{"id":4201,"date":"2022-04-12T19:39:25","date_gmt":"2022-04-12T17:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4201"},"modified":"2022-04-12T19:39:25","modified_gmt":"2022-04-12T17:39:25","slug":"harry-payuta-friends-black-match-sireena-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/harry-payuta-friends-black-match-sireena-2022\/","title":{"rendered":"Harry Payuta &#038; Friends \u2013 Black Match \u2013 Sireena 2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Harry-Payuta-Friends-Black-Match.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"124\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Harry-Payuta-Friends-Black-Match.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4202\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (12.04.2022)<br><br>Man muss einfach das Wort \u201evielsaitig\u201c verwenden, wenn man \u00fcber Harry Payuta spricht. Sein neues Album \u201eBlack Match\u201c spielt er in Triobesetzung ein und greift darauf sowohl auf bereits ver\u00f6ffentlichte St\u00fccke seiner drei\u00dfigj\u00e4hrigen Karriere als auch auf Neukompositionen zur\u00fcck. Wissen muss man, dass der Bremer Gitarrist zeitgleich der Meister der Sitar ist, um grob abzusch\u00e4tzen, welchen Stellenwert das Album hat: Allein in der Instrumentenwahl ist ja das Weltenbummlertum verankert, zus\u00e4tzlich ist er auch physisch ein Globetrotter, eben erst aus Spanien und Lateinamerika zur\u00fcckgekehrt, um diese Quasi-Werkschau einzuspielen. Chilliger, abgehangener, nicht zu sehr verzerrter, gutgelaunter, zeitloser klassischer Rock mit Weltmusiktouch, detailreichen Arrangements \u2013 und Ausdauer: Das Album hat 21 Songs und dauert rund 77 Minuten. Das erfordert Sitzfleisch.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Die im Bandnamen genannten Freunde sind Bassist Ralf Markardt, ansonsten unter anderem aktiv beim Tripleback Swing Trio, und Schlagzeuger Jens Kolweih \u2013 den Rest \u00fcbernimmt der Bandchef selbst, also Gitarren und elektrifizierte Sitars sowie anteilig vom Bassisten begleitet auch den Gesang. Bei Payuta mischen sich die Einsatzformen seiner Saiteninstrumente: Die akustische und die elektrische Gitarre spielt er relativ klar und eher in h\u00f6heren Tonlagen und die von sich aus h\u00f6her gestimmte Sitar wiederum fast wie eine Gitarre. Wichtig ist dem Bremer dabei, sie nicht so einzusetzen, wie man es als westlicher Eskapist seit den Sechzigern aus Indien zu kennen meint. So jedenfalls sind die St\u00fccke gef\u00fchlt in einer Stimmlage gehalten und sich oberfl\u00e4chlich sehr \u00e4hnlich; anders gesagt: Payuta hat einen komplett eigenen Sound. Unterschiede tragen die Lieder jedoch reichlich in sich, und zwar in den Kompositionen.<br><br>Grunds\u00e4tzlich sind die 21 St\u00fccke hier gediegen, entspannt, frei von H\u00e4rte, Hetze, Heftigkeiten. Manche Songs erinnern ans AOR-Classic-Rock-Radio, andere an exotische Fingerspielereien, einige k\u00f6nnten abends am Lagerfeuer geklampft werden, und doch versteckt das Trio so manche Besonderheit in der Musik, die Feinheiten liegen also im Detail, mit kleinen Licks und nicht erwartbaren Fills. Und obwohl Payuta aus rund 30 Jahren sch\u00f6pferischer T\u00e4tigkeiten sch\u00f6pft (solo und mit der Band The Vee-Jays), verpasst das Trio den Songs einen homogenen Anstrich, der keinerlei Alterserscheinungen durchl\u00e4sst; bei dieser Art Zeitlosigkeit ist das aber auch kein Wunder. Bei den meisten St\u00fccken handelt es sich um gesungene Lieder, einige sind rein instrumental; \u201eSantuario\u201c etwa geh\u00f6rt dazu, und das lehnt sich im Refrain sehr an \u201eParanoid\u201c von Black Sabbath an, ohne auch nur so d\u00fcster oder so heavy zu sein. Kurioserweise kennt man Payuta auch aus dem Indierock- und Neokraut-Umfeld, stellt er sein Instrumentarium doch auch Tom Redeckers Projekten Sun Temple Circus und The Electric Familiy zur Verf\u00fcgung. Ganz abgesehen davon, dass The Vee-Jays Ende der Achtziger auf einem Promo-Split-Tape mit Arts &amp; Decay zu h\u00f6ren waren \u2013 genau, der Gothic-Rock-Band aus Karlsruhe.<br><br>In dieser Gleichf\u00f6rmigkeit liegt dann aber auch die Herausforderung dieses Albums: Es fehlt an tiefen T\u00f6nen, an Verzerrung, daf\u00fcr sind sich die Songs im Sound doch zu \u00e4hnlich, um den H\u00f6rer kontinuierlich bei der Stange zu halten und sich die 21 Tracks in fast anderthalb Stunden bewusst konzentriert anzuh\u00f6ren. Nebenbei geh\u00f6rt indes st\u00f6rt seine Musik nicht, sondern spannt einen entspannenden Teppich, auf dem man sich gern ausruht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (12.04.2022) Man muss einfach das Wort \u201evielsaitig\u201c verwenden, wenn man \u00fcber Harry Payuta spricht. 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