{"id":4239,"date":"2022-05-01T10:53:17","date_gmt":"2022-05-01T08:53:17","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4239"},"modified":"2022-05-01T10:53:17","modified_gmt":"2022-05-01T08:53:17","slug":"the-birthday-massacre-fascination-metropolis-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-birthday-massacre-fascination-metropolis-2022\/","title":{"rendered":"The Birthday Massacre \u2013 Fascination \u2013 Metropolis 2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/The-Birthday-Massacre-Fascination.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/The-Birthday-Massacre-Fascination.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4241\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (30.04.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Kollege aus dem Reich der Bilanzen und der Liquidit\u00e4t 2. Grades und ich schicken uns gegenseitig regelm\u00e4\u00dfig Youtube-Videos mit dem Hinweis \u201edas musste unbedingt mal angeh\u00f6rt gehabt haben und so\u201c \u2013 uns stellen dann fest, dass wir zwar beide eine Vorliebe f\u00fcr d\u00fcstere Musik haben, aber dass diese Musikrichtung so breit gef\u00e4chert und so vielschichtig ist, dass wir begeisterungsm\u00e4\u00dfig meistens leider nicht so 100%ig zusammenkommen. Vielleicht sollten wir vereinbaren, dass alles, was wir uns demn\u00e4chst gegenseitig empfehlen, aus Kanada kommen muss, denn siehe da \u2013 in meinem Postfach landete der Tipp \u201eh\u00f6r doch mal in \u201aFascination\u2018 von The Birthday Massacre rein\u201c \u2013 ich googelte, las \u201eKanada\u201c, h\u00f6rte rein und war begeistert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der erste Song, das Titelst\u00fcck des Albums, w\u00e4chst mit jedem Mal, das man es h\u00f6rt: Zun\u00e4chst dachte ich \u201enett\u201c, beim n\u00e4chsten Durchlauf \u201egut\u201c, dann \u201etoll\u201c, dann \u201egro\u00dfartig\u201c. Nun will man sich ja aber nicht durch ein Album qu\u00e4len, bei dem man sich jedes St\u00fcck erstmal durch zahlreiche Angew\u00f6hnung \u201esch\u00f6nh\u00f6ren\u201c muss \u2013 und TBM erl\u00f6sen die\/den H\u00f6renden gleich mit dem zweiten St\u00fcck: \u201eDreams Of You\u201c ist gleich beim ersten H\u00f6ren sowas von eing\u00e4ngig und sch\u00f6n, dass ich es immer wieder h\u00f6ren wollte. Sara Taylors Stimme nimmt einen von Anfang an gefangen und hinter ihr t\u00fcrmt sich eine Klangwand aus perfekt aufeinander abgestimmten Gitarren, Keyboards, Bass und Schlagzeug auf, die best\u00e4ndig zwischen gruftig und poppig hin und her wandeln und beim H\u00f6ren trotz deutlich vorhandener D\u00fcsternis sehr gl\u00fccklich macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf \u201eCold Lights\u201c gewinnt ein pluckernder (sorry \u2013 ich liebe dieses Wort) Synth die Oberhand, Taylors Stimme bezaubert aufs Neue und auch hier offenbart sich wieder TBMs Gesp\u00fcr f\u00fcr wundersch\u00f6ne Melodien. Auf \u201eStars And Satellites\u201c wird dann die Musik lauter, sehr von Synths beherrscht, der Gesang tritt eine Stufe weiter in den Hintergrund und wird trotzdem nicht nebens\u00e4chlich. Gegen Ende des St\u00fccks liefert sich eine h\u00e4rtere Gitarre ein Duell mit den Synths, gewinnt mit einem sch\u00f6nen Solo die Oberhand und wird dann wieder vom Synth abgel\u00f6st, dann wieder der tolle Gesang, dann ist das St\u00fcck zuende. Gro\u00dfartig!<\/p>\n\n\n\n<p>So geht es weiter und weiter und langweilt niemals. H\u00f6hepunkt des Albums ist \u201eLike Fear, Like Love\u201c, das mit superauthentischer 80er-Jahre-D\u00fcsterrock-Anmutung startet, anschlie\u00dfend setzt Sara Taylors Gesang ein und katapultiert das St\u00fcck schlagartig zur\u00fcck in die Gegenwart, und die mit einer leicht klirrenden Stimme vorgetragene Refrainzeile \u201eI don\u2018t wanna live this way forever\u201c sorgt f\u00fcr G\u00e4nsehaut. Und gleichzeitig ist das St\u00fcck so discotauglich, dass die\/der H\u00f6rende sich l\u00e4ngere Haare w\u00fcnscht, die sie\/er sich vors Gesicht h\u00e4ngen kann, um darunterweg den Zustand der eigenen Schuhe begutachten zu k\u00f6nnen \u2013 zwei Schritte vor, zwei Schritte zur\u00fcck. Gesangsm\u00e4\u00dfig wird Sara Taylor dann bis zum Ende der Platte nicht schlechter \u2013 mal hoch und glockenhell, mal leicht hart, dann wieder k\u00fchl, und immer transportiert sie mit ihrer Art zu singen viel Gef\u00fchl und auch W\u00e4rme \u2013 trotz der traurigen Texte, in denen sich Taylor an hoffnungslosen Beziehungen und Gef\u00fchlssituationen abarbeitet, die sie hoffentlich nicht alle selbst erlebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Musikalisch hat mich dann \u201ePrecious Hearts\u201c nochmal sehr mitgerissen \u2013 Gitarren und Synth sind perfekt abgestimmt, der Bass ist immer gut h\u00f6rbar und sorgt f\u00fcr das n\u00f6tige Magengrummeln, das St\u00fcck ist gleichzeitig laut donnernd und dennoch irgendwie filigran \u2013 muss am Gesang liegen. Beim Intro des Abschlussst\u00fccks \u201eThe End Of All Stories\u201c h\u00e4tte ich dann erwartet, dass gleich Robert Smith anfangen m\u00fcsste zu singen \u2013 irgendein 1982 nicht aufs Album genommenes Cure-St\u00fcck halt, dann Taylors Gesang, dann die Erkenntnis \u201eWir sind hier nicht bei \u201aPornography\u2018, wir sind bei \u201aFascination\u2018\u201c \u2013 boah, die Vorfreude aufs n\u00e4chste St\u00fcck steigt. Dann die Erkenntnis: \u201eThe End Of All Stories\u201c war das letzte St\u00fcck des Albums. Na gut \u2013 dann h\u00f6ren wir es eben nochmal von vorne an. Toll!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (30.04.2022) Mein Kollege aus dem Reich der Bilanzen und der Liquidit\u00e4t 2. 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