{"id":463,"date":"2013-04-13T16:27:45","date_gmt":"2013-04-13T14:27:45","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=463"},"modified":"2013-04-13T23:44:44","modified_gmt":"2013-04-13T21:44:44","slug":"phillip-boa-the-voodooclub-live-im-meier-braunschweig-am-12-april-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/phillip-boa-the-voodooclub-live-im-meier-braunschweig-am-12-april-2013\/","title":{"rendered":"Phillip Boa &#038; The Voodooclub \u2013 Live im Meier, Braunschweig, am 12. April 2013"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0123.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-464\" title=\"Phillip Boa &amp; The Voodooclub\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0123-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0125.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-465\" title=\"Phillip Boa &amp; The Voodooclub\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0125-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0128.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-466\" title=\"Phillip Boa &amp; The Voodooclub\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0128-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0129.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-467\" title=\"Phillip Boa &amp; The Voodooclub\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMAG0129-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (13.04.2013)<\/p>\n<p>War das wieder sch\u00f6n. Eine intelligente Tanzparty f\u00fcr alternative \u00dc30-Musikh\u00f6rer. Publikum und Entertainer waren gleicherma\u00dfen und offenbar sich gegenseitig ansteckend gut aufgelegt und feierten die zur\u00fcckliegende Jugend und das verhei\u00dfungsvolle Neue zu gleichen Teilen. Denn Phillip Boa wusste, was die Fans wollten, und brachte darin unter, was er selbst wollte: Der Voodooclub spielte ein Best-Of der fr\u00fcheren Hits und eine Auswahl an Songs des neuen Albums \u201eLoyalty\u201c. Dabei wurde deutlich, wie viel zwingender, nerv\u00f6ser und komplexer die alten Lieder sind und wie aufger\u00e4umt er heute komponiert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Band startete mit \u201eFine Art In Silver\u201c und hatte mit diesem Coup direkt die Fans in der Hand. Die gesamten beinahe zwei Stunden \u00fcber strahlte der Moshpit eine Begeisterung und Hingebung aus, eine unb\u00e4ndige Freude, dass die Band selbst und insbesondere die singenden Mittelpunkte Boa und Pia Lund im Verlaufe der Zeit entkrampften und sich ausgelassener und freier auf der B\u00fchne bewegten. Boa reagierte gelassen auf die diversen Zwischenrufe, die mal mit geshouteten Textzeilen die Lieder so gekonnt erg\u00e4nzten, dass es daf\u00fcr Lob vom Meister gab, und die meistens aus Liedw\u00fcnschen bestanden, die Boa indes abwiegelte, beziehungsweise irgendwann feststellte, dass er an dem Abend 400 Lieder spielen m\u00fcsste, wenn er alle erf\u00fcllte, \u201eoder wenigstens die ersten zwei Sekunden. Oder nur die Ansagen.\u201c Kiebig wurde er, als ihn ein Fan zur Zugabe in Anlehung an den Wikipedia-Eintrag, Boas richtiger Name laute Ernst Ulrich Figgen, mit \u201eUli, Uli\u201c-Rufen zur\u00fcck auf die B\u00fchne lockte. \u201eFuck Wikipedia\u201c, rief Boa mit ausgestrecktem Zeigefinger, \u201ees stimmt nicht alles, was da steht.\u201c Die W\u00fcnsche ebenjenes Fans w\u00fcrde er ohnehin nicht mehr ber\u00fccksichtigen. Er grinste dabei und sagte gegen Ende der Show dann: \u201eUnd damit ihr seht, dass hier jeder sagen kann, was er will, erf\u00fclle ich deinen Wunsch.\u201c Und spielte \u201eKill Your Ideals\u201c.<\/p>\n<p>Besonders bei den \u00e4lteren St\u00fccken zeigten die neuen Voodooclub-Mitglieder, dass sie ihre Geschichtslektionen intus hatten, im Einklang mit Pia und Boa und oft mit der Kraft der zwei Schlagzeuger: Jedes Break sa\u00df, jedes noch so vertrackte Element stimmte, auch die Sounddichte und das Tempo, von der Spielfreude gar nicht zu reden. Und Boa wusste, was sein Oldschool-Publikum wollte. Teilweise kannte man die Versionen der Songs nahezu exakt so bereits vom Live-Album \u201eExile On Valetta Street\u201c, bei \u201eKill Your Ideals\u201c etwa mit dem Wechselgeschrei, das Boa mit einem lapidaren \u201egut\u201c abschloss. Bisweilen flocht die Band aber neue Unterbrechungen und Soli ein, einen Song intionierte die Band gar im angesagten Post-Rock-Stil.<\/p>\n<p>Bei den neuen Songs waren es eher die Fans, die \u00fcberraschten: mit solider Textsicherheit. Die Songs des Albums \u201eLoyalty\u201c sind vergleichsweise zielgerichtet, die verschiedenen Sounds auf verschiedene Lieder verteilt, nicht mehr wie fr\u00fcher innerhalb eines Liedes wechselnd. Interessant war, dass die Band einige Songs deutlich kraftvoller wiedergab als auf CD. Schade indes, dass Boa sein neueres Oeuvre aus den vergangenen 20 Jahren nahezu aussparte, einzig das \u201eziemlich w\u00fctende\u201c und gro\u00dfartige \u201eBurn All The Flags\u201c und ein enstpannt-ambientes \u201eDeep In Velvet\u201c kamen zum Einsatz. Egal, nach dem Abend blieb Boa den Fans ohnehin 375 Lieder schuldig. Als vorletzten Song spielte er au\u00dfer der Reihe eine ganz spezielle Coverversion, \u201edas darf man eigentlich nicht\u201c, sagte er selbst, machte es dann doch: \u201eLove Will Tear Us Apart\u201c von Joy Division, ja, eigentlich darf man das nicht \u2013 aber die Band transformierte es in einen Phillip-Boa-Song, in dieser Form h\u00e4tte das Lied auch von ihm sein k\u00f6nnen. Nicht das einzige Cover, zuvor sang Pia \u201eSunday Morning\u201c von The Velvet Underground. Zuletzt reckte der Dortmunder einen auf die B\u00fchne geworfenen Eintracht-Schal in die H\u00f6he. Ein sympathischer Abschluss eines sympathischen Konzertes.<\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung wiederum hatte Boa einen Klampfenhansel namens Paul James Berry aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich dabei. Der arme Kerl versuchte, sich mit spitzen Schreien Geh\u00f6r zu verschaffen, denn mit der Musik allein gelang es ihm dummerweise nicht: So versiert er auf der Akustischen auch war, seine Songs zwangen das auf Party gepolte Publikum zu sehr zum Zuh\u00f6ren, worauf es sich nicht einlie\u00df, sondern plauderte, was den Mann ver\u00e4rgerte, was ihn dem Publikum wiederum noch egaler machte. Musikalisch nett, w\u00e4re aber an einem Sonntagabend in einem Irish Pub besser aufgehoben gewesen.<\/p>\n<p>Die Playlist (ohne Gew\u00e4hr):<\/p>\n<p>Fine Art In Silver<br \/>\nLoyalty<br \/>\nDiana<br \/>\nWant<br \/>\nThe Laughing Moon<br \/>\nSunny When It Rains<br \/>\nTil The Day We Are Both Forgotten<br \/>\nLove On Sale<br \/>\nI Dedicate My Soul For You<br \/>\nHell<br \/>\nDeep In Velvet<br \/>\nSkull<br \/>\nThis Is Michael<br \/>\nUnder A Bombay Moon Soon<br \/>\nBurn All The Flags<br \/>\nErnest 2<br \/>\nContainer Love<br \/>\nWhen The Wall Of Voodoo Breaks<\/p>\n<p>And Then She Kissed Her<br \/>\nCensored!<br \/>\nAlbert Is A Headbanger<br \/>\nSunday Morning<br \/>\nAnne Flies The Love Bomber<br \/>\nLove Will Tear Us Apart<br \/>\nKill Your Ideals<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (13.04.2013) War das wieder sch\u00f6n. Eine intelligente Tanzparty f\u00fcr alternative \u00dc30-Musikh\u00f6rer. 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