{"id":4699,"date":"2022-11-11T00:21:05","date_gmt":"2022-11-10T23:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4699"},"modified":"2022-11-11T00:21:05","modified_gmt":"2022-11-10T23:21:05","slug":"spezial-schneider-collaborations","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spezial-schneider-collaborations\/","title":{"rendered":"Spezial: Schneider Collaborations"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Collaborations.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Collaborations.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4700\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (10.11.2022)<br><br>Der Mann muss verr\u00fcckt sein: In nur wenigen Wochen erscheinen gleich sechs Alben mit seiner Beteiligung. Und auch, wenn das Schlagzeugspiel von J\u00f6rg Alexander Schneider sowas von einzigartig ist, weil er dabei seinen Kopf ausschaltet und nur seinen K\u00f6rper walten l\u00e4sst, was zu verspielten, arhythmischen Klickersounds f\u00fchrt, k\u00f6nnen diese sechs Alben unterschiedlicher kaum sein. Und stellen zudem trotz ihrer Menge nur einen Bruchteil dessen dar, was Schneider 2022 alles ver\u00f6ffentlichte. Nicht zu laut br\u00fcllen: Das Jahr ist noch lang. Hier nun die sechs j\u00fcngsten Kollaborationen des fr\u00fcheren Noiserockers aus H\u00fcckelhoven, der sich nunmehr vornehmlich im Jazz austobt:<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Shiroishi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Shiroishi.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4701\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Schneider | Shiroishi<\/strong><br><br>Die ersten vier Ver\u00f6ffentlichungen entspringen Schneiders \u201eCollaborations\u201c-Reihe und sind daher am einheitlich wiedererkennbaren Design der LP-Cover eindeutig zuzuordnen. Die erste improvisierte er mit Patrick Shiroishi ein, der zum Schlagzeug das Altsaxophon bl\u00e4st. Die Musik klingt entsprechend genau so: Schneider zischt auf den Becken, klickert auf den Toms, dr\u00fcckt auf die Bassdrum, bearbeitet die R\u00e4nder der Snares, und Shiroishi improvisiert auf seinem Blasinstrument, mal zickig-nerv\u00f6s, mal entspannt auf Strecke, mal elegisch warm, mal elefant\u00f6s getr\u00f6tet, und beide Instrumente \u2013 das mag jetzt widerspr\u00fcchlich wirken \u2013 harmonieren miteinander, auch wenn die Musik oberfl\u00e4chlich betrachtet alles andere als harmonisch sein mag. Ist sie aber nicht. Beide Musiker lassen einander L\u00fccken, begleiten einander sinnvoll, lassen einander Luft zum Atmen. Und legen auch mal ordentlich an Tempo los.<br><br>Der Multiinstrumentalist Patrick Shiroishi lebt in Los Angeles, ist je zur H\u00e4lfte Japaner und US-Amerikaner und ist an Ver\u00f6ffentlichungen und Projekten beteiligt, deren Zahl durchaus gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnte als die von Schneider. Und das in nur zw\u00f6lf Jahren, ausgehend von seiner Beteiligung an dem Trio Japanties.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Dahl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"113\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Dahl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4702\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Schneider | Dahl<\/strong><br><br>Bass und Schlagzeug sind die Bestandteile der zweiten LP dieser Staffel der Schneider Collaborations. Den verfuzzten Bass spielt Tim Dahl, der Schlagzeuger d\u00fcrfte bekannt sein. Jener passt sein Drumming an das Instrument an, schl\u00e4gt wuchtiger in sein Equipment, und der Bass l\u00e4rmt dazu, dass man sich im ersten Track sofort an die seligen Noiserockzeiten zur\u00fcckerinnert f\u00fchlt, aus denen man Schneider kennt, damals, in den Neunzigern, mit Les Hommes Qui Wear Espandrillos. Von Songstrukturen kann hier dennoch keine Rede sein, es m\u00f6rtelt und l\u00e4rmt frei vor sich hin, die Musik br\u00fcllt einen f\u00f6rmlich an, dass es eine Freude ist und man sich irgendwann dazu herausgefordert f\u00fchlt, zur\u00fcckzubr\u00fcllen.<br><br>Anders als in den eher jazzigen Alben versieht Schneider sein Schlagzeug hier auch mal mit Effekten, die den Sound verdichten, den Hall herausnehmen, die Pr\u00e4senz in den Vordergrund r\u00fccken. Dahl hat nicht nur den Fuzz-Drehknopf an seinem Verzerrer, er l\u00e4sst seinen Bass mal wie eine Mischung aus Hornissenschwarm und Titus Jonas\u2018 Kreiss\u00e4ge umherschwirren, attackiert die H\u00f6renden wie mit Kriegsflugzeugen oder rollt einfach als brachiale Soundwalze \u00fcber sie hinweg. Besonders effektvoll sind die dezidiert gesetzten Breaks, die das Duo gelegentlich in die L\u00e4rmw\u00e4nde bricht: Man h\u00f6rt, dass diese Improvisation gemeinsam im Studio entstand, nicht wie andere Arbeiten Schneiders virtuell. Und in solchen Momenten hat man tats\u00e4chlich wieder eine Struktur, einen Rhythmus gar, mitten in diesem Sturm aus Ger\u00e4usch. Der letzte Track klingt dann fast wie eine Persiflage auf herk\u00f6mmliche Rockmusik, mit relativ geradem Takt und sympathisch ungenau gespielter Bassmelodie.<br><br>Bassist Dahl entspringt dem Jazz, hat heute aber im Noiserock eine zweite Heimatadresse. Der Mittdrei\u00dfiger aus New York startete seine Karriere Im Jahr 2000 mit Yusef Lateef, spielte in zahllosen Projekten mit und arbeitete unter anderem mit Lydia Lunch und The Flying Luttenbachers sowie diversen Jazzleuten zusammen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Kristof.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Kristof.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4703\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Schneider | Kristof<\/strong><br><br>Man k\u00f6nnte meinen, mit einem Gitarristen als Partner h\u00e4tte Schneider einmal mehr den Fu\u00df in der T\u00fcr zum Noiserock, aber sein diesmaliger Kollaborateur Michel Kristof denkt nicht daran, den Verzerrer seiner Gitarre auf 11 zu stellen, sondern bleibt ganz nah bei sich, gniedelt selbstversunken herum, improvisiert, was das Zeug h\u00e4lt, ohne R\u00fccksicht auf Harmonien, Rhythmen oder gar Melodien, tippt gelegentlich ein Effektger\u00e4t an, das die Sounds leicht biegt, beugt, b\u00e4ndigt, und macht ansonsten keinen physischen, sondern einen inhaltlichen L\u00e4rm, indem er sich einfach mal an keine Regeln h\u00e4lt. Schneider passt dem sein Drumming an, er schaltet zur\u00fcck auf Jazz und besorgt den reduziert produzierten, aber \u00fcppig ausgestalteten Klickerteppich als Grundlage f\u00fcr Kristofs kontemplative Frickelei. Im Zusammenspiel bleiben die Musiker eher ruhig, auch wenn das Ergebnis etwas Nerv\u00f6ses hat. Auch diese LP entstand gemeinsam im Studio, die Aufnahme begleitete Peter K\u00f6rfer, einst Gitarrist bei den Dead Guitars und regelm\u00e4\u00dfig der Experte an Schneiders Reglern.<br><br>Auch der franz\u00f6sische Gitarrenimprovisator Kristof blickt auf eine Unzahl an Ver\u00f6ffentlichungen zur\u00fcck, sowohl solo als auch mit anderen Musikern und Projekten. Dabei ist der Enddrei\u00dfiger \u00e4hnlich produktiv wie Schneider und haut alle paar Momente neue Musik heraus. Bez\u00fcglich dieser Ver\u00f6ffentlichung hatte Kristof Freude am Zusammenspiel, schreibt er, und das kann man h\u00f6ren, die beiden harmonieren sehr, auch wenn die Musik, die dabei herauskommt, den Begriff Harmonie eigenwillig deutet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Baker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"113\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schneider-Baker.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4704\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Schneider | Baker<\/strong><br><br>Erneut von einem Gitarristen l\u00e4sst sich Schneider auf dem vierten und letzten Album dieser Collaborations-Staffel begleiten; ein solches Quartett auf einen Schlag ver\u00f6ffentlichte der H\u00fcckelhovener \u00fcbrigens bereits vor drei Jahren einmal, das ist also nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr den Vielbesch\u00e4ftigten. An seiner Seite steht dieses Mal Nadja-Kopf Aidan Baker, geb\u00fcrtig aus Toronto; ein Multiinstrumentalist, dessen Lieblingsinstrument eben die Gitarre ist und der vorrangig in Richtung Ambient musiziert, wo nicht Jazz, Rock oder Doom-Metal die Etiketten sind.<br><br>Entsprechend entspannt geht es auf dem gemeinsamen Album mit Schneider zu. Baker l\u00e4sst seine Gitarre pulsieren, er generiert Drones, dazu zischen die Becken von Schneiders Drumkit. Es dauert gef\u00fchlt ewig, bis die beiden die Lautst\u00e4rke etwas anheben, bis Schneider auch andere Teile seines Schlagzeugs zu Rate zieht, in aller Entspanntheit, die dunkleren Sounds favorisierend, nur, um mal anzudeuten, dass die Elemente noch da sind, und doch bleibt das Becken dominant. Die Gitarre erf\u00fcllt in der Tat die Anforderungen an Ambientmusik, bleibt verhalten, sehr zur\u00fcckgenommen, atmosph\u00e4risch, punktuell, klingt manchmal \u2013 ganz wie bei den Erfindern der Berliner Schule gelernt \u2013 wie mit einem Synthesizer erzeugt; die gemeinsame Musik l\u00e4sst L\u00fccken, Leere, Luft und fordert zum lauten Anh\u00f6ren auf. Wenn Schneider in der Mitte die Toms zart anschl\u00e4gt und man Baker kaum heraush\u00f6rt, erinnert das leicht an \u201eLaughing Stock\u201c von Talk Talk, auf dem die Leere ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt. Diese vierte LP tr\u00e4gt die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Sch\u00f6nheit dieser Reihe in sich.<br><br>Auch Aidan Baker ist so einer, der sich musikalisch un\u00fcberblickbar breit gestreut austobt. Sein bekanntestes Projekt d\u00fcrfte Nadja sein, seine Drone-Doom-Band, die er mit seiner Freundin Leah Buckareff betreibt. Wenn man alles von Baker sammeln m\u00f6chte, ist man grob \u00fcberschlagen mit 400 Ver\u00f6ffentlichungen dabei, das toppt nicht einmal Schneider.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Glimmen-Glimmen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Glimmen-Glimmen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4705\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Glimmen \u2013 (src-1031) Glimmen \u2013 Soutrane Recording Company<\/strong><br><br>F\u00fcr Glimmen f\u00fcgt sich Schneider in einen Projektnamen, den sein Kollaborateur Jason Wietlispach vorgibt. Von Milwaukee aus betreibt jener seine Soutrane Recording Company, auf der er haufenweise Platten herausbringt. So auch die seines Projektes Glimmen, an dessen ersten Album mit dem kryptischen Titel \u201e(src-1301)\u201c, der in Wahrheit die Katalognummer von \u201eGlimmen\u201c darstellt, nun auch Schneider beteiligt ist. Hierauf setzt sich zun\u00e4chst das Dronige von \u201eSchneider | Baker\u201c fort, nur \u00fcppiger instrumentiert, weniger Stille lassend. W\u00e4hrend Schneider nat\u00fcrlich das Schlagzeug spielt, bedient Wietlispach den Bass, das Schilf (also die Rohrblattinstrumente) und den Plattenspieler und erzeugt die Drones. Es gibt G\u00e4ste: Bei zwei von drei Tracks spielt Peter J. Woods den Bass, beim dritten Dave Gelting. Mit Marc Mantel und John McCoy kommen noch \u201evibes\u201c und Elektronik bei ausgew\u00e4hlten Tracks hinzu.<br><br>Alles zusammen ergibt nur anf\u00e4nglich etwas, das man unter Drone wegsortieren k\u00f6nnte: Insbesondere das frei gespielte Saxophon r\u00fcckt den Sound wieder in den Jazz, die vereinzelt verstreuten weiteren Sounds lassen den Begriff Avantgardemusik zu; Frank Zappa steht bestimmt bei Wietlispach im Plattenschrank, nur dass die Musik von Glimmen weniger erfassbare Struktur hat als die Zappas, daf\u00fcr aber kaum weniger eingesponnene Ideen. Der letzte Track beginnt sogar als stillleerer Ambienttrack, bevor er sich in einen nerv\u00f6sen Jazzteppich mit Vibrafonkl\u00e4ngen entrollt. Von Drone erstmal keine so deutliche Spur mehr, auch wenn der Sound dicht ist, hier toben sich alle aus, Schneider rolls the drums und Wietlispach klimpert \u2013 bis das St\u00fccke dann doch wieder in Ambient mit Streicher-Ans\u00e4tzen ausl\u00e4uft.<br><br>Das Album ist eine Reise, nur drei Tracks, aber so viele verschiedene Stimmungen, Landschaften, Erlebnisse. Es gibt viel zu entdecken, es gibt Ruhepausen, es gibt Abenteuer, es gibt Unerwartetes und es gibt den Wunsch, die Reise erneut anzutreten. Wie gut, dass das so einfach ist. Physisch leider nicht auf Vinyl, aber als CDr.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/De-Golden-Lepel-No-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"112\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/De-Golden-Lepel-No-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4706\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>De Golden Lepel \u2013 N\u00b0_2<\/strong><br><br>Auch f\u00fcr De Golden Lepel nimmt Schneider den Namen eines Projektes an, dieses teilt er sich mit \u201eFidel\u201c Rolf Leo Kaiser \u2013 und \u201eN\u00b0_2\u201c stellt ein Verm\u00e4chtnis dar, denn schon vor Ver\u00f6ffentlichung des ersten Teils vor zwei Jahren war Schneiders langj\u00e4hriger Freund verstorben. Fidel bediente bei der ersten Platte von De Golden Lepel das Keyboard, Schneider Drums und Drones. \u201eN\u00b0_2\u201c spielte Schneider allein ein und gibt Fidel Credits daf\u00fcr, sein \u201eSpiritus Rector\u201c zu sein.<br><br>Hier l\u00e4sst sich der Freigeist tempor\u00e4r tats\u00e4chlich in feste Rhythmen z\u00fcgeln, die seinen Synthie-Improvisationen einen krautrockigen Unterbau bieten. So geil Schneiders assoziativ-freies Schlagzeugspiel auch erstaunt, begeistert, begl\u00fcckt, so umwerfend ist es auch, ihm gelegentlich dabei zuzuh\u00f6ren, wie er zielgerade losprescht und einen Groove mit Sogwirkung entfesselt. Generiert er Noise ansonsten mit dem Drumkit, l\u00e4sst er nunmehr am Keyboard die Sau raus. Zwar spielt er es zu weiten Teilen auch harmoniedienlich, entlockt ihm aber ebenso einen wahrhaftigen L\u00e4rm, fiese St\u00f6rger\u00e4usche, aufgekratztes Br\u00fcllen, und wenn er es ganz ungezwungen angeht, dann l\u00e4sst er sich auch am Schlagzeug wieder von der Leine und w\u00fctet lauthals durch die Lautsprecher. Es erweckt den Anschein, als habe sich Schneider in seiner Kunst dieses Mal komplett gar nicht binden wollen \u2013 so allein spielt er wirklich alle Qualit\u00e4ten aus, die er hat, und er hat enorm viele.<\/p>\n\n\n\n<p>Durchnummerierte Titel ist man bei Schneider \u00fcbrigens auch einigerma\u00dfen gewohnt: Mit Teen Prime und Jealousy Mountain Duo verf\u00e4hrt und verfuhr er vergleichbar. Das vorliegende Album gibt es physisch lediglich ebenfalls als CD, aber immerhin als CD.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/schneidercollaboration.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schneidercollaboration.bandcamp.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.11.2022) Der Mann muss verr\u00fcckt sein: In nur wenigen Wochen erscheinen gleich sechs Alben mit seiner Beteiligung. 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