{"id":4734,"date":"2022-11-17T22:20:31","date_gmt":"2022-11-17T21:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4734"},"modified":"2022-11-17T22:20:31","modified_gmt":"2022-11-17T21:20:31","slug":"sylvaine-nova-season-of-mist-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sylvaine-nova-season-of-mist-2022\/","title":{"rendered":"Sylvaine \u2013 Nova \u2013 Season Of Mist 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sylvaine-Nova.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sylvaine-Nova.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4735\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (16.11.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss zugeben, dass ich mit der Post (und deren Tochterfirma Dalsey, Hillblom &amp; Lynn) noch nie Probleme hatte, mit \u201eThank you for travelling with\u201c Deutsche Bahn dagegen umso mehr. Von daher freue ich mich umso mehr, wenn ich auf Post-Metal-Acts und nicht auf Bahn-Metal-Acts aufmerksam gemacht werde, die ich bis dato noch nicht kannte. Wie zum Beispiel Sylvaine. Als erkl\u00e4rter Fan von Chelsea Wolfe und Oathbreaker las ich zuf\u00e4llig einen Artikel \u00fcber Katherine Shepard aus San Diego, die irgendwann mit ihrer Familie ins Heimatland ihrer Mutter umzog und dort eine Karriere als Musikerin startete. Dieses Land ist Norwegen, und so h\u00f6rt sich auch Shepards Musik an, die sie seit 2014 unter dem Namen Sylvaine ver\u00f6ffentlicht. Auf den ersten Alben wurde sie von Neige von der franz\u00f6sischen Blackgaze\/Postmetal\/Postirgendwas-Institution Alcest unterst\u00fctzt, auf dem vierten Album \u201eNova\u201c ist das nicht mehr der Fall.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und dieses Album ist supertoll geworden. Der Titelsong \u201eNova\u201c besteht quasi nur aus Shepards wundersch\u00f6nem Gesang, einigen synthetischen Tasteninstrumenten und jeder Menge Hall. Dazu w\u00fcnschen die H\u00f6renden sich einen Ghettoblaster und eine gotische Kirche mit einem Taufbecken voller Rotwein. Niederbrennen m\u00fcssen wir die Kirche nicht \u2013 Shepards Gesang gen\u00fcgt vollends. Kann diese Frau anders als \u00fcberaus liebreizend singen? \u00c4h, ja, sie kann, wie sie gleich beim zweiten St\u00fcck \u201eMono No Aware\u201c (hmmm\u2026, klingt ein wenig nach Boris\u2026 akuma no uta&#8230;) deutlich macht: Das Schlagzeug poltert, die Gitarren kreischen und Katherine Shepard l\u00e4sst den engelsgleichen Klargesang hinter sich, sondern kreischt und growlt, dass es den H\u00f6renden angst und bange wird, um dann kurz nach der zweiten Minute des St\u00fcckes wieder klarsingend den Ohren des Auditoriums zu schmeicheln\u2026 und kurz danach wieder s\u00e4mtliche Trommelfelle zum Platzen zu bringen. Gro\u00dfartig.<br><br>\u201eNowhere, Still Somewhere\u201c startet ebenfalls ruhig, akustisch und hallend, dann setzt ein \u00fcberaus wohlt\u00f6nendes Dr\u00f6hnen ein, Shepard singt dazu klart\u00f6nend und wohlklingend und die H\u00f6renden machen sich darauf gefasst, dass das alles ins Schreckliche umkippt. Was tats\u00e4chlich nicht passiert. Dass folgende St\u00fcck, \u201eFortapt\u201c, beginnt ebenfalls ruhig und wundersch\u00f6n, und dann donnert es los: Auf insgesamt knapp 12 Minuten kommen immer wieder Gitarre, Bass und Schlagzeug zum Tragen, bauen eine Spannung auf, die sich schier kaum ertragen l\u00e4sst, und Shepard h\u00e4lt sich fieserweise zur\u00fcck, um dann bei Minute 07:45 am Kreischen zu fangen, mit wieder einmal viel Hall und ganz nach hinten gemischt, aber daf\u00fcr umso effektvoller. Und nach dieser Eruption geht das St\u00fcck dann ruhig zuende, nicht ohne kurz vor dem Schluss nochmal shoegazend Fahrt aufzunehmen und die\/den H\u00f6renden in erstaunte Begeisterung zu versetzen. Also geht man als H\u00f6rende\/r mal kurz vor die T\u00fcr, um eine zu rauchen, kehrt dann zur\u00fcck und stellt fest, dass Sylvaine ihr Pulver noch l\u00e4ngst nicht verschossen haben: \u201eI Close My Eyes So I Can See\u201c ist ein tolles Symphonic-Metal-St\u00fcck, nur dass Sylvaine hier absolut ohne sinfonische Elemente auskommen und trotzdem denselben Effenkt erzielen. Manchmal reichen einfach Gitarre, Bass, Schlagzeug, zumindest wenn die S\u00e4ngerin so viel auf dem Kasten hat wie Katherine Shepard. Am Ende kreischt sie wieder nach allen Regeln des Black Metal und es h\u00f6rt sich toll an.<br><br>Das folgende \u201eEverything Must Come To An End\u201c beginnt wieder nur mit Gitarre, dann singt Shepard wieder sehr hallend, macht dabei neugierig auf das, was noch kommen k\u00f6nnte, und dann \u2026 geht es einfach so weiter. Hammer, wie ein Psychothriller, in dem das potentielle Mordopfer dann nun doch nicht geschlachtet wird, sondern einfach sein mit ihn ihm seinen hart verdienten Geld bestelltes Amazon-Prime-Paket geliefert kriegt \u2013 mit einem nachhaltig CO2-neutralem Vehikel. Da das so nun wirklich nicht geht, endet das Album mit dem Bonus-Track \u201eDissolution\u201c \u2013 blackgazige Musik mit angezerrtem Gesang, wundersch\u00f6ne Melodie \u2013 besser kann ein solches Album nicht enden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (16.11.2022) Ich muss zugeben, dass ich mit der Post (und deren Tochterfirma Dalsey, Hillblom &amp; Lynn) noch nie Probleme hatte, mit \u201eThank you for travelling with\u201c Deutsche Bahn dagegen umso mehr. 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