{"id":4361,"date":"2022-07-28T22:12:55","date_gmt":"2022-07-28T20:12:55","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4361"},"modified":"2022-07-28T22:12:55","modified_gmt":"2022-07-28T20:12:55","slug":"sacred-son-the-foul-deth-of-engelond-sacred-son-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sacred-son-the-foul-deth-of-engelond-sacred-son-2022\/","title":{"rendered":"Sacred Son \u2013 The Foul Deth Of Engelond \u2013 Sacred Son 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Sacred-Son-The-Foul-Deth-Of-Engelond.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Sacred-Son-The-Foul-Deth-Of-Engelond.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4362\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (28.07.2022)<br><br>England hat schon wieder die Pest, und der Londoner Dane Cross macht ein Album dar\u00fcber. \u201eThe Foul Deth Of Engelond\u201c ist das zweite Album seines Projektes Sacred Son, auf dem er mit einer ganzen Band auftritt, und sein vormaliger One-Man-Black-Metal bekommt dadurch eine wohltuende W\u00e4rme. Nicht erst seit dem Solo-Deb\u00fct des Dawnwalker-Musikers ist klar, dass er mehr zu bieten hat als nur den in Black-Metal-Kreisen provokativen Lacher mit dem Cover, auf dem er mit Sonnenbrille am Strand zu sehen ist. Diese optische Leichtigkeit beh\u00e4lt auch die Band Sacred Son bei, die musikalische Wucht und Schwere kommt hier sogar noch viel besser zur Geltung als auf den drei Alben davor. Fassettenreicher Black Metal, der die Genregrenzen gottlob sprengt. Und das pestfaulige England gleich mit.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nicht nur Cross kann was, kompositorisch und musikalisch, auch die Leute, die er f\u00fcr dieses Album zusammentrommelte, beherrschen ihre Instrumente, und so kommt es, dass die angenehm abwechslungsreich arrangierten St\u00fccke dieses Albums mal so richtig gut gelungen sind und f\u00fcr das Genre ungew\u00f6hnlich, aber sehr herzerw\u00e4rmend warm klingen. Black Metal ist maximal die \u00e4u\u00dfere Schale f\u00fcr diese Musik, die mit Blastbeats und Keifgesang unterlegten flirrenden Gitarrenteppiche nehmen hier einen vergleichsweise geringen Anteil ein. Schon der Gesang unterscheidet sich: Cross\u2018 Stimme ist eigentlich zu tief f\u00fcr den Black Metal, seine Growls erinnern eher an den fr\u00fchen Mikael \u00c5kerfeld, als Opeth noch trve waren. Sofern er nicht bedrohlich fl\u00fcstert, was ebenfalls ziemlich geil kommt.<br><br>Nicht nur den klassischen Black Metal spart die Band hier weitr\u00e4umig aus, auch den modernen Post Black Metal wendet sie nur sporadisch an, wenn die St\u00fccke von neuerdings ja sogar dem Feuilleton gefallenden atmosph\u00e4rischen Passagen unterbrochen sind. Was hier auch gut kommt, denn die Tracks sind angenehm vielschichtig, da ist \u00fcberzeugend Platz f\u00fcr so etwas. Weil das Drumherum so \u00fcberzeugend passig zusammengestellt ist. Death Metal etwa kommt hier sehr stark zum Einsatz, in dem Kontext haben die beschleunigten Passagen beinahe eine Anmutung des Punk. Sobald es stiller wird, driftet die Musik auch mal ins Neoklassische, wo nicht der Postrock den Vorrang hat. So richtig mittelalterlich wird es trotz der Themen mit ebenjenem Bezug eigentlich nie, erst das finale \u201eVengeance I &amp; II\u201c hat eine vergleichbare Anmutung, ohne eine entsprechende Instrumentierung indes, also gottlob nicht so jahrmarktartig wie von den kitschigen deutschen Mittelaltercombos. Und auch nicht vergleichbar mit Heltekvad; die erste H\u00e4lfte des St\u00fcckes erinnert eher an Dead Can Dance, bevor die Gewalt wieder losbricht.<br><br>Bei aller zugrundeliegenden Wut ist die Musik nat\u00fcrlich vorrangig brutal, aber eben nicht ausschlie\u00dflich, und Sacred Son beherrschen auch das Hymnische und den Dreivierteltakt, was man ja beides im Black Metal auch ganz gern hat. Und verdammt, die Mischung geht gut auf, \u201eThe Foul Deth Of Eneglond\u201c macht einen Heidenspa\u00df. Was nat\u00fcrlich auch an der live erprobten Band liegt, die Cross hier um sich schart.<br><br>Cross \u00fcbernimmt neben dem Gesang auch Bass und Keyboards. Gitarrist Mark Norgate, Cross\u2018 Band-Chef bei Dawnwalker, war schon auf dem zweiten Album \u201eArthurian Catacombs\u201c zu h\u00f6ren und schoss dessen Coverfoto. Auch VENN-Gitarrist Stuart Gardham und Wrott-Schlagzeuger Jamie Tatnell waren an jenem Album bereits beteiligt. F\u00fcr den Black Metal eher ungew\u00f6hnlich sind hier zwei besondere Mitmusiker: Artem Litovchenko spielt das Cello und Tetiana Franchenko das Piano \u2013 beide eine grandiose Erg\u00e4nzung f\u00fcr diesen Sound, ebenso der Gesang von DOLLS-Musikerin Jade Ellis im Abschlusstrack.<br><br>Zum Inhalt: Nat\u00fcrlich setzt sich \u201eThe Foul Death Of Engelond\u201c mit der Pest im 14. Jahrhundert auseinander. Aber Cross w\u00e4re nicht Cross und Black Metal nicht zeitgem\u00e4\u00df, z\u00f6ge er keine Querverweise auf die Gegenwart, und da hat England ja nun einiges an Pestilenz zu bieten, vom Umgang mit Corona, der Pest von jetzt, bis hin zum Brexit. Nicht ohne Grund lauten die letzten Worte der Info \u201eTod allen Schmeichlern!\u201c Gawd, macht dieses Album Spa\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (28.07.2022) England hat schon wieder die Pest, und der Londoner Dane Cross macht ein Album dar\u00fcber. \u201eThe Foul Deth Of Engelond\u201c ist das zweite Album seines Projektes Sacred Son, auf dem er mit einer ganzen Band auftritt, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sacred-son-the-foul-deth-of-engelond-sacred-son-2022\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-4361","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4361"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4361\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4363,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4361\/revisions\/4363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}