{"id":4746,"date":"2022-11-21T21:19:54","date_gmt":"2022-11-21T20:19:54","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4746"},"modified":"2022-11-21T21:19:54","modified_gmt":"2022-11-21T20:19:54","slug":"absent-in-body-plague-god-relapse-records-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/absent-in-body-plague-god-relapse-records-2022\/","title":{"rendered":"Absent In Body \u2013 Plague God \u2013 Relapse Records 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Absent-In-Body-Plague-God.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Absent-In-Body-Plague-God.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4747\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (21.11.2022)<br><br>\u00dcber drei Kontinente erstreckt sich die Zusammensetzung des Projektes Absent In Body: Europa, Nordamerika und S\u00fcdamerika. Igor \u201eIggor\u201c Cavalera (Ex-Sepultura, Brasilien), Scott Kelly (Neurosis, USA) sowie Colin H. van Eeckhout und Mathieu J. Vandekerckhove (Amenra, Belgien) verbinden sich zu einer Musik, die Doom, Sludge und Industrial kombiniert und einem finsteren Horrorfilm bestens zu Gesicht stehen w\u00fcrde. Mitten in der Coronazeit huldigen die vier dem \u201ePlague God\u201c, und das viel zu kurze Ergebnis l\u00e4sst auf mehr hoffen, mindestens die Wiederver\u00f6ffentlichung des f\u00fcnf Jahre alten zwanzigmin\u00fctigen Auftakttracks \u201eThe Abyss Stares Back Vol. 5\u201c.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Saiteninstrumente sind erheblich tiefergestimmt, das Tempo m\u00e4chtig reduziert, die Intensit\u00e4t wankt zwischen Gebr\u00fcll und Stille, das Schlagzeug ist streckenweise synthetisch, Melodien sollte man nicht vorrangig erwarten, gute Laune hat hier niemand. Herrlich! So sch\u00f6n kann Schmerz sein. Sch\u00f6nheit geht hier tats\u00e4chlich auch, zumindest kurz, wenn n\u00e4mlich nach ungef\u00e4hr 25 Minuten mitten im Track \u201eThe Acres\/The Ache\u201c die Stimme klare Melodien singt und die Sounds dahinter ebenso wohligwarm die Dunkelheit zelebrieren, \u00fcberrascht das auch nach der vorangegangenen postrockig-wavigen Fl\u00fcsterpassage am Ende von \u201eIn Spirit In Spite\u201c sehr inmitten des Infernos, das das Quartett ansonsten entfacht. Neben eingestreuter Stille, die es zwar ebenfalls zul\u00e4sst, die jedoch nichts so Harmonisches enth\u00e4lt, sondern vielmehr den Abgrund, die D\u00fcsternis transportiert, die Absent In Body ansonsten mit L\u00e4rm ausdr\u00fccken; da ist jede Stille vielmehr ein Luftholen, eine Feuerpause.<br><br>Es erstaunt, wie s\u00e4gende Gitarren warm klingen und trotzdem bittere K\u00e4lte verstr\u00f6men k\u00f6nnen. Der Opener \u201eRise From The Ruins\u201c erhebt sich aus der schwarzen Leere und bricht als Lawine los, mit einer Keifstimme und hernach einem verzerrten Growlen, wie man es sich in Monsterfilmen vorstellt. Vecna am Mikrofon, quasi. Kelly und Vandekerckhove b\u00fcndeln ihre Gitarren zu reduziert riffenden Vehikeln, van Eeckhout l\u00e4sst dazu den Bass grollen und Cavalera tr\u00e4gt das Ganze mit exakt platziertem Beat, wo nicht der Synthie den K\u00e4ltegrad erh\u00f6ht. Diese Kombi aus synthetischen Sounds und Sludge \u00fcberdies kennt der Kelly-Fan bereits von dessen Projekt Mirrors For Psychic Warfare, das er mit Sanford Parker betreibt, so neue Wege beschreiten Absent In Body da also gar nicht. Hier nennt man unter anderem Front 242 als Einfluss, und jenem d\u00fcrften mithin nicht nur die beteiligten Belgier verfallen sein.<br><br>\u201eSarin\u201c ist das St\u00fcck mit der durchgehendsten Intensit\u00e4t, in dem s\u00e4mtliche Instrumente unter Volllast eingesetzt sind und die Stimme monstr\u00f6s dazu br\u00fcllt, kurioserweise derart rhythmisch, dass es beinahe an Rap erinnert. Industrial-Doom-Rap, Gr\u00fc\u00dfe gehen raus an D\u00e4lek. Es unterstreicht die gro\u00dfe Abwechslung, wenn der Rest der Platte diesem Pfad nicht folgt. Atmosph\u00e4ren kreieren k\u00f6nnen die vier auch mit weniger Ungest\u00fcm, und Atmosph\u00e4ren kreieren sie, aber holla! Nur eben alles ohne Licht, das walte der Pestgott.<br><br>Das 36min\u00fctige Deb\u00fct erschien zwar bereits im M\u00e4rz, aber aufgrund der Presswerkauslastungen kam erst im Herbst das Vinyl heraus, in diversen F\u00e4rbungen. Blutrot passt am besten zur Musik. Und zum Herbst. Fehlt nur noch, dass sie den ersten gemeinsamen Track, den Absent In Body 2017 f\u00fcr den f\u00fcnften Teil der Reihe \u201eThe Abyss Stares Back\u201c einspielten, erneut f\u00fcr die mit diesem Deb\u00fct geweckte Fangemeinde physisch zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.11.2022) \u00dcber drei Kontinente erstreckt sich die Zusammensetzung des Projektes Absent In Body: Europa, Nordamerika und S\u00fcdamerika. Igor \u201eIggor\u201c Cavalera (Ex-Sepultura, Brasilien), Scott Kelly (Neurosis, USA) sowie Colin H. van Eeckhout und Mathieu J. 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