{"id":4589,"date":"2022-10-10T20:42:19","date_gmt":"2022-10-10T18:42:19","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4589"},"modified":"2022-10-10T20:42:19","modified_gmt":"2022-10-10T18:42:19","slug":"nuit-dencre-de-lautre-cote-bitume-prods-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/nuit-dencre-de-lautre-cote-bitume-prods-2022\/","title":{"rendered":"Nuit D\u2018Encre \u2013 De l\u2018autre c\u00f4t\u00e9 \u2013 Bitume Prods 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Nuit-D\u2018Encre-De-l\u2018autre-cote.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Nuit-D\u2018Encre-De-l\u2018autre-cote.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4590\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (10.10.2022)<br><br>Fett, groovig, athmosph\u00e4risch, abwechslungsreich zwischen Doom, Sludge, Post und Groove Metal herumriffend \u2013 und fast alles von nur einer einzelnen Person eingespielt? Hinter Nuit D\u2018Encre aus Paris steckt jemand namens Fran\u00e7ois \u201eFranswa\u201c Felt, der mit \u201eDe l\u2018autre C\u00f4t\u00e9\u201c sein zweites Album unter diesem Projektnamen pr\u00e4sentiert. Seine Variante von niedrigtourigem Metal kommt ohne Gesang aus, und der fehlt auch kein Bisschen, schlie\u00dflich wei\u00df der Multiinstrumentalist mit seinem Instrumentarium effektvoll umzugehen. Und auch wenn der Bandname, also ungef\u00e4hr \u201etintendunkle Nacht\u201c, oberfl\u00e4chlich ganz gut passt, straft die Musik den Musiker im Detail L\u00fcgen: Hier funkeln die Sterne, nicht zu knapp!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wer alles so gut wie allein einspielt, hat die volle Gestaltungsfreiheit, was nicht jedem von Vorteil ist, doch hat Franswa Felt dergestalt viele Ideen und Einfl\u00fcsse zur Hand, dass er selbst mehr als genug Vetorecht mitbringt, um seine Kompositionen spannend zu halten, und das auch noch, ohne den Faden zu verlieren. Seine Tracks sind schl\u00fcssig aufgebaut, sie nehmen langsam Fahrt auf, steuern auf ein grob angepeiltes Ziel zu und erlauben Schlenker und Landschafts\u00e4nderungen, die den Weg nicht zerdehnen oder beispielsweise den W\u00fcstenpfad abrupt in eine vierspurige Teerstra\u00dfe m\u00fcnden lassen. Es passt schon alles. Und es bleibt massig Potential f\u00fcr Aha-Momente.<br><br>Da Felt viele Instrumente beherrscht, gibt er sich selbst an jedem von ihnen Raum. Mal rifft er die Gitarre im Zentrum, mal spielt er auf ihr eine warme Melodie inmitten schw\u00e4rzester Leere, mal l\u00e4sst er den Bass wie in den Neunzigern knackig grooven, mal gew\u00e4hrt er seinem Schlagzeuger Eric Dunnet den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Mostmoment, mal dr\u00e4ngt er synthetische Fl\u00e4chen ins Bewusstsein. Die Musik, die so entsteht, ist langsam schleppend, mit den dominanten E-Gitarren somit grob im Doom zu verorten. Doch ist nicht alles so tief gestimmt, Felt l\u00e4sst h\u00f6here T\u00f6ne zu, die den Sound in Richtung Post-Irgendwas schieben, Post-Rock, Post-Metal, so in etwa, ohne den Kitsch, trotzdem mit Emotionen. Felts Doom ist sch\u00f6n, obschon er hart sein kann, und melancholisch, obwohl die w\u00e4rmeren Momente Hoffnung vermitteln. Ein sch\u00f6ner Mix, dunkel dr\u00e4uend mit glitzernden Sternen.<br><br>\u201eDe L\u2018autre C\u00f4t\u00e9\u201c ist Felts zweites Album als Nuit D\u2018Encre, vor zwei Jahren er\u00f6ffnete er das Projekt mit \u201eSans maux dire &#8230;\u201c. Dieses Mal legte er Produktion und Mix in fremde H\u00e4nde, mit Etienne Sarthou von AqME und Magnus Lindberg von Cult Of Luna sind versierte Szenekenner an Bord. Viel erf\u00e4hrt man \u00fcber Herrn Felt nicht, au\u00dfer, dass er vorher in Bands diverser Genres zugegen war, von Prog bis Metal, und Gitarren f\u00fcr Guit\u2018Art Concepts designt. Mit dem instrumentalen Frickel-Gniedel-Prog-Trio Fused Box ver\u00f6ffentlichte er 2016 eine selbstbetitelte Sieben-Track-EP, auch da kamen die Kompositionen bereits komplett von Herrn \u201eBender\u201c Felt; Fused-Box-Gitarrist Edgard Chevallier alias Arny Dusty produzierte offenbar das Deb\u00fct von Nuir D\u2018Encre. Mehr Spuren sind so leicht nicht zu finden.<br><br>Mit dem letzten der acht Tracks entl\u00e4sst Felt die H\u00f6renden \u00fcberraschend euphorisch, das tempor\u00e4r eingestreute geachtelte Riff k\u00f6nnte von einer Siebziger-Hardrock-Band sein, die damit in den Achtzigern nochmal einen \u00dcberraschungshit landete. Hier zieht er das Tempo leicht an, hier flirren die Gitarren hoch hinaus, am Mond vorbei und in die Sterne. Es gl\u00e4nzt und strahlt hell, auch wenn drumherum alles tintendunkel ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.10.2022) Fett, groovig, athmosph\u00e4risch, abwechslungsreich zwischen Doom, Sludge, Post und Groove Metal herumriffend \u2013 und fast alles von nur einer einzelnen Person eingespielt? 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