{"id":4840,"date":"2023-01-04T21:50:41","date_gmt":"2023-01-04T20:50:41","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4840"},"modified":"2023-01-04T21:51:13","modified_gmt":"2023-01-04T20:51:13","slug":"was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumnekilling-in-the-name-of-matze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumnekilling-in-the-name-of-matze\/","title":{"rendered":"Was meine Freundin gerne h\u00f6rt &#8211; die Musikkolumne: Killing in the Name of Matze"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4578\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Onkel Rosebud (Januar 2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Freundin ist eine Verfechterin des Lebensentwurfes, dass man mindestens zwei Sachen im Leben \u00fcberdurchschnittlich gut k\u00f6nnen sollte. Falls die eine Sache mal wegbricht, bleibt einem dann immerhin noch die andere, ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen und das Dasein gepflegt zu bew\u00e4ltigen. Interessanterweise kann sie viel mehr als nur zwei Aktivit\u00e4ten, wovon man leben k\u00f6nnte, richtig gut, aber f\u00fcr mich trifft es tats\u00e4chlich zu, genau in zwei F\u00e4llen \u201ebetter than the rest\u201c zu sein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das eine ist mein Beruf. Ich tue seit Jahrzehnten tats\u00e4chlich das, was ich studiert habe, stehe gern auf, um zur Arbeit zu gehen, und bin in meinem Fachgebiet sowas wie ein anerkannter Experte. Das andere kompensiert den Mangel an Kreativit\u00e4t, das mein Berufsleben mit sich bringt, und widerspiegelt die Sehnsucht, doch vielleicht auch das Hobby zum Beruf machen zu k\u00f6nnen.<br>Das fing auf einem Kindergeburtstag an, als ich so sieben\/acht\/neun Jahre alt war. Bei diesen Veranstaltungen war der H\u00f6hepunkt immer die Stuhlpolonaise. Bei uns hie\u00df das \u201eReise nach Sundevit\u201c (nach dem gleichnamigen Buch von Benno Pludra, einem Klassiker der DDR-Kinderliteratur). In der alten BRD nennt man das \u201eReise nach Jerusalem\u201c oder \u201eReise nach Rom\u201c. In \u00d6sterreich und der Schweiz ist der Begriff \u201eSesseltanz\u201c gebr\u00e4uchlich. Unterm Strich geht es darum, mit beliebig vielen Mitspielern, durch musikgesteuertes Laufen und Stoppen, einen einzigen Gewinner zu ermitteln. Der Wettkampfgedanke und die damit verbundene, subtile Vorbereitung auf ein Leben in unserer Gesellschaftsordnung war mir als Kind schon zuwider. Ich wollte der sein, der die Musik aussucht und auf die Stopptaste dr\u00fcckt, damit ich nicht einer der anderen sein muss, die sich einen Stuhl suchen m\u00fcssen, obwohl es einen zu wenig f\u00fcr alle gibt. So wurde ich DJ. Lieber tanzen lassen, als selbst zu tanzen, ist bis heute mein Credo.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit einher ging ein gewisser Qualit\u00e4tsanspruch, die Tanzenden auch an der Seele zu r\u00fchren. Neben der handwerklichen Komponente, als DJ einen Flow zu erzeugen, der einen Song oder eine Musikrichtung nahtlos in den\/die n\u00e4chste\/n \u00fcbergehen l\u00e4sst, braucht es daf\u00fcr Auskennertum und dramaturgische F\u00e4higkeiten. Damit bin ich bis heute immer noch \u00fcberdurchschnittlich besser als eine spotify-Playlist und somit passend zum Lebensentwurf meiner Freundin.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Einstellung landete ich dann zwangsl\u00e4ufig im Literaturbetrieb und der popkulturellen Unterhaltung, unter anderem in Form einer Sendung beim hiesigen freien Radio, die es auch als Podcast gibt. Plattenkritiken in Stadtmagazinen, 10 Jahre lang eine Kolumne in einem auflagenstarken Studentblatt, die sich einen Kultstatus in meiner Heimatstadt erarbeitet hat. 1999 habe ich ein Buch mit dem Titel \u201eVarious Artists: Ich liebe Musik\u201c herausgegeben. Es versammelte Essays, Gedichte und Illustrationen zu bestimmten Liedern, die Menschen aus meinem Umfeld was Besonderes bedeuten, und der jewilige Beitrag im Buch erz\u00e4hlte die Geschichte dazu. 2020 erschien der professionellere 2. Teil, \u201eIch Liebe Musik Vol. 2\u201c. Alles keine Weltlitaratur, aber mit ganz viel Herz produziert und in beiden Ausgaben dabei: Matthias Bosenick. Killing in the Name of Matze!<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb freue ich mich besonders, ein Teil des KrautNick-Teams zu sein und dass Matze ab jetzt wie gewohnt regelm\u00e4\u00dfig, aufpolierte Kolumnen \u201eWas meine Freundin gerne h\u00f6rt\u201c von damals wieder auferleben l\u00e4sst. Achtung Spoiler: Freut Euch auf Texte, zum Beispiel \u00fcber die Band, die es nicht gibt, aber den Triangelcore erfunden hat; Regeln f\u00fcr Open-Air-Surviveln oder auch Anworten auf Fragen, die ihr Euch noch nie gestellt habt, wie zum Beispiel, welches Geheimnis dem Bolero innewohnt; warum der gemeine Mitklatscher den Konzertbesuch vermasseln kann; wie man am besten nichts h\u00f6rt, welche Vorteile eine Wochenendbeziehung mit einem Lied bringt oder wann der Zeitpunkt gekommen ist, den DJ aufzuh\u00e4ngen\u2026 und so vieles mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Und sp\u00e4ter im Jahr gibt es an dieser Stelle auch noch den ein oder anderen Text aus den beiden \u201eVarious Artists: Ich liebe Musik\u201c-B\u00fcchern, bis meine Freundin wieder genug sehenswertes Kapital angesammelt hat, um in dieser Rubrik wieder vom H\u00f6ren auf das Sehen zu wechseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Onkel Rosebud (Januar 2023)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Onkel Rosebud (Januar 2023) Meine Freundin ist eine Verfechterin des Lebensentwurfes, dass man mindestens zwei Sachen im Leben \u00fcberdurchschnittlich gut k\u00f6nnen sollte. 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