{"id":4843,"date":"2023-01-05T22:52:10","date_gmt":"2023-01-05T21:52:10","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4843"},"modified":"2023-01-05T22:52:33","modified_gmt":"2023-01-05T21:52:33","slug":"man-or-astro-man-distant-pulsar-chunklet-industries-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/man-or-astro-man-distant-pulsar-chunklet-industries-2022\/","title":{"rendered":"Man \u2026 Or Astro-Man? \u2013 Distant Pulsar \u2013 Chunklet Industries 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Man-Or-Astro-Man-Distant-Pulsar.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"700\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Man-Or-Astro-Man-Distant-Pulsar.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4844\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Man-Or-Astro-Man-Distant-Pulsar.jpeg 700w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Man-Or-Astro-Man-Distant-Pulsar-300x300.jpeg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Man-Or-Astro-Man-Distant-Pulsar-150x150.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.01.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt sie noch \u2013 oder wieder und noch: Nach dem Jahr 2000 dauerte es zwar 13 Jahre bis zur obligatorischen Reunion einer Neunziger-Indie-Band, aber das Comeback-Album ist mittlerweile auch schon wieder gut zehn Jahre alt. Seitdem ver\u00f6ffentlichen die Surfrocker aus der Zukunft nur noch sp\u00e4rlich Singles, \u201eDistant Pulsar\u201c ist sogar eine Doppel-7\u201c mit vier Tracks. Die belegen, weitgehend von dem Schabernack der Neunziger befreit, um was f\u00fcr grandiose Musiker es sich bei Man \u2026 Or Astro-Man? tats\u00e4chlich handelt. Nat\u00fcrlich fehlt das juvenile Ungest\u00fcm der Anfangszeit, aber daf\u00fcr bekommt man eben gereiften Indierock, fett produziert, voller Einf\u00e4lle und mit wissenschaftlicher Lehrstunde on top obendrauf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gerade zw\u00f6lf Minuten neue Musik kredenzen Man \u2026 Or Astro-Man? mit dieser Doppel-Single im Klappcover, aber man freut sich \u00fcber diese Brotkrumen. Seite A geht gleich klassisch los mit einem Surftrack mit Hall auf den Drums, den Gitarren und dem Gedanken dahinter: \u201eDistant Pulsar\u201c, Titeltrack der EP mithin, kl\u00e4rt im Begleittext dar\u00fcber auf, dass es sich bei Pulsaren entgegen langl\u00e4ufiger Meinung nicht um handels\u00fcbliche Sterne handelt, sondern um Neutronensterne, mit ausf\u00fchrlicher Erl\u00e4uterung auf Bandcamp. Danke. Der Song ist um das typische Humorige und Noisige reduziert, hat den Twang und den Drive, den man von MOAM kennt, geht ins Ohr und nach vorn und bietet feinsten Surfrock. Das Instrumental \u201eMicroverses\u201c auf der B-Seite verlegt den Schwerpunkt auf den Indierock, ebenso treibend, mit melodischen Riffs, groovendem Bass und \u00fcberraschenden Breaks, im Tempo sogar noch leicht angezogen, fuckin\u2018 catchy!<\/p>\n\n\n\n<p>Melodisch geht auch das Instrumental \u201eSignal Instrusions\u201c auf der C-Seite weiter, wie Track 2 den Surf eher mitdenkend als im Vordergrund ausspielend. Hier flie\u00dfen dann doch wieder vereinzelte noisige Elemente ein, sobald man sich an die Catchiness des Tracks gew\u00f6hnt hat, aber das ist wohl als \u00dcbergang zu verstehen zur D-Seite \u201eBent Sinister\u201c, die ausschlie\u00dflich aus Soundscapes, Drones und Samples besteht und den spookigen Anteil der Band hervorhebt. So ganz ohne Versponnenheit geht eben auch \u00dc50 nicht. Und besser und innovativer als die Pixies seit deren Reunion sind MOAM allemal.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Band heute besteht aus vier altgedienten und neugewonnenen Astrofrauen und -m\u00e4nnern mit den gewohnt bekloppten K\u00fcnstlernamen: Star Crunch (Brian Causey), Coco The Electronic Monkey Wizard (Robert DelBueno), Avona Nova (Samantha Erin Paulsen) und Birdstuff (Brian Teasley). Die drei M\u00e4nner sind seit der Gr\u00fcndung der Band vor 31 Jahren dabei, Avona Nova trat vor zehn Jahren hinzu, ausgeborgt bei der Mathrockband We Versus The Shark. Seit der Platte \u201eLive At Third Man Records\u201c, aufgenommen f\u00fcr Jack Whites Label, im Jahr 2017 und dem Comeback-Album \u201eDefcon 5\u2026 4\u2026 3\u2026 2\u2026 1\u2026\u201c 2013 ver\u00f6ffentlichen die Astroleute ausschlie\u00dflich Singles, wenn auch verglichen mit dem Neunziger-Output eher wenige. Zuletzt diese: 2018 gab es eine Split-Single mit der Hardcore-Band Tar, 2021 eine 7\u201c mit drei Tracks, \u201eSpace 1991\u201c, jetzt eben \u201eDistant Pulsar\u201c. Will man wirklich alles von Man \u2026 Or Astro-Man? zusammensammeln, hat man eine Menge zu tun: Nicht mal die Alben sind eindeutig als solche definiert, geschweige denn \u00fcberhaupt s\u00e4mtlichst erschwinglich erh\u00e4ltlich, von den auf Aberdutzenden Labels verstreuten Singles und Compilation-Beitr\u00e4gen ganz zu schweigen. \u201eDistant Pulsar\u201c belegt: Jeder einzelne Kauf lohnt sich.<\/p>\n\n\n\n<p>1997 behaupteten Man \u2026 Or Astro-Man? beim Roskilde Festival noch, sie k\u00e4men aus der Zukunft und spielten die Musik der Charts von in zwanzig Jahren. Die Charts von 2017 widerlegten diesen fr\u00f6hlichen Quatsch leider. In den pers\u00f6nlichen Charts stehen MOAM indes ganz weit oben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.01.2023) Es gibt sie noch \u2013 oder wieder und noch: Nach dem Jahr 2000 dauerte es zwar 13 Jahre bis zur obligatorischen Reunion einer Neunziger-Indie-Band, aber das Comeback-Album ist mittlerweile auch schon wieder gut zehn Jahre alt. &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/man-or-astro-man-distant-pulsar-chunklet-industries-2022\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,16],"tags":[],"class_list":["post-4843","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-18","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4843"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4846,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4843\/revisions\/4846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}