{"id":4488,"date":"2022-08-24T22:13:05","date_gmt":"2022-08-24T20:13:05","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4488"},"modified":"2022-08-24T22:13:05","modified_gmt":"2022-08-24T20:13:05","slug":"arch-enemy-deceivers-century-media-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/arch-enemy-deceivers-century-media-2022\/","title":{"rendered":"Arch Enemy \u2013 Deceivers \u2013 Century Media 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arch-Enemy-Deceivers.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arch-Enemy-Deceivers.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4489\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.08.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Jahren hat mich die schwedische Melodeath-Institution Arch Enemy \u2013 damals noch mit Angela Gossow als S\u00e4ngerin \u2013 sehr beeindruckt. Harte Musik und ein gegrowlter Gesang, bei dem es mich immer erstaunt hat, dass da tats\u00e4chlich eine Frau singt und kein Mann. Nach Gossows Ausstieg 2014 ist Alyssa White-Gluz in deren Fu\u00dfstapfen getreten. Eine Kanadierin, was schon mal ein gutes Zeichen ist, schlie\u00dflich macht beispielsweise Mel Mongeon von den kanadischen Grindcore-Veteranen Fuck The Facts mit sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit deutlich, dass tiefes, lebensverneinendes Growling keine M\u00e4nnerdom\u00e4ne sein muss und auch nicht sein darf. White-Gluz macht auch gesanglich alles richtig und steht Gossow in Sachen Growlingkompetez in nichts nach. \u201eDeceivers\u201c hei\u00dft nun das neue Album von Arch Enemy \u2013 wird es dem Titel alle Ehre machen und entt\u00e4uschen? \u00c4h, nun ja, Spoiler-Alert: Ja, es wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zuallererst frage ich mich: Wo zum Teufel ist der Death im Melodeath? Irgendwie klingt die Musik vor allem nach Powermetal und NWoBHM. Es geht los mit dem ersten St\u00fcck \u201eHandshake With Hell\u201c: Sehr sch\u00f6n theatralisches Gitarrenintro, nach einer knappen Minute geht es dann los \u2013 aber es ist wahrlich nur ein Gehen, \u201eLosdonnern\u201c ist anders. AW-G growlt sehr sch\u00f6n und macht dann im Refrain Klargesang, der sch\u00f6n klingt, aber jegliches Alleinstellungsmerkmal und damit auch jeden Wiedererkennungswert vermissen l\u00e4sst. H\u00e4tten die Schweden Doro f\u00fcr den Refrain engagiert, oder von mir aus auch Udo Dirkschneider, es h\u00e4tte sich besser ausgegangen.<br><br>Rappelnde Drums leiten dann das Titelst\u00fcck \u201eDeceiver, Deceiver\u201c ein, das geringf\u00fcgig besser abgeht als das Er\u00f6ffnungsst\u00fcck. Sich aber dennoch so anh\u00f6rt, als enthielte der IKEA-Ersatzteilautomat jetzt auch noch Metalriffs und nicht nur \u00fcberall hineinpassende Schrauben und dergleichen. Und der Refrain l\u00e4sst Tote auferstehen, zum Volume-Regler wanken, diesen auf Null drehen und sich wieder hinlegen. \u201eIn The Eye Of The Storm\u201c beginnt dann mit einem R\u00f6mmp\u00f6mmp\u00f6mmp\u00f6r\u00f6mmpod\u00f6mmt\u00f6m-Riff und AW-G gibt wieder alles. N\u00fctzt aber nichts, der Song langweilt unheimlich sehr, sehr.<br><br>\u201eThe Watcher\u201c zieht dann das Tempo in Richtung Thrash an, der Refrain ger\u00e4t aber wiederum so s\u00fc\u00df und anschmeichelnd, dass Amott, Loomis und Erlandsson geben k\u00f6nnen, was sie zu geben bereit sind \u2013 AE bringen wiederum den Death nicht in den Melodeath hinein, sondern gie\u00dfen ein F\u00fcllhorn Schmalz \u00fcber den H\u00f6renden aus (und Sharlee D\u2018Angelo am Bass ist eh nicht zu h\u00f6ren). \u00c0 propos Horn: An manchen Stellen denke ich, dass AW-G gesanglich gar nicht so weit auseinander liegt mit Johan Hegg von Amon Amarth \u2013 nur dass dieser keine blauen Haare hat. Und AW-G nicht von Rollo und Haithabu singt. Aber immerhin von einem vergifteten Pfeil, wobei es sich bei dem Gift h\u00f6chstwahrscheinlich um ein Narkoleptikum handelt.<br><br>Die n\u00e4chsten Titel skippe ich mal \u2013 wobei das Intro von \u201eSunset Of The Empire\u201c von einem sch\u00f6nen Bassgedonner D\u2018Angelos dominiert wird, bis Alyssa mit den hochnotkreativen Zeilen \u201eW\u00f6\u00f6\u00f6lcome to the Apocal\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6pse\u201c alles ruiniert. Richtig rein in die Fresse des guten Geschmacks haut dann nochmal das vorletzte St\u00fcck \u201eOne Last Time\u201c: \u201eFrustration, Stagnation. Determination, oooooh \u2013 confrontation!\u201c Hier lassen AE der Kreativit\u00e4t wahrlich freien Lauf, frustrichtich popichtich. Reach out, touch faith. Lift up the receiver, I make you a believer. Nein \u2013 eher einen deceiver, bzw. einen vom deceiver auf das Entschiedenste deceivtem.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit gilt: Arch Enemy. Deceivers. Da ist der Name Programm. AE entt\u00e4uschen in voller Breite und ganzer L\u00e4nge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.08.2022) Vor einigen Jahren hat mich die schwedische Melodeath-Institution Arch Enemy \u2013 damals noch mit Angela Gossow als S\u00e4ngerin \u2013 sehr beeindruckt. 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