hlt Crueger Lessings St\u00fcck \u201eMiss Sara Sampson\u201c in moderner Sprache nach, was nicht ohne zahlreiche \u00fcberw\u00e4ltigende Zitate des Ursprungswerkes abgeht (inkl. meiner Lieblingsstelle in der Literatur vor HC: \u201eMachen Sie mich zu Gott, und wiederholen Sie dann Ihre Forderung!\u201c) und hiermit auf das Herzlichste zum Lesen anempfohlen wird.<br><br>Hinweis von Hardy Crueger: Die Lesung anl\u00e4sslich Lessings Geburtstag wurde finanziert vom Raabehaus Literaturzentrum Braunschweig und war somit f\u00fcr die Zuh\u00f6renden komplett kostenfrei. Erg\u00e4nzung von Guido D\u00f6rheide: \u2026 gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (22.01.2023) Disclaimer: In diesem Artikel werden zwei verdiente Honoratioren dieser unserer L\u00f6wenstadt als \u201ePissnelken\u201c bezeichnet. Ich distanziere mich hiermit in aller Form von meiner selbstgew\u00e4hlten Formulierung und ersetze sie durch \u201eschmierige Halunken\u201c. 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